C Rep. 307 Zentrale Kommission für Staatliche Kontrolle (ZKSK)/Arbeiter- und Bauerninspektion (ABI) der DDR, Bezirksinspektion Berlin (Bestand)
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C Rep. 307
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990 >> C 7 Kammern und Körperschaften, Parteien, Organisationen und Vereine >> C 7.2 Verbände und Vereine
1949 - 1990
Vorwort: C Rep. 307 Arbeiter- und Bauerninspektion (ABI) der DDR, Bezirkskomitee Berlin
1. Geschichte
Das Komitee der Arbeiter- und Bauerninspektion (ABI) der DDR ging 1963 aus der Zentralen Kommission für Staatliche Kontrolle (ZKSK) beim Ministerrat der DDR hervor. Es unterstand gleichermaßen dem ZK der SED wie dem Ministerrat der DDR. Als staatliches und gesellschaftliches Kontrollorgan mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern hatte die ABI die Aufgabe, die Einhaltung von Gesetzen, Beschlüssen und volkswirtschaftlichen Planvorgaben zu überprüfen. Die ABI gliederte sich in Bezirks- und Kreiskomitees, denen Zweig-, Stadt- und Kombinatsinspektionen sowie Volkskontrollausschüsse nachgeordnet waren.
Das Bezirkskomitee Berlin der ABI hatte seinen Sitz in der Klosterstraße 59. In den 1980er Jahren waren rund 12.000 Berliner als Mitglieder und Volkskontrolleure für die ABI tätig.
Im Januar 1990 wurde die ABI unter Einbeziehung von Vertretern der Parteien und Bürgerbewegungen in ein "Komitee für Volkskontrolle" mit örtlichen Komitees umgewandelt und der Volkskammer unterstellt. Das Berliner Komitee für Volkskontrolle wurde der Stadtverordnetenversammlung unterstellt. Es wurde zum 31. August 1990 aufgelöst.
2. Bestandsinformation
Die Akten seit den 1960er Jahren wurden 1984 und 1990 dem Stadtarchiv Berlin vom Bezirkskomitee Berlin übergeben. Eine beim Bezirkskomitee geführte Kartei diente als Findmittel.
1993 erhielt das Landesarchiv vom Bundesarchiv weitere, ältere Überlieferungsteile.
Im Rahmen eines Verzeichnungsprojektes im Jahre 2012 wurden beide Abgaben neu in der Datenbank Augias 8.1 verzeichnet. Diese Verzeichnung ist Grundlage für dieses Findbuch.
Die Überlieferung umfasst 608 Akten (20,5 lfm) mit der Laufzeit 1949 - 1990.
Zahlreiche Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: LAB C Rep. 307, Nr. …
3. Korrespondierende Bestände
BA DC 1 Zentrale Kommission für Staatliche Kontrolle
4. Literaturhinweise
- Mitteilungen des Komitees der ABI, Berlin 1963-1989.
- Mummert, Hartmut: Die Arbeiter- und Bauern-Inspektion in der DDR zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Zur Geschichte eines Volkskontrollorgans, Berlin 1999.
- Horstmann, Thomas: Logik der Willkür. Die Zentrale Kommission für Staatliche Kontrolle in der SBZ/DDR von 1948 bis 1958, Köln/Wien/Weimar 2002.
Berlin, Oktober 2012 / 2019 Dr. Heike Schroll
1. Geschichte
Das Komitee der Arbeiter- und Bauerninspektion (ABI) der DDR ging 1963 aus der Zentralen Kommission für Staatliche Kontrolle (ZKSK) beim Ministerrat der DDR hervor. Es unterstand gleichermaßen dem ZK der SED wie dem Ministerrat der DDR. Als staatliches und gesellschaftliches Kontrollorgan mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern hatte die ABI die Aufgabe, die Einhaltung von Gesetzen, Beschlüssen und volkswirtschaftlichen Planvorgaben zu überprüfen. Die ABI gliederte sich in Bezirks- und Kreiskomitees, denen Zweig-, Stadt- und Kombinatsinspektionen sowie Volkskontrollausschüsse nachgeordnet waren.
Das Bezirkskomitee Berlin der ABI hatte seinen Sitz in der Klosterstraße 59. In den 1980er Jahren waren rund 12.000 Berliner als Mitglieder und Volkskontrolleure für die ABI tätig.
Im Januar 1990 wurde die ABI unter Einbeziehung von Vertretern der Parteien und Bürgerbewegungen in ein "Komitee für Volkskontrolle" mit örtlichen Komitees umgewandelt und der Volkskammer unterstellt. Das Berliner Komitee für Volkskontrolle wurde der Stadtverordnetenversammlung unterstellt. Es wurde zum 31. August 1990 aufgelöst.
2. Bestandsinformation
Die Akten seit den 1960er Jahren wurden 1984 und 1990 dem Stadtarchiv Berlin vom Bezirkskomitee Berlin übergeben. Eine beim Bezirkskomitee geführte Kartei diente als Findmittel.
1993 erhielt das Landesarchiv vom Bundesarchiv weitere, ältere Überlieferungsteile.
Im Rahmen eines Verzeichnungsprojektes im Jahre 2012 wurden beide Abgaben neu in der Datenbank Augias 8.1 verzeichnet. Diese Verzeichnung ist Grundlage für dieses Findbuch.
Die Überlieferung umfasst 608 Akten (20,5 lfm) mit der Laufzeit 1949 - 1990.
Zahlreiche Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: LAB C Rep. 307, Nr. …
3. Korrespondierende Bestände
BA DC 1 Zentrale Kommission für Staatliche Kontrolle
4. Literaturhinweise
- Mitteilungen des Komitees der ABI, Berlin 1963-1989.
- Mummert, Hartmut: Die Arbeiter- und Bauern-Inspektion in der DDR zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Zur Geschichte eines Volkskontrollorgans, Berlin 1999.
- Horstmann, Thomas: Logik der Willkür. Die Zentrale Kommission für Staatliche Kontrolle in der SBZ/DDR von 1948 bis 1958, Köln/Wien/Weimar 2002.
Berlin, Oktober 2012 / 2019 Dr. Heike Schroll
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST