Nachlass Keim, Josef (geb. 1887) (Bestand)
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BS N 6
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1914-1918
Vorwort: Josef Hermann Keim, Rittmeister der 1. bayer. Train-Abteilung, wurde am 2.5.1887 in Speyer (Rheinland-Pfalz) geboren. Am 9.7.1908 trat er als Fähnrich der 1. Train-Abteilung der Baye-rischen Armee bei. Vor dem Krieg wechselte er zur Bespannungsabteilung des 1. Telegrafen-Bataillons. Nach Eintritt der Mobilmachung diente er in der Proviant-Kolonne 5 des I. bayerischen Armee-Korps und beim Brücken-Train 1 der 1. bayer. Infanterie-Division, bevor er am 10.11.1914 einen Sturz erlitt und in das Lazarett Bad Reichenhall (Lkr. Berchtesgadener Land) musste. Von Mitte Januar bis Jahresende 1915 wurde er zum Korpsbrückentrain des I. bayerischen Armee-Korps versetzt. Nach einem weiteren Lazarettaufenthalt kam er Mitte April 1915 zur 1. bayerischen Train-Ersatz-Abteilung. Am 29.4.1915 wurde er Führer der bayerischen Etappen-Fuhrpark-Kolonne 11, bevor er am 11.7.1915 wegen einer Blinddarmentzündung ein drittes Mal in einem Lazarett versorgt wurde, diesmal in Tilsit (Ostpreußen, seit 1946 Sowetsk (Kaliningrad)). Am 13.8.1915 wurde er zum Kommandeur der Etappen-Hilfsbäckerei-Kolonne 131 ernannt. Am 13.3.1916 kam er als Adjutant zur Munitions-Kolonne der Abteilung 10 der 8. Armee und dann am 1.6.1916 zum Generalkommando des I. bayerischen Armee-Korps. Am 5. 7.1916 wurde er zum Kommandeur der bayerischen Etappen-Fuhrpark-Kolonne 512, am 9.4.1918 zum Kommandeur der bayerischen Leichten Munitions-Kolonne 151 beim 9. bayerischen Feld-Artillerie-Regiments ernannt. Am 20.5.1918 schließlich erfolgte die Versetzung zum stellvertretenden Generalkommando des I. bayerischen Armee-Korps. (Quelle: KrStR 14696, Eintrag 24) Josef Keim nahm an den folgenden Gefechtshandlungen bzw. Aufenthalten im Kriegsgebiet teil: 1914: 10.-13.8.1914: Gefechte bei Badonviller (Dep. Meurthe-et-Moselle, Frankreich) 14.8.1914: Gefecht an der Vezouse (Fluss im Dep. Meurthe-et-Moselle, Frankreich) 18.-19.8.1914: Gefecht bei Saarburg (=Sarrebourg, Dep. Moselle, Frankreich) 20.-22.8.1914: Schlacht in Lothringen 22.8.-14.9.1914: Schlacht vor Nancy (Dep. Meurthe-et-Moselle)-Épinal (Dep. Vosges, Frankreich) 23.9.-6.10.1914: Schlacht an der Somme (Fluss im Norden Frankreichs) 7.-10.10.1914: Stellungskämpfe westlich Saint-Quentin (Dep. Aisne, Frankreich) 11.10.1914-31.1.1915: Stellungskämpfe an der Somme 1915: 11.10.-31.1.1915: Stellungskämpfe an der Somme 1.2.-31.12.1915: Vormarsch in Kurland (historische Landschaft im Westen von Lettland)-Schaulen (Šiauliai, Litauen) 1916: 26.7.-9.8.1916: Schlacht bei Baranowitschi (=Baranawitschy, Weißrussland)-Gorodischtsche (=Horodyschtsche,Weißrussland) 10.8.-8.11.1916: Stellungskämpfe an der oberen Schtschara (Nebenfluss der Memel in Weißrussland)-Serwetsch (linker Nebenfluss der Memel in Weißrussland) 9.