Konrad Hundfuß ("Huntfu/o/zz") der Alte, Bürger zu Ulm, bekennt, dass sein verstorbener Vater Konrad zu Lebzeiten für den Hauptaltar in der Pfarrkirche St. Marien ennet Feld außerhalb von Ulm [abgegangen, Bereich Alter Friedhof] einen jährlichen Zins von 30 Schilling Heller verschrieben hat. Davon erhalten der jeweilige Pfarrer in Ulm 1 Pfund und seine Gesellen zusammen 10 Schilling Heller. Diesen Zins, den er bisher bar bezahlt hat, verschreibt er nun auf folgenden Besitzungen: 1 Pfund und 40 Heller gefallen von der Badestube der Ulerin bei der Herdbrücke ("Hertbrugg") [abgegangenes sogenanntes Ulen- oder Krambad, Bereich Herdbruckerstraße 6] und 7 Schillinge weniger 4 Heller von dem Keller der Löwin ("Leowin") am Markt unter dem Haus des Goldschmieds Georg, und zwar zur Hälfte an Weihnachten und zur Hälfte am 24. Juni ("ze sant Johans tag ze su/e/nwenden"). Dafür sollen der Pfarrer und seine Gesellen einen Jahrtag für den Stifter jeweils am 4. Juli ("vff sant Vlrichs tag") bzw. ein oder zwei Tage vor- oder nachher in der Pfarrkirche begehen. Bei Säumnis fällt der Zins im betreffenden Jahr an das Bauamt der Pfarrkirche.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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