Bürgermeister, Rat und Bürgerschaft der Reichsstadt Lindau ("Lindow") wurden zusammen mit anderen Städte, die derzeit die Herrschaft Hohenberg [Ruine Oberhohenberg bei Schörzingen Stadt Schömberg/Zollernalbkreis] als Pfand innehaben, von der Gräfin Anna von Zollern [Burg Hohenzollern bei Zimmern Gde. Bisingen/Zollernalbkreis] geborene von Sulz [a. Neckar/Lkr. Rottweil] vor das königliche Hofgericht in Rottweil geladen. Nachdem nun aber die Reichsstadt Lindau keinerlei Anteil an dieser Pfandschaft und an den davon gefallenden Einkünften hat, sondern nur deshalb in dem Pfandbrief erwähnt wurde, weil sie damals Mitglied der Vereinigung der Reichsstädte in Schwaben war, sind Bürgermeister und Rat von Lindau der Ansicht, dass sie von dieser Ladung nicht betroffen sind. Für alle Fälle ernennen sie aber den Ulmer Ratsherren Georg Löw ("Leo") und den Biberacher Ratsherren Ulrich von Essendorf [Unteressendorf Gde. Hochdorf/Lkr. Biberach] zu ihren Bevollmächtigten und erteilen ihnen alle notwendigen Vollmachten, um im Bedarfsfall die Interessen der Reichsstadt Lindau im Streit mit der Gräfin von Zollern vor dem Hofgericht zu vertreten.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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