Urkunde 4b
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5WV 021B Stift St. Goar Stift St. Goar
Stift St. Goar >> Urkunden
28.9.1350
Regest: Boemundus archidyconus Treverensis, als "executor" der folgenden Angelegenheit zusammen mit dem Propst der Trierer Kirche und dem Sakristan (sacrista) der Kirche von Avignon (eccl. Avinionensis) beauftragt, an Dechant und Kapitel und die übrigen Kanoniker und Personen der Kirche St. Goar in der Diözese Trier sowie an alle, die in der Kirche von St. Goar Dignitäten und Personate verwalten oder irgendwelche Ämter innehaben usw.: Vor ihm sei Wernerus Winandi de Bridal (Briedel, Kreis Zell), Priester der Diözese Trier, erschienen, dem Papst Sixtus aus besonderer Gunst ein geistliches Benefizium mit oder ohne Cura zugesichert habe, das von altersher weltlichen Klerikern verliehen zu werden pflegte und das der Kollatur von Abt und Konvent des Klosters Prüm unterliege. Wernerus habe gebeten, ihm die in der Kirche von St. Goar durch den Tod den Magisters Albertus, des Schreibers des Grafen Wilhelmus vom Katzinellenbogen, freigewordene Pfründe zu übertragen. Er übertrage ihm hiermit diese Pfründe und fordere Dechant und Kapitel von St. Goar usw. auf, den genannten Wernerus oder seinen Prokurator in den Genuss der Pfründe zu setzen. Da er selbst durch andere Geschäfte nicht dazu in der Lage sei, beauftragt Boemundus Dechant und Scholaster der Kirche St. Maria und St. Martiu zu (Ober)Wesel und den "ebdomadarius Sive rector" in St. Goar, ferner die Plebane der Kirchen von Bacharach und Boppard mit der Durchführung dieser Angelegenheit bei dem Stift St. Goar. Auf der Rückseite ist der Vermerk eingetragen, Dass die Bekanntmachung dieser Provision durch Ensfridus canonicus Bopardiensis in der Kirche bekannt gemacht sei, was dieser unter seinem Siegel (abgefallen) bekundet. (die XXVIII mensia Septembria) Org. Pap.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:51 MEZ