Parteien: Anton Ulrich von Haxthausen, braunschweig-wolfenbüttelscher Kammerjunker und Leutnant der Leibgarde gegen Graf Maximilian Karl von Löwenstein-Wertheim-Rochefort, ksl. Geheimer Rat und Gesandter im Reich, dessen Keller (d. i. Amtsverweser Johann Melchior Heydt) zu Habitzheim, Schultheiß (Jörg Herbert), Jäger und Untertanen in Großenzimmern (Groß-Zimmern) und angehörigen Orten Vertreter: Dr. Johann Ulrich Zeller 1701 subd. Dr. Johann Paul Fuchs 1701 Lic. Johann Philipp Nidderer 1701 (1693) subd. Lic. Franz Konrad Steinhausen 1701 (1693) Gegenstand: mandati de non via vacti sed iuris procedendo sine, de non amplius turbando vero cum clausula Übergriff auf kläg. Schäferei in Dilshofen bei Reinheim und zugehöriges Jagdrecht ("Hetzen und Jagen") durch Veranstaltung einer Jagd mit löwensteinischen Jägern und Bauern, bei welcher auch dortiger freiadeliger unmittelbarer Hof durchsucht wurde. Einwand, das str. Hof keine eigene Markung besitzt, sondern teilweise auf Markung des hessen-darmstädtischen Ober-Ramtadt und teilweise auf Markung Spachbrücken im Gebiet der löwensteinischen Herrschaft Habitzheim liegt. Bisher war Bekl. alleiniger Inhaber der Jagd- und Schäfereigerechtigkeit auf ganzer Markung Spachbrücken, während Kl. erst neuerdings Schäferei anlegte und Schaftrieb auf Gemarkungen von Spachbrücken, Zeilhard und Groß-Zimmern beansprucht. Schmähung des Bekl. vor dessen eigenen Untertanen durch Kl. u.a. mit den Worten, er sei "nur ein Grad" höher als er, und Verprügeln des mitbekl. Schultheißen von Großenzimmern, weil er mit Hunden an kläg. Schäferei vorbeizog.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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