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Kirchenrat: Urkunden (Bestand)
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Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält Urkunden, die nicht den "Membra" eingeordnet wurden, sondern bei den Akten des Kirchenrats verblieben oder ihnen im 19. Jh. eingereiht wurden. Sie wurden 1974 aus konservatorischen Gründen den Beständen A 282 und A 284 entnommen.
Abschriften ab 1334.
Vorbemerkung: Der württembergische Kirchenrat war angewiesen, wichtige Rechtsdokumente, vor allem alle Pergamenturkunden, sofort nach Gebrauch ins fürstliche Archiv abzugeben. Sie befinden sich heute größtenteils bei den topographischen Archivabteilungen (den ehemaligen "Membra") für Klöster, Stifte und geistliche Verwaltungen (A 4-68 ff. , A 310 ff.). Die Amtsregistratur des Kirchenrats bestand fast ausschließlich aus Akten und Bänden. Einige Urkunden kamen indessen mit den zugehörigen Akten doch in die Registratur des Kirchenrats, wohl aus Versehen oder Nachlässigkeit, und blieben dort liegen, darunter auch Vorurkunden aus dem 14., 15. und 16. Jahrhundert. In der Zeit des "Finanzarchivs" im 19. Jahrhundert kamen offenbar weitere hinzu. Im Jahre 1974- wurden diese Urkunden dann doch wieder ausgesondert, nun aus anderen Gründen, nämlich um nach den heutigen Archivgrundsätzen die Urkunden von den Akten zu trennen. Betroffen davon sind jedoch grundsätzlich nur die Pergamenturkunden, die ihres andersartigen Beschreibstoffes und der Wachssiegel wegen gesondert aufbewahrt werden. Nur einige wenige Urkundenabschriften, deren Inhalt die mittelalterlichen Pergamentoriginale ergänzt, wurden mit ausgewählt. Der hiermit; gebildete Urkundenbestand des Kirchen rats umfaßt 45 Urkunden, davon 37 Pergamentausfertigungen und 8 Abschriften, Auszüge oder Inserte. Da viele von ihnen Einzelstücke ohne inneren Bezug zueinander sind, legte sich die bei Urkunden allgemein übliche chronologische Gliederung besonders nahe. In den Jahren 1977/78 wurde der bisher unbekannte Bestand durch Regesten nach den Richtlinien des Hauptstaatsarchivs erstmals erschlossen, und zwar durchweg in ausführlicher Form, auch für die jüngeren Urkunden, weil einige im Rahmen der Ausbildung von Referendaren und Anwärtern bearbeitet wurden. Die Urkunden sind 17 verschiedenen Abteilungen der Ämterregistratur des Kirchenrats entnommen, woraus ihr topographischer Bezug jeweils zu erschließen ist: Alpirsbacher Pflege in Rottweil: U 43 Bebenhäuser Pflege in Stuttgart: U 39, 40, 41 Stiftsverwaltung Göppingen: U 12, 16 Geistlich" Verwaltung Heidenheim: U 34 Klosterverwaltung Herbrechtingen: U 44 Klosterverwaltung Herrenalb: U 33 Klosterverwaltung Hirsau: U 31 Geistliche Verwaltung Kirchheim: U 29 Klosterverwaltung Königsbronn: U 45 Geistliche Verwaltung Leonberg: U 21, 48 Klosterverwaltung Lorch: U 17, 35 Geistliche Verwaltung Ludwigsburg (betr. Neckarweihingen): U 1, 2, 3, 4, 5, 8, 9, 10, 13, 15, 30, 32 Klosterverwaltung Maulbronn: U 23, 24 Maulbronner Pflege Illingen: U 42 Stiftspflege Münsingen: U 36 Klosterverwaltung Murrhardt: U 26, 27, 36 Geistliche Verwaltung Quittungen (betr. Güter und Rechte der Abtei Reichenau): U 6, 7, 11, 14, 18, 19, 20, 22, 25, 26 Die ehemalige Zuordnung zu den Akten ist bei den Regesten vermerkt, wie andererseits in den Aktenbüschel Hinweise über die Entnahme angebracht sind. Zeitlich verteilen sich die Urkunden wie folgt: 14. Jahrhundert 9 Stück (U 1 - 9) 15. Jahrhundert 13 Stück (U 10 - 22) 16. Jahrhundert 13 Stück (U 23 - 35) 17. Jahrhundert 8 Stück (U 36 - 43) 18. Jahrhundert 2 Stück (U 44 - 45)
Inhaltlich handelt es sich um sehr verschiedene Schriftstücke, von denen nur einige aufeinander bezogen sind (z.B. betreffend Neckarweihingen und Tuttlingen). Folgende Sachrubriken lassen sich bilden: Zinskäufe (Kapitalaufnahmen): U 4, 21, 23, 24, 26, 27, 28, 31, 39, 40, 41 Verleihung von Gütern: U 3, 8, 9, 13, 15, 29, 30 (Erlaubnis zum Neubau von Hofgebäuden), 33, 34, 35 (Badstube), 42, 43 Verleihung von Zehntrechten: U 37, 38 Verpfändung von Gütern und Einkünften: U 11, 14, 25, 44 Verkauf, Tausch und Vermächtnis von Höfen, Weingärten, Miesen und Walds U 1, 2, 5, 10, 17, 32, 36 Rechtsstreitigkeiten über Zinse und Wegedienstbarkeiten J U 11, 14, 18, 19 Patronatsrecht und Kaplaneipfrunde; U 6, 7" 12, 16 Religionsausübung in einem geteilten Ort (Oberkochen); U 45. Einzelne Orte und Personen sind über das Register am Ende des Repertoriums auffindbar. Die Reinschrift des Repertoriums fertigte Evelyne Schleeh.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.