Schultheiß, Bürgermeister, Gericht, Siebzehner und Gemeinde zu Empfingen bekunden: Auf ihre Bitten hin hat ihnen Graf Franz Anton zu Hohenzollern zur Abwendung der Kreis- und militärischen Exekution aus eigenen Mitteln mit 528 Gulden Reichs- und Landeswährung, deren Empfang sie bestätigen, ausgeholfen. Von dieser Summe soll in den nächsten 2 Jahren auf Verena und Ägidius [1. September] der landläufige Zins gezahlt werden. Nach diesen 2 Jahren soll die Summe abgelöst werden. Zur Sicherheit verpfänden sie als "Spezialpfand" die Allmende, welche am Hauptgraben liegt, auf die Krautländer stößt und der Herrschaft versetzt ist, und erklären sich bereit, zu Gunsten der Herrschaft Heu zu machen Unterschriften: Amtsschreiber Peter Christian Daggenheimer bestätigt mit Unterschrift, daß Hans Teifel, Schultheiß, um Besiegelung gebeten hat. Für den Schultheißen unterschreiben Johann Zimmerman, Hans Dien [?], Bürgermeister zu Empfingen [?], und Jörg Ferdinand Molitor von Haigerloch in Empfingen
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Schultheiß, Bürgermeister, Gericht, Siebzehner und Gemeinde zu Empfingen bekunden: Auf ihre Bitten hin hat ihnen Graf Franz Anton zu Hohenzollern zur Abwendung der Kreis- und militärischen Exekution aus eigenen Mitteln mit 528 Gulden Reichs- und Landeswährung, deren Empfang sie bestätigen, ausgeholfen. Von dieser Summe soll in den nächsten 2 Jahren auf Verena und Ägidius [1. September] der landläufige Zins gezahlt werden. Nach diesen 2 Jahren soll die Summe abgelöst werden. Zur Sicherheit verpfänden sie als "Spezialpfand" die Allmende, welche am Hauptgraben liegt, auf die Krautländer stößt und der Herrschaft versetzt ist, und erklären sich bereit, zu Gunsten der Herrschaft Heu zu machen Unterschriften: Amtsschreiber Peter Christian Daggenheimer bestätigt mit Unterschrift, daß Hans Teifel, Schultheiß, um Besiegelung gebeten hat. Für den Schultheißen unterschreiben Johann Zimmerman, Hans Dien [?], Bürgermeister zu Empfingen [?], und Jörg Ferdinand Molitor von Haigerloch in Empfingen
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 177 T 1 Nr. 235
Rep. X, D, Nr. 6 (Kasten B, Fach 27)
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 177 T 1 Herrschaft Haigerloch-Wehrstein: Urkunden
Herrschaft Haigerloch-Wehrstein: Urkunden >> 1. Urkunden
1692 September 5
Urkunden
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel mit Papierdecke des Johann Franz Klotz, beider Rechte Lic., hohenzollerisch-sigmaringischen Rats und Oberamtmanns beider Herrschaften Haigerloch und Wehrstein
Vermerke: 2 Blatt
Siegelbeschreibung: Siegel mit Papierdecke des Johann Franz Klotz, beider Rechte Lic., hohenzollerisch-sigmaringischen Rats und Oberamtmanns beider Herrschaften Haigerloch und Wehrstein
Vermerke: 2 Blatt
Daggenheimer, Peter Christian; Amtsschreiber
Dien, Hans; Bürgermeister, Empfingen
Klotz, Johann Franz Lic.; Rat und Oberamtmann
Molitor, Jörg Ferdinand; von Haigerloch in Empfingen
Teifel, Hans; Schultheiß
Zimmermann, Johann
Empfingen FDS
Haigerloch BL
Wehrstein: Fischingen, Sulz am Neckar RW
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:42 MESZ
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