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Hofstaat und Erziehung der Prinzen und Prinzessinnen
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 21 Oberhofmarschallamt
Oberhofmarschallamt >> 3 Hofstaat und Erziehung der Prinzen und Prinzessinnen
1741-1743
Reise des Herzogs (Landprinzen) Karl Eugen und seiner beiden Brüder nach Berlin 1741
1) Reise der 3 Prinzen vom Hohentwiel nach Tuttlingen und Urach, Abreise nach Berlin, deshalb getroffene Veranstaltungen,
mitgegebene Mobilien, Instruktion für den mit der Oberaufsicht über den Hofstaat der Prinzen betrauten Oberschenken Baron
Schenk von Geyer 1741/42.
Enthält u.a.:
- Zwei Verzeichnisse von Silbergeschirr und -besteck, das die Prinzen auf ihre Reise mitgenommen haben (vgl. 2), 3).
2) Akten, betr. die Ökonomie der Prinzen in Berlin (Service, Weine etc.) 1741/43.
Enthält u.a.:
- Verzeichnis von Mobiliar, das die drei Prinzen bei ihrer Abreise nach Berlin am 27. November 1743 mitgenommen haben: Silbergeschirr und -besteck, Zinngeschirr, Tafelzeug; o.D.
3) Akten, betr. die Silberkammer 1741/43.
Enthält u.a.:
- Verzeichnis des während des Berliner Aufenthalts durch den Goldschmied Müller angefertigten Silberservice; 19. Mai 1742.
- Verzeichnis von Silber- und Porzellangeschirr bzw. -besteck und Tafelzeug, das dem Heiducken Körbel übergeben wurde, der wegen Krankheit des Lakaien Jäcke dessen Aufgabe eines Silberdieners übernehmen soll; 27. März 1743.
- Verzeichnis von Mobiliar, das die drei Prinzen 1741 auf ihre Berliner Reise mitgenommen haben: Silber- und Porzellangeschirr und -besteck sowie Tafelzeug. O.D.
4) Berliner Mobilien-Inventarium 1741/43.
Aufstellung von Mobiliar und Hausgerät, das für die fürstliche Hofökonomie während der Berlinreise angeschafft und aus der Reisekasse bezahlt wurde: U.a. Möbel (Tische, Kästen bzw. Schränke, Betten, Kommoden, Nachtstühle u.a.), Textilien (Tafelzeug, Bettzeug, Matratzen u.a.), Kupfer-, Messing-, Eisen-, Blech-, Holz-, Keramik-, Silber- und Porzellangeschirr, Goldwaage, Schatullen, Bücher, Landkarten, Glaswaren (Kristall- und sonstige Gläser, Karaffen, Flaschen, z. T. mit Vergoldungen), Küchengerät aus Eisen, Kupfer und Blech, Kübelgeschirr; 1741-1743. 99 fol.
5) Berliner Reiserechnungs-Extrakt 1741/42.
6) Akten, betr. die bei der Berliner Hofökonomie gehaltenen Traktamente 1743/44.
7) Akten, betr. die von den 3 Prinzen nach Berlin mitgenommene hohe und niedere Dienerschaft, auch deren Livrée 1741/42.
8) Die von den 3 Prinzen bei ihrer Abreise nach Berlin im fürstlichen Schloß zu Stuttgart hinterlassenen Effekten und Pretsiosen
deren Beschreibung und Verwahrung 1741/43.
Enthält u.a.
- Dekret über die Anlage eines Verzeichnisses der von den drei Landprinzen hinterlassenen Pretiosen und Effekten und deren Umlagerung in verschließbare Räume; 15. September 1741. - Verzeichnis der Pretiosen in den Garderoben und Schlafzimmern der drei Prinzen: u.a. Tabatièren und Dosen aus Silber, Schildpatt, Perlmutt, Email und Steinen (z. T. mit eingearbeiteten Miniaturporträts), Goldringe mit Edelsteinen, goldene Hemdknöpfe mit Brillianten, Petschaft aus Karneol und Gold, goldenes Tintenfass, Goldenes-Vließ-Ordenskette in einem schwarzen Futteral, Degen und Stock, mit Brillanten, Schachspiel aus allerhand Steinen, Medaillen aus Gold, Silber und Zinn (u.a. in Messingfutteral), goldene Schuhschnallen, Toilettenartikel aus Silber, Kruzifix aus schwarzem Stein, Besteck mit Perlmuttgriff, vergoldeter Kompass, emailliertes Porträt, silberne Korkenzieher mit Perlmutt eingelegt, Miniaturporträt, "ausgestochene figurirte Stücklein", Stöcklein mit goldenem Knauf, Silbergeschirr und -besteck (z. T. vergoldet), Porzellangeschirr (z. T. mit Silberfassung und Vergoldungen), Glasgeschirr (z. T. mit Silberbeschlägen), zahlreiche Gemälde (u.a. Miniaturen in Futteralen), Wachsbossierungen, Schachspiele aus Elfenbein und Holz, mathematische Instrumente, u.a. aus Messing, z. T. in Futteralen, Schatulle mit vergoldeten Beschlägen, Pfeile, Bogen und Köcher, Säbel (z. T. mit vergoldeten Beschlägen), Hirschfänger, Trompeten, Blasrohre, Möbel (Kommoden, Schreibtisch, Kästen bzw. Schränke), Porzellangeschirr, Zierstücke aus Glas, "antike" Metallfiguren (u.a. Büste des Herzogs von Burgund), silberne Sporne; 25. September 1741.
- Galerieinspektor Groth gibt Auskunft über fehlende Gemälde des Prinzen; 28. September 1741.
- Liste der Effekten, die in dem mittleren Kasten in der Garderobe der beiden nachgeborenen Prinzen gefunden wurden: Porträts, Pistolen (z. T. mit Silber verziert), Silbergeschirr, vergoldete Posthörner aus Silber, zerbrochene, alte, kleine Degen aus vergoldetem Silber, Porzellangeschirr, Hirschgänergriff von Tombak, bestickte Paukenfahnen in Lederfutteralen, Glasgeschirr, Messingpauken, ein kleines Klavier; 27. November 1741.
- Verzeichnis von Effekten aus den Zimmern des Landprinzen: Münzkästen, Gemälde (u.a. Porträt von Herzog Karl Alexander), Möbel (Kommoden), Porzellangechirr, Bücher, Zeichnungen sowie Objekte, die in o.g. Verzeichnis vom 25. September 1741 genannt werden.; 7. Februar 1742.
- Teile des in diesen Verzeichnissen aufgeführten Mobiliars sind in mehreren weniger vollständigen Verzeichnissen zusätzlich aufgelistet.
- Notiz zur Abgabe von zwei Münzkästen mit Medaillen aus dem Neustädtischen Münzkabinett an die Kunstkammer; 30. April 1743.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.