Landratsamt Geestemünde (1885-1932) (Bestand)
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NLA ST, Rep. 174 Geestemünde
Nds. Landesarchiv, Abt. Stade (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche und kommunale Bestände >> 1.1 Akten >> 1.1.5 Lokalverwaltung, u. a. Ämter und Landkreise (bis 1946)
1863-1930
Bestandsgeschichte: Der Landkreis Geestemünde wurde im Verlauf der preußischen Kreisreform für die Provinz Hannover zum 1. April 1885 gebildet. Er setzte sich zusammen aus Gebietsteilen der früheren Ämter Hagen (davon 33 Landgemeinden; 3 andere zum Kreis Blumenthal) und Lehe (davon 45 Landgemeinden; 26 andere zum Kreis Lehe). Im Jahr 1924 schied die Stadt Geestemünde aus dem Kreisverband aus und wurde mit der Stadt Lehe zum neuen Stadtkreis Wesermünde zusammengeschlossen, wobei der Kreissitz des Landkreises Geestemünde im nunmehrigen Wesermünde blieb.
Der Kreis Geestemünde wurde zum 1. Oktober 1932 mit dem bisherigen Kreis Lehe zu einem neuen Landkreis Wesermünde zusammengeschlossen, der wiederum zum 1.8.1977 mit dem Kreis Land Hadeln und der Stadt Cuxhaven vereinigt wurde. Kreissitz blieb bis zur Aufhebung des Landkreises Wesermünde die Stadt Wesermünde bzw. ab 1947 Bremerhaven(-Geestemünde).
Ein Teil des vorliegenden "Rumpfbestandes" Rep. 174 Geestemünde gelangte zu einem nicht näher zu bestimmenden Zeitpunkt offensichtlich über die Registratur des Regierungspräsidenten in das im Jahr 1959 neuerrichtete Staatsarchiv Stade. Im September 1964 - also vor Überführung der Stader Bestände aus Hannover - lag in Stade ein kleiner Bestand von etwa 0,3 lfdm Akten bereits vor. Der weitaus größere Teil des heutigen Bestandes dürfte mit der alten Amtsregistratur an das bis 1959 für den alten Regierungsbezirk Stade zuständige Hauptstaatsarchiv Hannover gelangt sein. Im September 1964 wurden die Stader Bestände aus Hannover in den Neubau in Stade am Sande überführt. Erst hier wurden später die Akten des Landratsamtes Geestemünde von den vorhergehenden Ämterregistraturen getrennt.
Den zunächst 13 Akten des Landratsamtes Geestemünde wurden durch Bestandsbereinigung mit Rep. 174 Lehe 35 weitere Nummern hinzugefügt; zwei weitere Akten gelangten durch die provenienzmäßige Aussonderung von Akten
Bestandsgeschichte: aus dem Altbestand Rep. 80 (Regierung/Landdrostei Stade 1715-1978) hinzu. In seiner jetzigen Gestalt umfaßt der Bestand 50 Akten (= 1,5lfdm.) aus den Jahren 1863 bis 1920. Ergänzend ist auf die hier aufgenommenen Kreisverwaltungsberichte (seit 1885/86) und das offizielle Kreisblatt (seit 1885) sowie die Haushaltspläne für den Landkreis Geestemünde hinzuweisen.
Akten des Kreisausschusses Geestemünde sind nicht in das Staatsarchiv gelangt. Die hierfür in der hiesigen Archivtektonik vorgesehene Bestandssignatur "Rep. 174a Geestemünde" bleibt daher unbesetzt.
Für den Zeitraum 1885-1932/1945 sind im Staatsarchiv die Akten der Regierung Stade in den neu geordneten Teilbeständen Rep. 180 (u.a. landrätliche Verwaltung, Kreiskommunalangelegenheiten, Wasserbau) und der zuständigen Fachbehörden (z.B. Rep. 129 Wesermünde) sowie des Amtsgerichts (Rep. 72/172 Geestemünde) heranzuziehen. Akten der früheren Amtsverwaltungen zu Hagen und zu Lehe sind in den Archivbeständen Rep. 74 Hagen und Rep. 74 Lehe zu suchen, da der Amtmann in Lehe im Zeitraum 1867 - 1885 Kreishauptmann des (Steuer-) Kreises Lehe war, der die Ämter Dorum, Hagen und Lehe umfasste.
