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Boyen, Hermann Ludwig Leopold Gottlieb von (der Ältere) (Bestand)
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Laufzeit: (1708) 1730 - 1848 (1849 - 1922)
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1771 - 1848
Lebenslauf des Hermann Ludwig Leopold Gottlieb von Boyen
23.6.1771 geboren zu Kreuzburg (Kreis Preußich Eylau); Vater: Johann Friedrich, Oberstleutnant und Kommandeur des Garnisonregiments von Ingersleben, geboren 18.7.1720, gestorben 31.10.1777; Mutter: Hedwig Sophie, geborene von Holtzendorff aus dem Haus Gerlauken, geboren 2.3.1735, gestorben 2.9.1778; erzogen im Hause einer unverheirateten Schwester seines Vaters in Königsberg in Preußen;
7.4.1784 Gefreiterkorporal im Infanterieregiment von Anhalt;
7.9.1785 Portepeefähnrich;
1.2.1786 zum Infanterieregiment von Wildau versetzt;
31.1.1787 wirklicher Fähnrich;
19.4.1788 Sekondeleutnant;
1.11.1790 Adjutant des I. Bataillons;
20.5.1794 Generaladjutant bei General von Wildau, dann bei General von Günther;
1794/1795 Feldzug in Polen;
11.6.1796 Premierleutnant im Infanterieregiment Prinz Georg Hohenlohe;
15.6.1799 Stabskapitän;
1806 Feldzug im Generalstab des Herzogs von Braunschweig: Schlacht bei Auerstedt (schwer verwundet), nach Wiederherstellung auf den östlichen Kriegsschauplatz;
4.5.1807 in den Stab des russischen Generals Tutschkoff;
11.5.1807 Rang als Quartiermeisterleutnant;
21.7.1807 wirklicher Kapitän von der Armee;
22.11.1807 Erlaubnis zu Heirat und 6 Wochen Urlaub in Gumbinnen;
20.1.1808 dem Generalstab unter Scharnhorst zugeteilt;
25.1.1808 Major;
10.1.1810 Mitglied der Generalordenskommission;
3.2.1810 Direktor der ersten Abteilung des Allgemeinen Kriegsdepartements;
11.3.1812 Abschied als Oberst, ging in russische Dienste;
21.2.1813 in preußischen Diensten als Oberst im Generalstab wieder angestellt;
8.8.1813 Chef des Generalstabes des Korps Bülow;
1813/1814 Feldzug: Schlachten bei Groß Beeren, Dennewitz, Leipzig, Laon, Besetzung von Westfalen, Feldzug in Holland und Frankreich;
8.12.1813 Generalmajor;
13.5.1814 nach Paris gerufen, um an den Arbeiten einer Kommission teilzunehmen, die über die künftige Verfassung des Heeres beraten sollte;
3.6.1814 Staats- und Kriegsminister;
30.3.1818 Generalleutnant;
25.12.1819 Abschied;
22.11.1840 als General der Infanterie im aktiven Dienst wieder angestellt;
28.2.1841 erneut zum Staats- und Kriegsminister ernannt;
20.6.1841 auch Chef des Direktoriums des Potsdamer Waisenhauses;
7.4.1842 Chef des 1. Infanterieregiments;
7.10.1847 Generalfeldmarschall unter Beibehalt des Charakters als Geheimer Staatsminister und Gouverneur des Invalidenhauses zu Berlin;
15.2.1848 gestorben zu Berlin.
Verheiratet: 9.12.1807 zu Gumbinnen mit Antoinette Amalie Berent, jüngste Tochter des Kammerassistenzrates Berent, geboren 13.12.1780 zu Gumbinnen, gestorben 27.6.1845 zu Berlin.
Kinder: Friedrich Hermann Julius Ernst, Amalie Friederike, Johanna Sophie Hedwig.
