Hanns Munich zu Munichhausen (1), Pfleger zu Tettelhaim (2) und Jägermeister zu Salzburg, bestätigt, dass ihm Erzbischof Mathias von Salzburg das Landgericht Halbenberg (3) überlassen hat, solange er persönlich am Salzburger Hof des Erzbischofs dient und solange er die Pflege Tettelham, die er auf Lebenszeit erhalten hat, persönlich [mit aigem rugckhen] inne hat. Er verspricht, das Landgericht ordnungsmäß zu verwalten, damit alle Gerichtsleut wol versehen sein, sich mit den üblichen Einkünften zu begnügen, keine Urbargüter oder Rechte an sich zu ziehen, keine ungebührlichen Neuerungen einzuführen, sondern Gericht und Untertanen beim alten Herkommen zu belassen, versichert, sich wie andere Landrichter der Hauptmannschaft zu unterwerfen und Visitation und Reformen des Erzbischofs zuzulassen. Appellationsinstanz ist der erzbischöfliche Rat in Salzburg. Der Erzbischof hat sich das Burgkhstall Halmberg mit dem dazu gehörigen großen Burgkfryden und dem Maierhof bisher vorbehalten, welche Munich jetzt auf Widerruf mit der Burghut übertragen werden. Die Veste Halmberg soll offenes Haus des Erzbischofs ein, der das Recht hat, dort jederzeit auf eigene Kosten Truppen einzulagern. Eine eigenmächtige Kriegsführung ist untersagt. Forderungen und Schäden, die Munich aus seiner Tätigkeit entstehen, soll er vor dem erzbischöflichen Rat geltend machen. Sollte er die Vereinbarungen brechen, nicht mehr am Hof tätig sein oder die Pflege Tettelham aufgeben, fällt das Landgericht an den Erzbischof zurück. Empfänger: Salzburg: Erzstift. Siegler: S: Munich, Hans, zu Munichhausen
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Hanns Munich zu Munichhausen (1), Pfleger zu Tettelhaim (2) und Jägermeister zu Salzburg, bestätigt, dass ihm Erzbischof Mathias von Salzburg das Landgericht Halbenberg (3) überlassen hat, solange er persönlich am Salzburger Hof des Erzbischofs dient und solange er die Pflege Tettelham, die er auf Lebenszeit erhalten hat, persönlich [mit aigem rugckhen] inne hat. Er verspricht, das Landgericht ordnungsmäß zu verwalten, damit alle Gerichtsleut wol versehen sein, sich mit den üblichen Einkünften zu begnügen, keine Urbargüter oder Rechte an sich zu ziehen, keine ungebührlichen Neuerungen einzuführen, sondern Gericht und Untertanen beim alten Herkommen zu belassen, versichert, sich wie andere Landrichter der Hauptmannschaft zu unterwerfen und Visitation und Reformen des Erzbischofs zuzulassen. Appellationsinstanz ist der erzbischöfliche Rat in Salzburg. Der Erzbischof hat sich das Burgkhstall Halmberg mit dem dazu gehörigen großen Burgkfryden und dem Maierhof bisher vorbehalten, welche Munich jetzt auf Widerruf mit der Burghut übertragen werden. Die Veste Halmberg soll offenes Haus des Erzbischofs ein, der das Recht hat, dort jederzeit auf eigene Kosten Truppen einzulagern. Eine eigenmächtige Kriegsführung ist untersagt. Forderungen und Schäden, die Munich aus seiner Tätigkeit entstehen, soll er vor dem erzbischöflichen Rat geltend machen. Sollte er die Vereinbarungen brechen, nicht mehr am Hof tätig sein oder die Pflege Tettelham aufgeben, fällt das Landgericht an den Erzbischof zurück. Empfänger: Salzburg: Erzstift. Siegler: S: Munich, Hans, zu Munichhausen
Erzstift Salzburg Urkunden, BayHStA, Erzstift Salzburg Urkunden 412
HU Salzburg 641; GU Tettelham 50
Erzstift Salzburg Urkunden
Erzstift Salzburg Urkunden >> 1501-1600
1530 April 26
Fußnoten:
1)
2) Tettelham (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein)
3) Halmberg (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein)
1)
2) Tettelham (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein)
3) Halmberg (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein)
Erzstift Salzburg Urkunden
Perg.
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: Sg. beschädigt
Überlieferung: Or.
Sprache: dt.
Vermerke: RV: Lit(era) reversales Johannes Munich occasione prefecture in Halbenburg 1530 C 8 ad 1
Originaldatierung: Erichtag nach sannd Georgen tag des heyligen ritter und marttrers 1530
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1530
Monat: 4
Tag: 26
Überlieferung: Or.
Sprache: dt.
Vermerke: RV: Lit(era) reversales Johannes Munich occasione prefecture in Halbenburg 1530 C 8 ad 1
Originaldatierung: Erichtag nach sannd Georgen tag des heyligen ritter und marttrers 1530
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1530
Monat: 4
Tag: 26
Munich: Hans, von Munichhausen\ Jägermeister, Salzburg
Munich: Hans, von Munichhausen\ Pfleger, Tettelham
Munich: Hans, von Munichhausen\ Pfleger, Halmberg
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Erzstift: Erzbischöfe\ Mathias
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Erzstift: Erzbischöflicher Rat
Munichhausen (wo?)
Tettelham (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein), Gericht: Pflege
Halmberg (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein), Gericht: Landgericht
Halmberg (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein): Burgstall
Halmberg (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein): Burgfrieden
Halmberg (Gde. Waging a. See, Lkr. Traunstein): Maierhof
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Erzstift: Hauptmannschaft
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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03.04.2025, 1:36 PM CEST
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