Gebrüder Konrad und Jakob Berger von Gundeltzen (=Gundholzen) in der Höri am Untersee haben von Stefan Wolgemut, bischöflich konstanzischem Geheimem Rat und Obervogt in Meersburg ein Kapital von 150 fl Reichswährung erhalten, wofür sie ihm einen jährlichen, zu St. Johann Baptist fälligen Zins von 7 1/2 fl verkauft haben. Sie verpfänden dafür ihren sechsten Teil "schuoppis" genannt des Lüpen "schuoppis", aus dem jährlich dem Bischof in das Schloß Gaienhofen der Grund- und "schuoppis" Zins sowie Steuer und Zehnt gezahlt wird. Das Anwesen ist bereits mit einem Kapital von 40 fl des Spitals von Radolfzell belastet. Verpfändet werden ferner Ackerstücke hinter Lebern, in der Senten, vor Halden, ob Iznanger Brunnen sowie eine Wiese unter dem Häglin.
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Gebrüder Konrad und Jakob Berger von Gundeltzen (=Gundholzen) in der Höri am Untersee haben von Stefan Wolgemut, bischöflich konstanzischem Geheimem Rat und Obervogt in Meersburg ein Kapital von 150 fl Reichswährung erhalten, wofür sie ihm einen jährlichen, zu St. Johann Baptist fälligen Zins von 7 1/2 fl verkauft haben. Sie verpfänden dafür ihren sechsten Teil "schuoppis" genannt des Lüpen "schuoppis", aus dem jährlich dem Bischof in das Schloß Gaienhofen der Grund- und "schuoppis" Zins sowie Steuer und Zehnt gezahlt wird. Das Anwesen ist bereits mit einem Kapital von 40 fl des Spitals von Radolfzell belastet. Verpfändet werden ferner Ackerstücke hinter Lebern, in der Senten, vor Halden, ob Iznanger Brunnen sowie eine Wiese unter dem Häglin.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 1433
fasc. 004 n. 02
B 522 II U 1347
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
1574 Juni 25 (den fünfundtzwainzigisten monnats tag Juni)
37,4 x 65,5 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Gebrüder Konrad und Jakob Berger von Gundeltzen (=Gundholzen) in der Höri am Untersee
Empfänger: Stefan Wolgemut, bischöflich konstanzischer Geheimer Rat und Obervogt in Meersburg
Siegler: Kaspar von Ulm zu Wangen, bischöflich konstanzischer Vogt in Gaienhofen, Hans Beck genannt Frey, Bürgermeister in Radolfzell
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., abg.
Vermerke: Rückvermerk, demzufolge von dem Kapital 100 fl dem Spital Bregenz, 50 fl dem Kloster Weingarten zustehen.
Empfänger: Stefan Wolgemut, bischöflich konstanzischer Geheimer Rat und Obervogt in Meersburg
Siegler: Kaspar von Ulm zu Wangen, bischöflich konstanzischer Vogt in Gaienhofen, Hans Beck genannt Frey, Bürgermeister in Radolfzell
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., abg.
Vermerke: Rückvermerk, demzufolge von dem Kapital 100 fl dem Spital Bregenz, 50 fl dem Kloster Weingarten zustehen.
Beck, Hans, genannt Frey, Bürgermeister
Berger, Jakob
Berger, Konrad
Frey, Hans
Ulm, Kaspar von
Wolgemut von Mutburg, Stefan
Bregenz, Vorarlberg [A]; Spital
Gaienhofen KN; Schloss
Gaienhofen KN; Vogt
Gundeltzen = Gundholzen : Gaienhofen KN
Gundholzen : Gaienhofen KN; Einwohner
Gundholzen : Gaienhofen KN; Flurstücke
Höri, Halbinsel im Bodensee
Iznang : Moos KN
Konstanz KN; Bistum, Geheime Räte
Meersburg FN; Obervogt
Radolfzell am Bodensee KN; Bürgermeister
Radolfzell am Bodensee KN; Spital
Untersee
Wangen : Öhningen KN; Einwohner
Weingarten RV; Kloster
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:24 MEZ
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