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Verschiedene bisher nicht genannte Vereine
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Vorbemerkung: Ich bemerke hier ausdrücklich, dass die hier angeführten Vereine nur der Vollständigkeit halber festgehalten, aber keinewegs statistisch erschöpfend nach ihren Akten durchgearbeitet wurden, wie dies bei den übrigen Vereinen zumeist der Fall war, doch dürften auch hier manche Hinweise zu finden sein. Keller
Enthält:
1) Windhorstbund (1925 - 1933)
1931 Besuch in Nazareth; Weihnachtsfeier 1930; 1921 Ausflug nach dem Bodensee. Diese wenigen Angaben über den Windhorstbund zeigen, dass er in den Jahren 1925 - 1933 (Auflösung) als Jungmannschaft der Zentrumspartei unter Führung von L. Stiegler, Handelslehrer und Handelsschulassistent Dr. Haug sehr rührig war. In den Versammlungen kamen hauptsächlich politische Fragen zur Aussprache. Wie groß die Mitgliederzahl und die Jahresbeiträge waren, ist nicht bekannt
2) Schützengesellschaft (seit 1752)
Die Arbeit der Chronik derselben ist noch zu leisten. Von Schützenfest, Schützenpreisen berichten die Jahrgänge des Wochenblattes, der Donaubote und die Volkszeitung bis 1945. In den zwölf Jahren Hitlerregierung betätigte sich der K.K. Schützenverein sehr eifrig und versuchte, in den letzten Kriegsjahren, schon die Hitlerjugend mit dem Handhaben der Waffen vertraut zu machen. Als Chronik der Schützengesellschaft, deren Siegesscheiben ich in manchen Familien aufgehängt fand, sind diese kurzen Hinweise nicht zu betrachten (über das Schützenhaus siehe Jugendherberge)
3) Staatsbürgerlicher Bildungsabend (1928 - 1932)
Dr. Brönner, Stuttgart, gab in den Jahren 1926, 1927, 1928 und 1929 jeweils Vorträge im Sinne der Reichsverfassung und der Staatsregierung; die Vorträge boten reiches Bildungsgut über die verschiedensten Gebiete der Staatsbürgerkunde; sie fanden in der Handwerkskammer statt, waren unentgeltlich und sehr gut besucht. Hier nur eine Probe, Volkszeitung
4) Bund für Heimatschutz in Württemberg und Hohenzollern (1900 - 1938)
Zweck: Schutz und Pflege der Natur, der Landschaft, der eigenartigen Pflanzen, Tiere, Gesteine aller Art, der Denkmalpflege, der volkstümlichen Gebräuche, Feste des Volkstums im weitesten Sinne, mit allen Fasern dem Heimatboden verwurzelt zu werden; Heimatpflege - eine deutsche Lebensnotwendigkeit
1 Bericht der Volkszeitung, 7.10.1931: An die Stelle von Hofkammerat Überle wird Landeskonservator Laur zum Landesvorsitzenden gewählt und Beiräte ernannt. Der Bund wird von Land und Staat unterstützt
2. Bericht vom 10.3.1933, Kampf um die Schmeie
3. Bericht vom 26.3.1935, ein frohbewegter Heimatabend in der Stadthalle
4. Über Heimatschutz und Heimatpflege fand ich erschöpfendes Material in Dr. Stehles Heimatbuch im Archiv der Volkszeitung; in Festschriften, Festzügen, landwirtschaftlichen Festen, Erntedankfesten (siehe Akten No. 4, 4 [Bestellnummer 5] Fürst Wilhelm, Gedanken und Vorschläge zur Naturdenkmalpflege in Hohenzollern, Seiten 1 - 12)
5) Volksbund für Kriegerfürsorge (1929)
Er hielt jedes Jahr seine Versammlungen ab und suchte dadurch Mitglieder und Beiträge für den edlen Zweck zu gewinnen
6) Bauspar- und Entschuldungskasse Westmark A. - G. Landesdirektion Baden-Hohenzollern
Zweck: Durch gemeinsames Zwecksparen möglichst schnell in den Besitz eines freien Eigenheims zu kommen (siehe Sparsi-Singen Dr. Rappenegger)
7) Hilfsbund der Elsass-Lothringer im Reich, Ortsgruppe Sigmaringen und Umgebung
Er zeigte in den Jahren 1920 - 1933 rege Tätigkeit. Die Volkszeitung gibt über die Versammlungen und Entschlüsse näheren Bescheid. Vorsitzender war bis zu seiner Versetzung Oberregierungsrat Dr. Altemöller, 1931, danach Regierungsobersekretär Heinicke
