Vor den Schöffen Jacob Mewis und Johann Knadt verkaufen Stephan Kempis, Prior, Philipp Huyck, Subprior, Konrad Voerst, Prokurator und Heinrich Zütphen, Senior des Klosters der Regulier Herren vor Neuss, den Bürgermeistern Johann Kop und Johann Albertz, der Äbtissin von St. Quirin Christina von Vellbrüggen und den Provisoren des Hospitals Johann Oisthoven[?] und Andries Spaer zu Nutzen des Gasthauses zwei Häuschen, herstammend aus dem Testament des Henrich Brüggen, gewesener Küster zu St. Quirin, aufgenommen vor Notar Simon Bree von Kempen am 07.03.1505. Die Häuschen liegen nebeneinander auf dem Kirchhof bei St. Quirins Münster zwischen den Häuschen des Thewis Grütter und des Schiffers Johann Ludgerus zu beiden Seiten, hinten auf das Gässchen des neuen Kaufhauses schießend. Der Kauf erfolgt gegen Zahlung einer jährlichen Erbrente von 3 Malter Roggen, 1 Sämmer[?] Erbsen und 6 Albus sowie den Zehnten, welche die Provisoren des alten Gasthauses dem Konvent geben. Der Zehnt aus den 3 Morgen setzt sich wie folgt zusammen: Nach der Urkunde vom 03.03.1509 zwischen dem Konvent und den Provisoren des Gasthauses Peter von Empel[?] und Johann Monheim liegen etliche Morgen in 8 verschiedenen Stücken im Neusser Burban; davon 5 Morgen hinter dem Oberkloster, davon zahlen 1 1/2 den Zehnt; 4 Morgen auf dem heidnischen Keller nächst Land des Oberklosters zahlen den halben Zehnt; 1 1/2 Morgen liegt an der Mühle der Äbtissin in der Nähe der Benden des Oberklosters und zahlt den halben Zehnt; 3 1/2 Morgen liegen gegenüber den Vorhäusern im Bongart (Baumgarten) der Herren des Oberklosters auf die Straße schießend zahlen den vollen Zehnt. Weiter 5 Morgen - dadurch gehen zwei Wege und heißt das Buntsche (Bonnsche) Land, von Metzgen von Keer herrührend -; davon zahlen 2 Morgen den Zehnt. Dann ein Morgen gegenüber Koelrekes Kamp gibt den halben Zehnt. Weiter 7 Morgen Feld gegenüber dem Oberkloster nach dem Werth von Gnadenthal gelegen, davon zahlt 1/2 Morgen den Zehnt. Weiter 7 Morgen Land bei dem Stege über die Neue Arpe (Erft) bei Land des Johann Kyver, davon zahlt ein halber Morgen neben Keutenbreuers Land den Zehnt. Die 6 Albus Erbrente zahlten die Herren des Oberklosters jährlich auf St. Andreas Tag den Armen im Gasthaus. Vor denselben Schöffen verkaufen Äbtissin, Bürgermeister und Provisoren den Regulier Herren 6 Morgen und 10 Ruten in zwei Stücken. Davon 3 Morgen vor dem Obertor zwischen Land der Junffer Fültgens und des Wilhelm Schoman nach der Neuen Erft, vorn auf Land des Johann Wetzel und Land von Gnadenthal schießend. Die anderen 3 Morgen und 10 Ruten liegen am Gnadenthaler Weg, neben Land des Peter Abtz, der Jungffer Fülzzgen und der Junffern von Marienberg; vorn auf den Stegmühlenweg, Land von Osthoven, hinten nach Gnadenthal auf der Herrn Lichams Land schießend. An demselben Tag verkaufen die obigen Verkäufer an Erben der Witwe Celia Ebels die Zehntgerechtigkeit des Gasthauses aus 5 Morgen ganzen Zehnt zwischen Land des Philipp Ebels und des Johann ''Im Kranz'' und hinten auf Brückhofs Land schießend. Weiter 3 1/2 Zehnt zwischen Land des Johann Abtz und des Rektors Johann Langenfeld, vorn auf Land des Peter Ebels, der Käuferin und der Frau ''Im Lohus'' schießend. An demselben Tag verkaufen die gleichen Verkäufer den Eheleuten Andries und Helene Spoir die Zehntgerechtigkeit des Gasthauses aus 3 Morgen weniger 23 Ruten Land neben Land der Stein Kreitfisch und des Henrich Langenfeld, vorn auf die Luysgasse, hinten auf Land des Käufers Spoir schießend. An demselben Tag verkaufen die gleichen Verkäufer an Eheleute Ratsverwandten Peter und Eva Ebels die Zehntgerechtigkeit des Gasthauses aus 6 Morgen halben Zehnt zwischen Land des Rentmeisters Johann Knadt und der Fauligs Gasse des Gasthauses. An demselben Tag verkaufen die gleichen Verkäufer an Eheleute Schultheiss Johann und Grietgen Fraitz die Zehntgerechtigkeit des Gasthauses aus 10 Morgen Land zwischen Land des Rektors Johann Langenfeld, des Goert Butzkan und des Dries Spor. Weiter aus 21 Morgen zwischen Land des Lortheis, des Rembold im Lohuys und der Frau ''Im Krantz''. An demselben Tag verkaufen die gleichen Verkäufer an Eheleute Johann und Grietgen von Hombroich genannt Abtz, Schöffen, die Zehntgerechtigkeit des Gasthauses von 3 Morgen ganzen Zehnt. An demselben Tag verkaufen die gleichen Verkäufer den Eheleuten Philipp und Greitgen Ebels, Schöffen, die Zehntgerechtigkeit aus 8 1/2 Morgen, davon 5 Morgen am Trutzenberg zwischen Erben Ebels und Johann Schmackertz, hinten auf Land der Lewert Monheim und auf den Weg schießend. Die anderen 3 Morgen liegen am Büschchen der Käufer Ebels vor dem Niedertor, Land der Klarissen in Köln und ''Der Heiligen Drei Königen'' in der Kapelle, Land der Kirche zu Giesenkirchen, auf Land des Claes Fraitz und auf die Kuhstraße schießend. An demselben Tag verkaufen dieselben Verkäufer dem Schöffen Johann Knadt und seinen Erben die Zehntgerechtigkeit von 1 1/2 Morgen halben Zehnt bei der Krur zwischen Land des Peter Ebels[?] und Stoffel Butzkan, vorn auf Land des Gasthauses, hinten auf die Krur schießend. An demselben Tag verkaufen dieselben Verkäufer an Styntgen Smitz, Witwe von Rembold Kreitfisch, die Zehntgerechtigkeit des Gasthauses an 7 Morgen halben Zehnt hinter den Siechen, zwischen Land des Wetzel Kessel und des Dries Spor, vorn auf die Lusgasse, hinten auf den Fuhrweg nach der Hoher Straße schießend. An demselben Tag verkaufen dieselben Verkäufer den Eheleuten Cosmas und Leintgen Faber, Schöffen, die Zehntgerechtigkeit aus 10 Morgen Land halben Zehnt am Blarrenkamp von altersher genannt vor dem Niedertor am St. Nicolaus Bilderstöckchen, neben Land der Erben des gewesenen Schultheißen von Neuss.

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