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Weistum über Schlechtenwegen: 1483 uff den ersten tag Jovis des mandes Meyhe zu Mittag bezeugen zu Altenschlirf (Aldenslirff!) Mainzer (Mentzer) B...
Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach >> 1451 - 1500
1483 Mai 1
Ausfertigung, Pergament (32,0 x 26,5 cm) mit aufgemaltem Notariatszeichen des Georius Pistorius
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: uff den ersten tag Jovis des mandes Meyhe
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Weistum über Schlechtenwegen: 1483 uff den ersten tag Jovis des mandes Meyhe zu Mittag bezeugen zu Altenschlirf (Aldenslirff!) Mainzer (Mentzer) Bistums bei der Kirche in Gegenwart des Georius Pistorius, clericus Mainzer Bistums, von kaiserlicher Gewalt offenbaren Schreibers, und der Zeugen Enders Schade, Enders Ducher, Witzel Leinweber (Luneberger), Enders Leinberger, Henchen Neuman (Nüeman), Conztz Stock, Heintz Lower und Henne Eichelhainer (Uchelnheyner), Schöffen des Gerichts Schlechtenwegen (Slechtenwegen), alle eines redlichen Alters, Gewissens und vernunft, nicht böhmisch, dass alles, was in einem offenen Instrument am 20. November 1480 (Nr. 1316) zu Altenschlirf (Aldenslirffe) in Enders Schaden Haus durch den Notar Heynricum Knorre aufgezeichnet sei, wahr sei. Ferner bezeugen sie, das ihnen nicht im Gedächtnis sei, sie auch nie von ihren Eltern oder Vorfahren gehört hätten, das die Junker von Schlitz zu Görtz (Slitz, Gortz), deren Eltern oder Vorfahren eine Erbhuldigung oder andere Huldigung zu Altenschlirf (Aldenslirff) je gefordert hätten, oder das eine solche geschehen sei. Sie haben vielmehr von ihren Eltern oder Vorfahren, die glaubhaft und Schöffen gewesen seien und von denen etlichen 60 Jahre gedenke, gehört, das der strenge Herr Herman [II.] Riedesel, Ritter, von den Männern und Nachbarn des Gerichts Schlechtenwegen bei Frischborn (Fischborn) auf einem Berge erhuldigungen eingenommen habe; diesen und seine Erben hielten sie für ihre Erbherrn und niemand anders. Er habe gesprochen: "Gehit heime, ire menner, und hüdet vor den wolfen; ich will vor den vihenden hüden". Als dann die Männer des Gerichts Schlechtenwegen (Schlechttenwegen) versammelt sind, ermahnt der Schreiber die Schöffen, die Sache mit ihren Nachbarn zu besprechen. Nachdem dies geschehen ist, bestätigen sie es alles und nehmen es auf ihren Eid, den sie ihrem Herrn und ihrem Schöffenstuhl getan haben. Conradt Büchsenmeister (Bossenmeister), Amtmann zu Eisenbach (Eysenbach), fordert darauf anstatt des ehrbaren Herman [III.] Riedesel den Schreiber auf, darüber ein offenes Instrument zu machen. Zeugen:Werner von Linfingen (Linfüngen), Becker Hans und Hans Weißrock (Wißrock)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: "Instrumentum das Gericht Schlechtenweegen betreffend, und daß die von Görtz niemals, wohl aber die Riedesel zu Eißenbach Huldigung daselbst eingenom(m)en De A(nn)o 1483"
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 1371
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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