Die für die Geschichte des Altkreises Wesermünde wesentlichen Akten der Landratsämter Geestemünde und Lehe bezw. (seit 1932) Wesermünde sind im 2. Weltkrieg im Kreisgebäude in Bremerhaven verbrannt. Im Stadtarchiv Bremerhaven sind in der "Abt. Wesermünde" außer Archivalien der früheren Landgemeinden Geestendorf, Geestemünde, Wulsdorf und späteren Stadt Geestemünde bzw. Wesermünde auch Akten des Landratsamtes Geestemünde nachzuweisen, die nach Stadtwerdung Geestemündes im Jahr 1912 an den Magistrat abgegeben wurden.
Sollten weitere Akten des Landratsamtes Geestemünde erhalten geblieben sein, sind sie im Kreisarchiv des Landkreises Cuxhaven in Otterndorf zu suchen. Die Titelaufnahme und EDV-Eingabe besorgte die
Bestandsgeschichte: Archivangestellte Karin Schmeelk unter Anleitung des Unterzeichners. Die Akten des Bestandes sind zu zitieren mit "Rep. 174 Geestemünde" und Angabe der laufenden Bestellnummer. Die Akten sind im Rahmen der für die Niedersächsischen Staatsarchive geltenden Benutzungsordnung uneingeschränkt benutzbar.
Stade, im April 1999 Watolla
Schrifttum:
Der Landkreis Wesermünde. Amtliche Kreisbeschreibung. Bearb. v. Heinrich Seedorf. Hrsg. v. Nds. Landesverwaltungsamt/Dez. Kreisbeschreibungen. Bremen-Horn 1968 (Die Landkreise in Niedersachsen, Bd. 23)
Lembcke, Rudolf: 100 Jahre Kreise an Elb- und Wesermündung 1885 - 1985. Der Landkreis Cuxhaven und seine Rechtsvorgänger. Hrsg. v. Ldkr. Cuxhaven. Cuxhaven 1985
Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815 - 1945. Reihe A: Preußen, Bd. 10: Hannover. Bearb. v. Iselin Gundermann u. Walter Hubatsch. Marburg 1981, S. 736-739 und S. 784-787.
Lenz, Wilhelm: Das Archivwesen im Landkreis Wesermünde. In: Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 158, Febr. 1963, S. 4
Aus zwei Akten des Landratsamtes Wesermünde aus dem Jahren 1937 und 1947, die 1999 zunächst - da die Einrichtung eines Bestandes für das Landratsamt Wesermünde mangels Masse unterbleiben sollte - im Bestand Rep. 174 Geestemünde (ehemals Nr. 14 und 15) abgelegt worden waren, wurde im August 2001 der Bestand Rep. 274 Wesermünde gebildet. Das Vorwort zum Findbuch des Bestandes Rep. 174 Geestemünde ist entsprechend überarbeitet worden.
Stade, den 2. August 2001 Dr. Christian
Bestandsgeschichte: Hoffmann
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Der Kreis Geestemünde wurde zum 1. Oktober 1932 mit dem bisherigen Kreis Lehe zu einem neuen Landkreis Wesermünde zusammengeschlossen, der wiederum zum 1.8.1977 mit dem Kreis Land Hadeln und der Stadt Cuxhaven vereinigt wurde. Kreissitz blieb bis zur Aufhebung des Landkreises Wesermünde die Stadt Wesermünde bzw. ab 1947 Bremerhaven(-Geestemünde).
Ein Teil des vorliegenden "Rumpfbestandes" Rep. 174 Geestemünde gelangte zu einem nicht näher zu bestimmenden Zeitpunkt offensichtlich über die Registratur des Regierungspräsidenten in das im Jahr 1959 neuerrichtete Staatsarchiv Stade. Im September 1964 - also vor Überführung der Stader Bestände aus Hannover - lag in Stade ein kleiner Bestand von etwa 0,3 lfdm Akten bereits vor. Der weitaus größere Teil des heutigen Bestandes dürfte mit der alten Amtsregistratur an das bis 1959 für den alten Regierungsbezirk Stade zuständige Hauptstaatsarchiv Hannover gelangt sein. Im September 1964 wurden die Stader Bestände aus Hannover in den Neubau in Stade am Sande überführt. Erst hier wurden später die Akten des Landratsamtes Geestemünde von den vorhergehenden Ämterregistraturen getrennt.
