Nachlass Meyer, Albert (Bestand)
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NL Meyer Albert
Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Beständetektonik des Bayerischen Hauptstaatsarchivs >> 5 Abteilung V: Nachlässe und Sammlungen >> 5.1 Nachlässe und Familienarchive >> 5.1.2 Nachlässe >> Nachlässe L - P
1946-2004
Vorwort: Persönliche Informationen Dr. h. c. Albert Meyer, CSU MdL, Staatssekretär Geb. 31.03.1926 in Schweinfurt, gest. 26.11.2020 in Haßfurt. Verheiratet seit dem 23.01.1971 mit Ursula, geb. Rupp (1940-2011). Albert Meyer besuchte die Volksschule und das Gymnasium in Schweinfurt. 1943 wurde er als Luftwaffenhelfer in die Wehrmacht eingezogen. 1946 - 1949 studierte er Volkswirtschaft und Rechtswissenschaft an der Universität Erlangen und legte 1954 die große juristischen Staatsprüfung ab. 1955 trat er in die bayerische Finanzverwaltung ein (bis 1970). Politischer Werdegang 1947 bis 1954 war er Mitglied und Kreisvorsitzender in der Bayernpartei. 1956 trat er in die CSU ein und war 1961-1966 Bezirksvorsitzender der Jungen Union (JU) Unterfranken. 1967-1971 war er Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Haßfurt, zugleich Mitglied im Bezirksvorstand der CSU Unterfranken und von 1971-1993 Bezirksvorsitzender. In dieser Eigenschaft war er auch Mitglied des Landesvorstands der CSU. Seit 1993 bis zu seinem Tod 2020 war er Ehrenvorsitzender des Bezirksverbands Unterfranken. Vom 02.12.1966 bis 27.09.1998 war er durch ein Direktmandat für die CSU Mitglied des Bayerischen Landtags, Stimmkreis Haßberge. 1974-1993 war Meyer Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen. Außerdem war er Vorsitzender des BRK-Bezirksverbandes Unterfranken und Vorsitzender des Kolping-Bildungswerkes e.V. Unterfranken. Auszeichnungen: 1974: Bayerischer Verdienstorden 1976: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 1981: Bayerische Verfassungsmedaille in Silber 1981: Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland mit Stern 1987: Bayerische Verfassungsmedaille in Gold 1989: Ehrenpromotion der juristischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg Zum Bestand: Der Nachlass wurde von Albert Meyer 2001 an das Bayerische Hauptstaatsarchiv abgegeben und summarisch verzeichnet. Nach seinem Tod Ende 2020 und einer weiteren Abgabe durch die Erben wurde der Bestand Anfang 2021 abschließend erschlossen. Er umfasst 285 Akten. Der Bestand spiegelt Meyers Leben in einer langen politischen Tätigkeit wieder und enthält Vorgänge aus seiner Amtszeit als Staatssekretär und als Landtagsabgeordneter für seinen Stimmkreis Haßberge. Ein Teil des Nachlasses enthält Akten seines Engagements in der CSU, im Bayerischen Roten Kreuz und im Kolping-Bildungswerk. Die Gliederung und Einordnung der Korrespondenz wurde im Wesentlichen ohne Veränderung der vorgefundenen Ordnung übernommen. Besonders hervorzuheben ist, wegen seiner ungefilterten Überlieferung, der Teilbestand seiner Mitgliedschaft in der Bayernpartei bis 1954. Er zeigt auf, wie sich nach dem 2. Weltkrieg in der jungen Generation christlich-konservative Kreise in Unterfranken unabhängig von der CSU bildeten. Albert Meyer fand seine politische Heimat zunächst in der Bayernpartei. Jedoch führten interne Streitereien, die Dominanz des Parteivorsitzenden und auch der Einfluss von Fritz Schäffer, der ein Freund des Vaters von Albert Meyer war, zum Austritt aus der Bayernpartei 1954 und schließlich zum Eintritt in die CSU 1956, in der er seine künftige politische Karriere erlebte. Sandra Karmann
Nachlass Meyer, Albert
N.N.
285
Bestand
Akten
ger
Nr. 218 ist nicht vergeben. Benutzungseinschränkungen: Archivgesetzliche Schutzfristen (allgemeine Schutzfrist und personenbezogene Schutzfristen) gelten noch. 1 Datensatz im Kapitel 14 ist aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht für die Onlinestellung geeignet. Eine Einsichtnahme in das vollständige Findbuch in den Räumen des Bayerischen Hauptstaatsarchivs ist möglich.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:05 MESZ