GS 5 - Evangelisches Pfarramt für Friedensarbeit, Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende (Bestand)
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GS 5
Landeskirchliches Archiv Stuttgart (Archivtektonik) >> G - Pfarrarchive >> Sonderpfarrämter (GS)
1955-2013
Einleitung: ===== Geschichtlicher Überblick =====
===== 1 Entstehung der Sonderpfarrstelle =====
Bis zur Einrichtung der Pfarrstelle beriet die Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK) Württemberg im Auftrag des Evang. Jungmännerwerks in Württemberg die Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen. Pfarrer Eugen Stöffler und Pfarrer Hermann Schäufele leisteten diese Arbeit nebenamtlich. Mit dem Schreiben vom 14.06.1967 (Bestellnr. 112) beantragt die EAK Württemberg beim Oberkirchenrat die Errichtung einer Pfarrstelle zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer und Ersatzdienstleistenden, mit der Begründung der Überlastung von Pfarrer Eugen Stöffler und Pfarrer Hermann Schäufele. 1973 wurde Hermann Schäufele zum ersten hauptamtlichen Pfarrer der neueingerichteten Sonderpfarrstelle ernannt. Im Jahr 1974 wird die von der württembergischen Landessynode beschlossene zweite Stelle beim Beauftragten der Evangelischen Landeskirche für Fragen der Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistenden mit einem Diakon bzw. pädagogischen Referenten besetzt.
===== 2 Dienstauftrag des Beauftragten und seine Aufgaben =====
Die Aufgaben des Beauftragten für Fragen der Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende, die in Zusammenarbeit mit dem Diakon und der Sekretärin erfolgten, werden im Dienstauftrag aus dem Jahr 1999 folgendermaßen beschrieben (Bestellnr. 182): Beratung und Begleitung von Kriegsdienstverweigerern, Seelsorge an Zivildienstleistenden, Planung und Durchführung von Rüstzeiten, Einzelseelsorge, Information und Beratung der landeskirchlichen Beistände in allen Fragen der Kriegsdienstverweigerung und des Zivildienstes, Mitverantwortung für die Information der Wehrpflichtigen, Förderung regionaler und überregionaler Friedensdienste sowie des Konzilliaren Prozesses, Kontakte mit Einrichtungen und Verbänden auf Landesebene, die ähnliche Aufgaben erfüllen, Mitarbeit in der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK) im Bereich der EKD. Das Pfarramt arbeitet im Auftrag des OKR in Abstimmung mit der EAK Württemberg, im Kontakt mit dem Diakonischen Werk Württemberg und mit der Jugendarbeit. Bis zur Auflösung im Jahr 1998 lag darüber hinaus die Verwaltung des KRFW (Kriegsdienstverweigerer Rechtshilfefonds Württemberg) im Zuständigkeitsbereich des Pfarramts.
===== Überblick über die Pfarrer, Diakone und der Vorsitzenden der EAK Württemberg =====
===== Pfarrer =====
Hermann Schäufele (1973-1986)
Harald Wagner (1986-1996)
Christoph Jäger (1996-2000)
Erwin Schäfer (1999-2000 - Übergangsdienstauftrag)
Ulrich Schmitthenner (2000-2013)
Joachim Schilling (seit 2013)
===== Diakone =====
Johannes Rau (1976-1981)
Siegfried Rupnow ([1981]-1986)
Herbert Schulz (1986-1997)
Hans-Dieter Weber (1998-[o.D.])
Silke Waibel [o.D.]
===== Vorsitzende der EAK Württemberg =====
Eugen Stöffler
Frieder Mörike
Ulrich Kadelbach
Friedrich Eberhard
Werner Fetzer
Jochen Vollmer
Hanns Günther
Jörg Rapp
Friedemann Bresch
===== Bestandsgeschichte =====
Im November 2013 wurde der Archivbestand durch den gegenwärtigen Stelleninhaber Joachim Schilling dem Landeskirchlichen Archiv Stuttgart zur Verwahrung übergeben. Im Frühjahr 2015 erfolgte eine kleinere Nachlieferung, die ausschließlich aus Akten der EAK Württemberg bestand. Im Auftrag des Friedenspfarramts der Evangelischen Landeskirche in Württemberg wurde von Judith Sutter in den Jahren 2014 und 2015 ein Archivinventar erstellt. Die historische Überlieferung des Sonderpfarramts gliedert sich in die Hauptgattungen Dienststelle, Betreuung von Kriegsdienstverweigerern, Arbeit der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung von Kriegsdienstverweigerern und Zivildienstleistenden Württemberg (EAK) und Fotosammlung. Dabei wurden Akten der EAK dort einem eigenen Abschnitt zugeordnet, wo die Provenienz eindeutig war. Akten vermischter Provenienzen wurden dem Pfarramt zugeordnet.