Den zunächst 13 Akten des Landratsamtes Geestemünde wurden durch Bestandsbereinigung mit Rep. 174 Lehe 35 weitere Nummern hinzugefügt; zwei weitere Akten gelangten durch die provenienzmäßige Aussonderung von Akten
Bestandsgeschichte: aus dem Altbestand Rep. 80 (Regierung/Landdrostei Stade 1715-1978) hinzu. In seiner jetzigen Gestalt umfaßt der Bestand 50 Akten (= 1,5lfdm.) aus den Jahren 1863 bis 1920. Ergänzend ist auf die hier aufgenommenen Kreisverwaltungsberichte (seit 1885/86) und das offizielle Kreisblatt (seit 1885) sowie die Haushaltspläne für den Landkreis Geestemünde hinzuweisen.
Akten des Kreisausschusses Geestemünde sind nicht in das Staatsarchiv gelangt. Die hierfür in der hiesigen Archivtektonik vorgesehene Bestandssignatur "Rep. 174a Geestemünde" bleibt daher unbesetzt.
Für den Zeitraum 1885-1932/1945 sind im Staatsarchiv die Akten der Regierung Stade in den neu geordneten Teilbeständen Rep. 180 (u.a. landrätliche Verwaltung, Kreiskommunalangelegenheiten, Wasserbau) und der zuständigen Fachbehörden (z.B. Rep. 129 Wesermünde) sowie des Amtsgerichts (Rep. 72/172 Geestemünde) heranzuziehen. Akten der früheren Amtsverwaltungen zu Hagen und zu Lehe sind in den Archivbeständen Rep. 74 Hagen und Rep. 74 Lehe zu suchen, da der Amtmann in Lehe im Zeitraum 1867 - 1885 Kreishauptmann des (Steuer-) Kreises Lehe war, der die Ämter Dorum, Hagen und Lehe umfasste.
Die für die Geschichte des Altkreises Wesermünde wesentlichen Akten der Landratsämter Geestemünde und Lehe bezw. (seit 1932) Wesermünde sind im 2. Weltkrieg im Kreisgebäude in Bremerhaven verbrannt. Im Stadtarchiv Bremerhaven sind in der "Abt. Wesermünde" außer Archivalien der früheren Landgemeinden Geestendorf, Geestemünde, Wulsdorf und späteren Stadt Geestemünde bzw. Wesermünde auch Akten des Landratsamtes Geestemünde nachzuweisen, die nach Stadtwerdung Geestemündes im Jahr 1912 an den Magistrat abgegeben wurden.
Sollten weitere Akten des Landratsamtes Geestemünde erhalten geblieben sein, sind sie im Kreisarchiv des Landkreises Cuxhaven in Otterndorf zu suchen. Die Titelaufnahme und EDV-Eingabe besorgte die
Bestandsgeschichte: Archivangestellte Karin Schmeelk unter Anleitung des Unterzeichners. Die Akten des Bestandes sind zu zitieren mit "Rep. 174 Geestemünde" und Angabe der laufenden Bestellnummer. Die Akten sind im Rahmen der für die Niedersächsischen Staatsarchive geltenden Benutzungsordnung uneingeschränkt benutzbar.
Stade, im April 1999 Watolla
Schrifttum:
Der Landkreis Wesermünde. Amtliche Kreisbeschreibung. Bearb. v. Heinrich Seedorf. Hrsg. v. Nds. Landesverwaltungsamt/Dez. Kreisbeschreibungen. Bremen-Horn 1968 (Die Landkreise in Niedersachsen, Bd. 23)
Lembcke, Rudolf: 100 Jahre Kreise an Elb- und Wesermündung 1885 - 1985. Der Landkreis Cuxhaven und seine Rechtsvorgänger. Hrsg. v. Ldkr. Cuxhaven. Cuxhaven 1985
Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815 - 1945. Reihe A: Preußen, Bd. 10: Hannover. Bearb. v. Iselin Gundermann u. Walter Hubatsch. Marburg 1981, S. 736-739 und S. 784-787.
Lenz, Wilhelm: Das Archivwesen im Landkreis Wesermünde. In: Niederdeutsches Heimatblatt Nr. 158, Febr. 1963, S. 4
Aus zwei Akten des Landratsamtes Wesermünde aus dem Jahren 1937 und 1947, die 1999 zunächst - da die Einrichtung eines Bestandes für das Landratsamt Wesermünde mangels Masse unterbleiben sollte - im Bestand Rep. 174 Geestemünde (ehemals Nr. 14 und 15) abgelegt worden waren, wurde im August 2001 der Bestand Rep. 274 Wesermünde gebildet. Das Vorwort zum Findbuch des Bestandes Rep. 174 Geestemünde ist entsprechend überarbeitet worden.
Stade, den 2. August 2001 Dr. Christian
Bestandsgeschichte: Hoffmann
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