1452 Juni 5 (guttentage nechst vor unsers herren fronlichnams tage) Hans von Zülnhart, Ritter, die Brüder Hug und Ulrich von Rechberg von Hohenrechberg und Hans Schwindel, Vogt zu Göppingen (Geppingen), schlichten als Tädingsleute die Auseinandersetzung zwischen Hans Boumhouwer, Bürger zu Göppingen, und Wilhalm von Wellwart: 1) Boumhouwer soll vor Vogt und Gericht zu Göppingen bekennen, daß er, indem er seines verst. Bruders Kind, Leibeigenes (aigen menschen) des von Wellwart, aus Essingen entführte, diesem Unrecht getan hat. 2) Er oder seine Erben werden das Kind innerhalb der nächsten acht Tage im Haus des Amtmanns zu Essingen übergeben und den von Wellwart und seine Erben im ungestörten Besitz des Kindes und seiner Güter lassen; stirbt das Kind, so fällt dem von Wellwart und seinen Erben vor anderen zu, was ihnen zusteht. 3) Die Tädingsleute, ausgenommen der von Zülnhart, sollen die Entschädigung (wandel) festlegen, die Boumhouwer dem von Wellwart entrichten soll. 4) Boumhouwer und seine Erben haben auf Rache zu verzichten. - Boumhouwer hat Hans Schwindel, Vogt zu Göppingen, an Eides Statt gelobt, diese Vereinbarungen zu halten. Sr.: 1)-4) die A. Ausf. Perg. - 4 Sg. abg. - Rv.