8) Der staatliche Ruhestandsbeamtenverein Bezirk Saulgau-Hohenzollern. In den Jahren 1934, 1939 vereinten sich die Ruhestandsbeamten und Witwen zu geselligen Zusammenkünften und Vorträgen, welche dier echtlichen Ansprüche der Versorgungsgebühren festlegten bzw. Härten zu beseitigen versuchten
9) Sparerbund Ortsgruppe Sigmaringen
Vorsitzender: Hofmesserschmied Hermann Müller, 1924 - 1930, bemüht sich um eine höhere Aufwertung sämtlicher Hypothekenschulden und sämtlicher öffentlicher Anleihen, Kriegs-, Reichs-, Länder- und Sparkassenanleihen; er will einen Volksbegehr für die Aufwertung auf 50 Prozent herbeiführen. Mitgliederzahl 1926: 40; Beitrag monatlich: RM. -,50
10) Deutscher Beamtenbund, Ortskartell Sigmaringen (1920 - 1930)
Hauptsächlich gegründet, um gegen den seit 1919 aus Gründen der Sparsamkeit erfolgten Beamtenabbau und die Gehaltskürzungen Stellung zu nehmen. Jahresbeitrag für 1923 gezahlt am 13.1. RM. 20,-
Die wirtschaftlichen Ziele des Beamtenbundes nahm der bald darauf vom Postsekretär Reiser und Vermessungsinspektor Nieten ins Leben gerufene Konsum-Verein tatkräftig in die Hand - beide waren vorher im Beamtenbund sehr rührig gewesen. Mitgliederzahl 1926: 288
11) Der Stahlhelm Bund der Frontsoldaten, Ortsgruppe Sigmaringen
In den Jahren 1925 - 1935 unter Leitung von Studienrat Kalbhenn, er wollte die Erinnerungen an den Frontsoldaten des Weltkrieges und vaterländische Gesinnung im Sinne der Wiederherstellung der deutschen Militärmacht pflegen. Wiederholte Zusammenkünfte mit benachbarten Ortsgruppen fanden hier statt
12) Der deutsch-österreichische Alpenverein zählt in den Jahren 1926 - 1933 bei wachsender Mitgliederzahl unter Leitung von Landesbaurat Schmid, vorher Regierungsinspektor Schönfelder, mit 80 bis 100 Mitgliedern zu den Vereinen, welche wie der Albverein die Wanderlust und die Kenntnis der Gebirgswelt durch Lichtbildervorträge, Reisebeschreibungen und Reklamen (Vorteile der Mitglieder) hervorheben wollte. Jahresbeitrag RM. 4,-. 1926 RM. 7,-. Vorsitzender Gewerberat Holthöfer
13) Bismarckjugend
Unter Levens [?] Führung, schult ihre Mitglieder gut und fällt überall da, wo sie sich in den Jahren 1925 - 1933 zeigt, durch stramme Haltung auf. Mitgliederzahl: 30 - 50; baut sich ein eigenes Heim hinter dem Schloss nahe den Tannen
14) Schneelaufverein (1924 gegründet)
Mit 28, 1926 mit 84 Mitgliedern und einem Jahresbeitrag von RM. 4,-. Vorsitzende Hermine Harrer; macht einige Jahre viel von sich reden, verschwindet 1933. Nikolausfeier beim Schneelaufverein, 10.12.1927, Volkszeitung
15) Eislaufverein (1925 gegründet)
Unter dem Vorsitz von Notar Wern, zählt 1926: 56 Mitglieder, erhebt RM. 4,- Jahresbeitrag, scheint nur wenige Jahre Bestand zu haben
16) Mieter-Verein (gegründet 1920)
Zählt 1926: 147 Mitglieder; Vorsitzender anfänglich Dr. Rappenegger, nach dessen Wegzug Studienrat Bollig. Der Verein löste sich dann bald auf
17) Vermieter-Verein (gegründet 1919)
Nach wenigen Jahren seines Bestehens und Einführung der Rentenmark wurden die Mietpreise gesetzlich geregelt
18) Verein für Geschichte und Altertumskunde in Hohenzollern (1868 - 1934)
Gibt seine jährlichen Mitteilungen heraus. Näheres siehe über ihn unter Akten-Nr. 187 [Bestellnummer 213] (Dichter- und Schriftsteller)
19) Verein gegen Hausbettel (besteht von 1875 bis etwa 1900)
Die Mitglieder zahlen jährliche Beiträge und bringen an ihre Wohnung die Aufschrift an: Betteln verboten. Ich fand die Anzeigen des Vereins wiederholt in der Volkszeitung
20) Luftflottenverein (Gründung 1909) - 28 Mitglieder
21) Schachverein (wiedergegründet 1948, Schwäbische Zeitung, Mai)
Abgeschlossen 10.3.1947. Keller
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.