-10.11.1916: Gefecht bei Skrobowo (Weißrussland) 11.11.1916-11.11.1917: Stellungskämpfe an der oberen Schtschara (Nebenfluss der Memel in Weißrussland)-Serwetsch (linker Nebenfluss der Memel in Weißrussland) 1917: 11.11.1916-11.11.1917: Stellungskämpfe an der oberen Schtschara-Serwetsch 12.11.1917: Gefecht bei Wygodo (=Vyzorok (?), Weißrussland) 13.11.1917-10.2.1918: Während Waffenruhe und Waffenstillstand im Kriegsgebiet (Jermutowzy (=Hirmantaŭcy, Weißrussland)) und ab 11.2.1918: in Mittiwicze (=Mitskevichi, Weißrussland) aufgehalten 1918: 13.11.1917-10.2.1918: Während Waffenruhe und Waffenstillstand im Kriegsgebiet (Jermutowzy (=Hirmantaŭcy, Weißrussland)) und ab 11.2.1918: in Mittiswicze (=Mitskevichi, Weißrussland) aufgehalten 16.4.-20.5.1918: große Schlacht in Frankreich 16.4.-4.5.1918: Kämpfe zwischen Somme und L'Avre (Fluss zwischen Amiens und Roye, Dep. Somme, Frankreich) 24.-26.4.1918: Schlacht an La Luce (Fluss südlich Corbie, Dep. Somme, Frankreich) und L'Avre 10.-20.5.1918: Ausbildung hinter der Front der 2. Armee Beförderungen erhielt Josef Keim zum Fähnrich (9.7.1908), zum Leutnant der Reserve (23.10.1910), zum Oberleutnant (1.6.1915) und schließlich zum Rittmeister (19.8.1919). Der Bildnachlass von Josef Keim besteht aus 204 Nitrocellulose-Negativen im Format 6 x 6 cm, geordnet in 21 Serien zu jeweils bis zu 11 Einzelnegativen. Die Nitrocellulose-Negative sind in zugeschnittene Papiertaschen eingesteckt, auf denen sich maschinenschriftlich knappe Bildbeschreibungen befinden. Diese zugeschnittenen Papiertaschen wiederum sind in pergaminartige Taschen im Format 9,5 cm x 7 cm eingesteckt. Jeder dieser pergaminartigen Taschen ist ein ein zusammengefaltetes Blatt Papier beigefügt, das maschinenschriftliche Bildbeschreibungen zu den einzelnen Negativnummern enthält. In einigen Fällen steckt auch der Kontaktabzug eines Negativs in der Pergamintasche, meistens mit einer handschriftlichen beschreibenden Notiz auf der Rückseite. Die Fotografien Josef Keims dokumentieren den Ersten Weltkrieg über die Aufenthaltsorte, an die ihn die Kriegseinsätze führten. Seine Stellung als Offizier und vor allen Dingen seine speziellen Aufgabengebiete bringen es mit sich, dass keine Bilder vom direkten Kriegsgeschehen überliefert sind. Keim fotografiert beinahe "touristisch" und vor dem Hintergrund des zeitgemäßen Weltbildes. Viele Fotografien zeigen Menschen und Tiere, vor allem während seines Kriegseinsatzes an der Ostfront. In Bezug auf Josef Keim hervorzuheben ist sein Einsatz im (Brücken-)Train und im Etappen-Fuhrpark bzw. später in der Munitions-Kolonne. Der Tatsache, dass er ab August 1915 volle sieben Monate der Etappen-Hilfsbäckerei-Kolonne 131 als Führer vorstand, sind einige bemerkenswerte Aufnahmen von Feldbackstuben zu verdanken, die sich in anderen Bildbeständen möglicherweise nicht finden lassen. Stolz ist Josef Keim vor allem auf die unter seiner Regie gebauten Knüppeldämme, was er in Bild und Bildbeschreibung deutlich zum Ausdruck bringt. Besonders sehenswerte Aufnahmen erhielten im Zuge der Verzeichnung den Vermerk "bemerkenswerte Aufnahme" im Feld "Interne Bemerkungen:" Bestellweise bzw. Archivsignatur: BayHStA, BS N 6 / Serie - Best.Nr. (z.B. "BayHStA, BS N 6/1-1" oder "BayHStA, BS N 6/22-9") München, 23.3.2021 Heinz-Jürgen Weber
Nachlass Keim, Josef (geb. 1887)
204
Bestand
Bilder
Sprache der Unterlagen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:05 MESZ
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