Der Bestand umfasst insgesamt 281 Verzeichnungseinheiten, was ca. 8 laufenden Regalmetern entspricht. Sein Erhaltungszustand ist sehr gut. Er hat eine Gesamtlaufzeit von 1955 bis 2013. Die ältesten Schriftstücke entstammen aus der Zeit, in der die Betreuung und Beratung der Kriegsdienstverweigerer in Württemberg ausschließlich von der EAK im Auftrag des Evangelischen Jungmännerwerks in Württemberg beraten wurden. Der Großteil der Akten unterliegt einer archivrechtlichen Sperrfrist (gemäß der Archivordnung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg), die jeweils im Archivinventar vermerkt ist. Die Fotografien wurden in die Fotodatenbank eingegliedert. Die zahlreich vorhandenen Druckerzeugnisse wurden der Landeskirchlichen Zentralbibliothek übergeben.
Einleitung: Bis zur Einrichtung der Pfarrstelle beriet die Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK) Württemberg im Auftrag des Evang. Jungmännerwerks in Württemberg die Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen. Pfarrer Eugen Stöffler und Pfarrer Hermann Schäufele leisteten diese Arbeit nebenamtlich. Mit dem Schreiben vom 14.06.1967 (Bestellnr. 112) beantragt die EAK Württemberg beim Oberkirchenrat die Errichtung einer Pfarrstelle zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer und Ersatzdienstleistenden, mit der Begründung der Überlastung von Pfarrer Eugen Stöffler und Pfarrer Hermann Schäufele. 1973 wurde Hermann Schäufele zum ersten hauptamtlichen Pfarrer der neueingerichteten Sonderpfarrstelle ernannt. Im Jahr 1974 wird die von der württembergischen Landessynode beschlossene zweite Stelle beim Beauftragten der Evangelischen Landeskirche für Fragen der Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistenden mit einem Diakon bzw. pädagogischen Referenten besetzt.
Die Aufgaben des Beauftragten für Fragen der Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende, die in Zusammenarbeit mit dem Diakon und der Sekretärin erfolgten, werden im Dienstauftrag aus dem Jahr 1999 folgendermaßen beschrieben (Bestellnr. 182): Beratung und Begleitung von Kriegsdienstverweigerern, Seelsorge an Zivildienstleistenden, Planung und Durchführung von Rüstzeiten, Einzelseelsorge, Information und Beratung der landeskirchlichen Beistände in allen Fragen der Kriegsdienstverweigerung und des Zivildienstes, Mitverantwortung für die Information der Wehrpflichtigen, Förderung regionaler und überregionaler Friedensdienste sowie des Konzilliaren Prozesses, Kontakte mit Einrichtungen und Verbänden auf Landesebene, die ähnliche Aufgaben erfüllen, Mitarbeit in der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK) im Bereich der EKD. Das Pfarramt arbeitet im Auftrag des OKR in Abstimmung mit der EAK Württemberg, im Kontakt mit dem Diakonischen Werk Württemberg und mit der Jugendarbeit. Bis zur Auflösung im Jahr 1998 lag darüber hinaus die Verwaltung des KRFW (Kriegsdienstverweigerer Rechtshilfefonds Württemberg) im Zuständigkeitsbereich des Pfarramts.
Hermann Schäufele (1973-1986)
Harald Wagner (1986-1996)
Christoph Jäger (1996-2000)
Erwin Schäfer (1999-2000 - Übergangsdienstauftrag)
Ulrich Schmitthenner (2000-2013)
Joachim Schilling (seit 2013)
Johannes Rau (1976-1981)
Siegfried Rupnow ([1981]-1986)
Herbert Schulz (1986-1997)
Hans-Dieter Weber (1998-[o.D.])
