Mainz, 1583.12.11. (Richter Anshelm). Eheberedung zwischen Martin Ulrich von Oberheimbach und Katharina, Ww. des Gerichtschreibers Dr. Johann Faust: Sie bringt aus ihrer Ehe ein Töchterlein Anna, das 600 fl. als Vaterteil im Voraus und Einkindschaft zugesichert erhält. Für den Fall, die Ehe bliebe kinderlos, wird vereinbart: Stirbt sie zuerst, so behält er aus ihrer Nahrung 300 fl. und seine eingebrachten 500 fl. Stirbt er zuerst, so zahlt sie von seinem Eingebrachten seinen Verwandten 100 fl. und behält das Uebrig. Z.: 1) Anton Faust, Dekan zu St. Johann, für seinen Vater Johann Faust, Zollschreiber zu Lahnstein; Philipp Klapperbach und Joachim Seger; 2) für sie: Ihr Vater Johann Rau, Hermann Jordan, Heinrich Beußer und M. Adam Ebersheim; 3) für ihn: Johann Kober, Schultheiß in Oberheimbach, und Jakob Ulrich, B. daselbst. Zustimmung des Kämmerers (Anton v Wildberg).
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Mainz, 1583.12.11. (Richter Anshelm). Eheberedung zwischen Martin Ulrich von Oberheimbach und Katharina, Ww. des Gerichtschreibers Dr. Johann Faust: Sie bringt aus ihrer Ehe ein Töchterlein Anna, das 600 fl. als Vaterteil im Voraus und Einkindschaft zugesichert erhält. Für den Fall, die Ehe bliebe kinderlos, wird vereinbart: Stirbt sie zuerst, so behält er aus ihrer Nahrung 300 fl. und seine eingebrachten 500 fl. Stirbt er zuerst, so zahlt sie von seinem Eingebrachten seinen Verwandten 100 fl. und behält das Uebrig. Z.: 1) Anton Faust, Dekan zu St. Johann, für seinen Vater Johann Faust, Zollschreiber zu Lahnstein; Philipp Klapperbach und Joachim Seger; 2) für sie: Ihr Vater Johann Rau, Hermann Jordan, Heinrich Beußer und M. Adam Ebersheim; 3) für ihn: Johann Kober, Schultheiß in Oberheimbach, und Jakob Ulrich, B. daselbst. Zustimmung des Kämmerers (Anton v Wildberg).
U / 1583 Dezember 11 (in 5 / 7)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
11.12.1583
Stadtgericht Mainz
In 5 / 07, fol. 456 r.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