Die Klage richtet sich gegen einseitige Eingriffe der Beklagten in gemeindliche Rechte, nämlich Eingriffe in den Burtscheider Allmendbesitz (durch Anweisung von (teilweise steuerfreiem) Land aus dem Gemeinbesitz, von (Mit-)Nutzungsrechten an Weidgang und Holz), Nichtentrichtung eines vertraglich vereinbarten Anteils an den Steuern, Ansetzung Fremder in gemeindliche Ämter unter Ausschaltung der gemeindlichen Kontrollrechte (Rechnungslegung, Amtsausübung) und ähnliches. Am 27. Mätz 1735 entschied das RKG in jedem der beklagten Einzelfälle. Danach Streit um die Ausführung des Urteils.
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Die Klage richtet sich gegen einseitige Eingriffe der Beklagten in gemeindliche Rechte, nämlich Eingriffe in den Burtscheider Allmendbesitz (durch Anweisung von (teilweise steuerfreiem) Land aus dem Gemeinbesitz, von (Mit-)Nutzungsrechten an Weidgang und Holz), Nichtentrichtung eines vertraglich vereinbarten Anteils an den Steuern, Ansetzung Fremder in gemeindliche Ämter unter Ausschaltung der gemeindlichen Kontrollrechte (Rechnungslegung, Amtsausübung) und ähnliches. Am 27. Mätz 1735 entschied das RKG in jedem der beklagten Einzelfälle. Danach Streit um die Ausführung des Urteils.
AA 0627, 684 - B 1873/5692
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1724-1737 (1351-1738)
Enthaeltvermerke: Kläger: Gemeindsverordnete des Dorfes und der Herrlichkeit Burtscheid für sich und namens der Nachbarn und ganzer Gemeinde Beklagter: Äbtissin und Kapitularinnen der Abtei Burtscheid; Meier, Vogtei-Statthalter und Gericht zu Burtscheid sowie die Erben der ehemaligen Nachbarforstmeister, des Burtscheider Schöffen und Gerichtssekretärs Antonius a Campo und des Burtscheider Schöffen Jakob Moll; 1726 als Interessent Bürgermeister und Rat der Stadt Aachen Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Rudolf Sachs 1724 - Subst.: Dr. G. M. Hoffmann - Lic. Johann Melchior Deuren 1730 - Subst.: Lic. Johann Leonhard Krifft Prokuratoren (Bekl.): Lic. Wilhelm Heeser [1713] 1724 - Subst.: Dr. Joh. Henrich Dietz - Dr. Johan Adolf Brandt 1725 - Subst.: Dr. J. Goy - Dr. Johan Adolf Brandt 1735 - Subst.: Lic. Johann Franz Wolff - für Aachen: Lic. Franz Peter Jung [1702] 1726 - Subst.: Dr. Hoffmann Prozeßart: Mandati de restituendo bona ablata et donata cum arboribus ... cum clausula, 1725 außerdem: mandatum ulterius de restituendo, amplius non turbando, sed ordinariam juris viam procedendo sine clausula Instanzen: RKG 1724-1737 (1351-1738) Beweismittel: Vergleich zwischen der Abtei, den Schöffen und der Gemeinde von Burtscheid, 1677 (61). Weiterer Vergleich zwischen Äbtissin und Gemeinde, 1677, wegen der Schweinetrift in die Eckern (62). Auszug aus dem Protokoll des Gerichts Burtscheid 1717: Protokollierung der Schenkungsurkunde der Äbtissin Anna Carola Margaretha von Renesse zu Elderen für Antonius a Campo, 1717, wobei ihm wegen der Kosten der Melioration des Ödlandes von 17 18 ab für 12 Jahre die gemeinschaftl. Lasten erlassen werden und er danach nur ein Drittel des Schatzes zu Behuf der Gemeinde zu zahlen hat (63f.). Aussagen Aachener Bierbrauer und anderer, langjährige Bierlieferungen von Aachen nach Burtscheid betr., ohne daß der Äbtissin dafür hätten Abgaben gezahlt werden müssen, und von Burtscheider Bier- und Weinzapfern, 1724 (161-168). Proteste der Gemeinde gegen den weiteren Verkauf von Brennholz durch die 3 Förster, 1724 (187f. und 189f.). Auszüge aus den Schatzlisten der Herrschaft Burtscheid von 1683-1685 (220-222). Aussage des zurückgetretenen Statthalters Winand Messen, daß er 1688 das Statthalter- und Forstmeisteramt der Herrschaft Burtscheid angetreten und bis Dez. 1707 innegehabt hat, und über seine jährl. Einkünfte aus dem Oberbusch, 1725 (235f.). Auszug aus dem im Protokoll- und Mannbuch des Herzogtums Limburg befindl. Original-Verkaufsbrief der Erbvogtei zu Burtscheid, 1648 (318f.). Bd. 2: Übertragung von Dorf und Gericht Burtscheid (Donatio pagi Porcetani) durch Äbtissin Mechthild auf die Stadt Aachen, 23. Okt. 1351 (26-32). Materialkosten für die Reparatur des Kirchturms zu Burtscheid, 1729 (83). Aussage der Zimmerleute und Mühlenmacher, zahlreiche im Burtscheider gemeinen Wald stehende “abständige” Eichen betr., 1730 (84f.). Notariatsinstrument betr. die Reparatur des Kirchturms der Burtscheider Pfarrkirche St. Michael, 1730 (86f., 88f.). Bericht des Schöffenstuhls Aachen an das RKG 1734 in Sachen Konrad Klermondt und Gemeindeverordnete ./. Bierakzisepächter und Schöffe Peltzer (Pelser) und Konsorten (241-261). Burtscheider Schatzliste 1733-1734, Erbschatz 1733-1734 und Rechnung des Schatzhebers Johann Nullman 1733- 1735 (Einwohnerliste!) (329-358). Notariatsinstrument, 1735, das Pflastern (Paveyen) der Küpfersgasse zu Burtscheid betr. (363f.). Notariatsinstrument, 1736, den weiteren Ungehorsam von Äbtissin und Gericht gegen das RKG-Urteil vom 23. März 1735 betr. (365f.). Aus-545 zug aus dem vor dem Aachener Schöffenstuhl geführten Prozeß Abraham a Campo, Forstmeister zu Burtscheid ./. Procurator Fisci der Herrschaft Burtscheid, Joh. Langendorff, 1731, mit Auszug aus dem Protokollbuch des Gerichts Burtscheid, das Wald- und Vroiggericht und seine Zuständigkeit betr. (368f.). Beschreibung: 2 Bde., 14,5 cm; Bd. 1 : 7 cm, 323 Bl., lose; Q 1 - 64, 1 Beilage (niederländ.); Bd. 2: 7,5 cm, 382 Bl., lose; Q 65 - 119, es fehlen Q 67, 119, 37 Beilagen, davon 35, deren Übergabe im Protokoll ohne Quadrangelvergabe verzeichnet ist, 2 prod. 5. Feb. 1738. Q 110 bildete bis Feb. 1985 den RKG-Nachtrag 16 (B 85).
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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11.05.2026, 9:29 AM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Archival tectonics)
- 1.4. Reichsbehörden (Archival tectonics)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Archival tectonics)
- Reichskammergericht AA 0627 (Archival tectonics)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Archival holding)
- 2. Buchstabe B (Classification)