Silke Waibel [o.D.]
Eugen Stöffler
Frieder Mörike
Ulrich Kadelbach
Friedrich Eberhard
Werner Fetzer
Jochen Vollmer
Hanns Günther
Jörg Rapp
Friedemann Bresch
Im November 2013 wurde der Archivbestand durch den gegenwärtigen Stelleninhaber Joachim Schilling dem Landeskirchlichen Archiv Stuttgart zur Verwahrung übergeben. Im Frühjahr 2015 erfolgte eine kleinere Nachlieferung, die ausschließlich aus Akten der EAK Württemberg bestand. Im Auftrag des Friedenspfarramts der Evangelischen Landeskirche in Württemberg wurde von Judith Sutter in den Jahren 2014 und 2015 ein Archivinventar erstellt. Die historische Überlieferung des Sonderpfarramts gliedert sich in die Hauptgattungen Dienststelle, Betreuung von Kriegsdienstverweigerern, Arbeit der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung von Kriegsdienstverweigerern und Zivildienstleistenden Württemberg (EAK) und Fotosammlung. Dabei wurden Akten der EAK dort einem eigenen Abschnitt zugeordnet, wo die Provenienz eindeutig war. Akten vermischter Provenienzen wurden dem Pfarramt zugeordnet.
Der Bestand umfasst insgesamt 281 Verzeichnungseinheiten, was ca. 8 laufenden Regalmetern entspricht. Sein Erhaltungszustand ist sehr gut. Er hat eine Gesamtlaufzeit von 1955 bis 2013. Die ältesten Schriftstücke entstammen aus der Zeit, in der die Betreuung und Beratung der Kriegsdienstverweigerer in Württemberg ausschließlich von der EAK im Auftrag des Evangelischen Jungmännerwerks in Württemberg beraten wurden. Der Großteil der Akten unterliegt einer archivrechtlichen Sperrfrist (gemäß der Archivordnung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg), die jeweils im Archivinventar vermerkt ist. Die Fotografien wurden in die Fotodatenbank eingegliedert. Die zahlreich vorhandenen Druckerzeugnisse wurden der Landeskirchlichen Zentralbibliothek übergeben.
===== 1 Entstehung der Sonderpfarrstelle =====
Bis zur Einrichtung der Pfarrstelle beriet die Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK) Württemberg im Auftrag des Evang. Jungmännerwerks in Württemberg die Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen. Pfarrer Eugen Stöffler und Pfarrer Hermann Schäufele leisteten diese Arbeit nebenamtlich. Mit dem Schreiben vom 14.06.1967 (Bestellnr. 112) beantragt die EAK Württemberg beim Oberkirchenrat die Errichtung einer Pfarrstelle zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer und Ersatzdienstleistenden, mit der Begründung der Überlastung von Pfarrer Eugen Stöffler und Pfarrer Hermann Schäufele. 1973 wurde Hermann Schäufele zum ersten hauptamtlichen Pfarrer der neueingerichteten Sonderpfarrstelle ernannt. Im Jahr 1974 wird die von der württembergischen Landessynode beschlossene zweite Stelle beim Beauftragten der Evangelischen Landeskirche für Fragen der Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistenden mit einem Diakon bzw. pädagogischen Referenten besetzt.
===== 2 Dienstauftrag des Beauftragten und seine Aufgaben =====
Die Aufgaben des Beauftragten für Fragen der Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende, die in Zusammenarbeit mit dem Diakon und der Sekretärin erfolgten, werden im Dienstauftrag aus dem Jahr 1999 folgendermaßen beschrieben (Bestellnr. 182): Beratung und Begleitung von Kriegsdienstverweigerern, Seelsorge an Zivildienstleistenden, Planung und Durchführung von Rüstzeiten, Einzelseelsorge, Information und Beratung der landeskirchlichen Beistände in allen Fragen der Kriegsdienstverweigerung und des Zivildienstes, Mitverantwortung für die Information der Wehrpflichtigen, Förderung regionaler und überregionaler Friedensdienste sowie des Konzilliaren Prozesses, Kontakte mit Einrichtungen und Verbänden auf Landesebene, die ähnliche Aufgaben erfüllen, Mitarbeit in der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK) im Bereich der EKD. Das Pfarramt arbeitet im Auftrag des OKR in Abstimmung mit der EAK Württemberg, im Kontakt mit dem Diakonischen Werk Württemberg und mit der Jugendarbeit. Bis zur Auflösung im Jahr 1998 lag darüber hinaus die Verwaltung des KRFW (Kriegsdienstverweigerer Rechtshilfefonds Württemberg) im Zuständigkeitsbereich des Pfarramts.