Zur Bestandsgeschichte und -ordnung
Der Nachlass bestand ursprünglich aus zwei Teilen (vgl. Wolfgang A. Mommsen: Die Nachlässe in den deutschen Archiven. Teil II. Boppard am Rhein 1983):
1. Teil:
1923 Reichsarchiv, Abteilung Berlin (aus dem Archiv des Kriegsministeriums);
1924 Geheimes Staatsarchiv (GStA) Berlin (Akz. 204 / 1924?);
1938 an das Heeresarchiv Potsdam abgegeben, dort vermehrt aus dem 2. Teil, während des Zweiten Weltkrieges ausgelagert;
1945 in die USA gebracht;
1952 National Archives Washington;
1954 Departmental Records Branch Alexandria, Va. USA;
1955 Dokumentenzentrale des Bundesverteidigungsministeriums, danach Militärgeschichtliches Forschungsamt Freiburg im Breisgau;
1968 abgegeben an das Bundesarchiv - Militärarchiv Freiburg im Breisgau,
1970 an das GStA PK Berlin.
2. Teil:
gelangte 1922 - 1926 ins GStA (als Geschenk des Ehemannes der Enkelin Hermann von Boyens, des Legationsrats Wolf von Tümpling: Akz. 2 / 1922, 262 / 1925, 47 / 1926, 119 / 1926);
1938 geteilt: Ein Teil an das Heeresarchiv Potsdam abgegeben und dem 1. Teil zugeordnet, beim GStA verbliebener Teil mit den anderen Beständen des Archivs während des Zweiten Weltkrieges ausgelagert;
1954 Deutsches Zentralarchiv, Abteilung Merseburg (Jetzt: Zentrales Staatsarchiv - Dienststelle Merseburg)
Nachtrag: 1993 Rückführung in das GStA PK nach Berlin.
Im Jahr 1985 wurden die zu diesem Zeitpunkt im GStA PK lagernden Teile des Nachlasses von Günther Käker geordnet und verzeichnet, das Findbuch von den Angestellten im Schreibdienst, Frau Mertner und Frau Kepper, angefertigt.
Die vorliegende Verzeichnung integriert den 1993 aus Merseburg zurückgeführten Nachlassteil (neue Signaturen Nl Boyen Nr. 558 - 660), wobei die von Käker angelegte Klassifikation beibehalten wurde.
Zusammen mit dem Nachlass sind zwei handschriftliche Bände überliefert, deren Provenienz (noch) unklar ist: Es handelt sich um ein Gesangbuch mit der Widmung "Seiner Fanny ..." (Nr. 661) und ein ebenfalls handschriftlicher und gehefteter Band mit Abschriften geistlicher Lieder (Nr. 662).
Literaturhinweis
Allgemeine Deutsche Biographie, Bd. 3, 1876, Neudruck Berlin 1976.
Friedrich Meinecke, Das Leben des Generalfeldmarschalls Hermann von Boyen, Bd. 1 1771-1814, Bd. 2 1814-1848, Stuttgart 1896/1899.
Soldatisches Führertum, herausgegeben von Kurt von Priesdorff. Bd. 5. Hamburg [1937].
Neue Deutsche Biographie. Bd. 2. Berlin 1955.
Erinnerungen aus dem Leben des Generalfeldmarschalls Hermann von Boyen, neu herausgegeben, mit einer Einführung und Anmerkungen versehen von Dorothea Schmidt, Bd. 1 1771-1811, Bd. 2 1811-1813, Berlin 1990
Hermann von Boyen und die polnische Frage. Denkschriften von 1794 bis 1846, bearb. und mit einer Einleitung versehen von Hans Rothe, Köln 2010
Letzte vergebene Nummer:
Der Bestand lagert derzeit im Magazin Dahlem.
Die Akten sind auf rosa Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
Nl Boyen, Hermann (d.Ä.), Nr. ...
Zitierweise:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Boyen, Hermann L. L. G. (d.Ä.), Nr. ...
Berlin, 22. März 2017
(Dr. Schnelling-Reinicke, ADir'in)
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Boyen, H. L. L. G. v., d. Ä.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
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