===== Überblick über die Pfarrer, Diakone und der Vorsitzenden der EAK Württemberg =====
===== Pfarrer =====
Hermann Schäufele (1973-1986)
Harald Wagner (1986-1996)
Christoph Jäger (1996-2000)
Erwin Schäfer (1999-2000 - Übergangsdienstauftrag)
Ulrich Schmitthenner (2000-2013)
Joachim Schilling (seit 2013)
===== Diakone =====
Johannes Rau (1976-1981)
Siegfried Rupnow ([1981]-1986)
Herbert Schulz (1986-1997)
Hans-Dieter Weber (1998-[o.D.])
Silke Waibel [o.D.]
===== Vorsitzende der EAK Württemberg =====
Eugen Stöffler
Frieder Mörike
Ulrich Kadelbach
Friedrich Eberhard
Werner Fetzer
Jochen Vollmer
Hanns Günther
Jörg Rapp
Friedemann Bresch
===== Bestandsgeschichte =====
Im November 2013 wurde der Archivbestand durch den gegenwärtigen Stelleninhaber Joachim Schilling dem Landeskirchlichen Archiv Stuttgart zur Verwahrung übergeben. Im Frühjahr 2015 erfolgte eine kleinere Nachlieferung, die ausschließlich aus Akten der EAK Württemberg bestand. Im Auftrag des Friedenspfarramts der Evangelischen Landeskirche in Württemberg wurde von Judith Sutter in den Jahren 2014 und 2015 ein Archivinventar erstellt. Die historische Überlieferung des Sonderpfarramts gliedert sich in die Hauptgattungen Dienststelle, Betreuung von Kriegsdienstverweigerern, Arbeit der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung von Kriegsdienstverweigerern und Zivildienstleistenden Württemberg (EAK) und Fotosammlung. Dabei wurden Akten der EAK dort einem eigenen Abschnitt zugeordnet, wo die Provenienz eindeutig war. Akten vermischter Provenienzen wurden dem Pfarramt zugeordnet.
Der Bestand umfasst insgesamt 281 Verzeichnungseinheiten, was ca. 8 laufenden Regalmetern entspricht. Sein Erhaltungszustand ist sehr gut. Er hat eine Gesamtlaufzeit von 1955 bis 2013. Die ältesten Schriftstücke entstammen aus der Zeit, in der die Betreuung und Beratung der Kriegsdienstverweigerer in Württemberg ausschließlich von der EAK im Auftrag des Evangelischen Jungmännerwerks in Württemberg beraten wurden. Der Großteil der Akten unterliegt einer archivrechtlichen Sperrfrist (gemäß der Archivordnung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg), die jeweils im Archivinventar vermerkt ist. Die Fotografien wurden in die Fotodatenbank eingegliedert. Die zahlreich vorhandenen Druckerzeugnisse wurden der Landeskirchlichen Zentralbibliothek übergeben.
Einleitung: Bis zur Einrichtung der Pfarrstelle beriet die Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK) Württemberg im Auftrag des Evang. Jungmännerwerks in Württemberg die Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen. Pfarrer Eugen Stöffler und Pfarrer Hermann Schäufele leisteten diese Arbeit nebenamtlich. Mit dem Schreiben vom 14.06.1967 (Bestellnr. 112) beantragt die EAK Württemberg beim Oberkirchenrat die Errichtung einer Pfarrstelle zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer und Ersatzdienstleistenden, mit der Begründung der Überlastung von Pfarrer Eugen Stöffler und Pfarrer Hermann Schäufele. 1973 wurde Hermann Schäufele zum ersten hauptamtlichen Pfarrer der neueingerichteten Sonderpfarrstelle ernannt. Im Jahr 1974 wird die von der württembergischen Landessynode beschlossene zweite Stelle beim Beauftragten der Evangelischen Landeskirche für Fragen der Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistenden mit einem Diakon bzw. pädagogischen Referenten besetzt.
Die Aufgaben des Beauftragten für Fragen der Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende, die in Zusammenarbeit mit dem Diakon und der Sekretärin erfolgten, werden im Dienstauftrag aus dem Jahr 1999 folgendermaßen beschrieben (Bestellnr. 182): Beratung und Begleitung von Kriegsdienstverweigerern, Seelsorge an Zivildienstleistenden, Planung und Durchführung von Rüstzeiten, Einzelseelsorge, Information und Beratung der landeskirchlichen Beistände in allen Fragen der Kriegsdienstverweigerung und des Zivildienstes, Mitverantwortung für die Information der Wehrpflichtigen, Förderung regionaler und überregionaler Friedensdienste sowie des Konzilliaren Prozesses, Kontakte mit Einrichtungen und Verbänden auf Landesebene, die ähnliche Aufgaben erfüllen, Mitarbeit in der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK) im Bereich der EKD. Das Pfarramt arbeitet im Auftrag des OKR in Abstimmung mit der EAK Württemberg, im Kontakt mit dem Diakonischen Werk Württemberg und mit der Jugendarbeit. Bis zur Auflösung im Jahr 1998 lag darüber hinaus die Verwaltung des KRFW (Kriegsdienstverweigerer Rechtshilfefonds Württemberg) im Zuständigkeitsbereich des Pfarramts.
Hermann Schäufele (1973-1986)
Harald Wagner (1986-1996)
Christoph Jäger (1996-2000)
Erwin Schäfer (1999-2000 - Übergangsdienstauftrag)
Ulrich Schmitthenner (2000-2013)
Joachim Schilling (seit 2013)
Johannes Rau (1976-1981)
Siegfried Rupnow ([1981]-1986)
Herbert Schulz (1986-1997)
Hans-Dieter Weber (1998-[o.D.])
Silke Waibel [o.D.]
Eugen Stöffler
Frieder Mörike
Ulrich Kadelbach
Friedrich Eberhard
Werner Fetzer
Jochen Vollmer
Hanns Günther
Jörg Rapp
Friedemann Bresch
Im November 2013 wurde der Archivbestand durch den gegenwärtigen Stelleninhaber Joachim Schilling dem Landeskirchlichen Archiv Stuttgart zur Verwahrung übergeben. Im Frühjahr 2015 erfolgte eine kleinere Nachlieferung, die ausschließlich aus Akten der EAK Württemberg bestand. Im Auftrag des Friedenspfarramts der Evangelischen Landeskirche in Württemberg wurde von Judith Sutter in den Jahren 2014 und 2015 ein Archivinventar erstellt. Die historische Überlieferung des Sonderpfarramts gliedert sich in die Hauptgattungen Dienststelle, Betreuung von Kriegsdienstverweigerern, Arbeit der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung von Kriegsdienstverweigerern und Zivildienstleistenden Württemberg (EAK) und Fotosammlung. Dabei wurden Akten der EAK dort einem eigenen Abschnitt zugeordnet, wo die Provenienz eindeutig war. Akten vermischter Provenienzen wurden dem Pfarramt zugeordnet.
Der Bestand umfasst insgesamt 281 Verzeichnungseinheiten, was ca. 8 laufenden Regalmetern entspricht. Sein Erhaltungszustand ist sehr gut. Er hat eine Gesamtlaufzeit von 1955 bis 2013. Die ältesten Schriftstücke entstammen aus der Zeit, in der die Betreuung und Beratung der Kriegsdienstverweigerer in Württemberg ausschließlich von der EAK im Auftrag des Evangelischen Jungmännerwerks in Württemberg beraten wurden. Der Großteil der Akten unterliegt einer archivrechtlichen Sperrfrist (gemäß der Archivordnung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg), die jeweils im Archivinventar vermerkt ist. Die Fotografien wurden in die Fotodatenbank eingegliedert. Die zahlreich vorhandenen Druckerzeugnisse wurden der Landeskirchlichen Zentralbibliothek übergeben.
Evangelisches Pfarramt für Friedensarbeit, Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende
8 lfd. m
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
11.08.2025, 11:05 AM CEST