Staatsministerium: Zeitungsdokumentation (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, EA 1/107
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Ministerien und zentrale Dienststellen seit 1945 >> Staatsministerium >> Verwaltung, Recht, Finanzen
1955-1980
Inhalt und Bewertung
Auf der Grundlage des Aktenplans des Staatsministeriums geordnete Ausschnittsammlung zu allen Bereichen der Bundes- und Landespolitik.
Enthält auch: Ausschnitte zu Personen der Zeitgeschichte, von Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft.
Vorbemerkung: Das Hauptstaatsarchiv hat die Zeitungsausschnittsammlung des Staatsministeriums Baden-Württemberg als einzige Sammlung dieser Art einer obersten Landesbehörde übernommen. Grundlage der bereits 1970 getroffenen Entscheidung war zum einen die Dokumentation der Informationspolitik des Staatsministeriums, zum anderen auch die Möglichkeit, die zur Veröffentlichung bestimmten Presseunterlagen ohne die für die Akten geltenden Sperrfristen den Nutzern zur Verfügung stellen zu können. Die bis 1970 ins Hauptstaatsarchiv gelangten Unterlagen der Pressestelle des Staatsministeriums, Zeitungsausschnitte und Akten, sind im Bestand EA 1/106 zusammengefasst worden. Im dortigen Vorwort befinden sich ausführliche Bemerkungen zur Behördengeschichte der Pressestelle sowie ein Bericht über die Ordnung der Archivalien; darauf wird ausdrücklich verwiesen. Weitere Unterlagen der Zeitungsausschnittssammlung übergab die Pressestelle dem Hauptstaatsarchiv in den Jahren 1976 und 1977; sie wurden noch 1977 von Archivamtsrat Braunn geordnet, der bereits den größten Teil der Erschließung der früheren Ablieferungen im Bestand EA 1/106 geleistet hatte, und im Bestand EA 1/107 (damals EA 1/7) formiert. Die Ordnung erfolgte nach dem seit 1964 geltenden Aktenplan des Staatsministeriums, der auch der vorarchivischen Ordnung zugrunde lag und der eine unmittelbare Verbindung von Akten und Zeitungsausschnittsammlung ermöglicht. Er ist nach dem System der Dezimalklassifikation aufgebaut und besteht aus zehn Hauptgruppen. Im Jahr 1991 wurden im Zuge des Wechsels im Amt des Ministerpräsidenten weitere Unterlagen der Pressestelle ausgesondert. Das Hauptstaatsarchiv übernahm u.a. die Zeitungsausschnittsammlung bis 1980. Von diesem Zeitpunkt an ist die Sammlung identisch mit dem vervielfältigten Pressespiegel, der täglich auch dem Hauptstaatsarchiv zugesandt und dort unter der Signatur J 122/320 Nr.1 verwahrt wird. Die geänderte Praxis des Staatsministeriums kommt den archivischen Anforderungen entgegen, denn die Zeitungsausschnitte können im Original nicht auf Dauer gesichert werden. Eine Verfilmung der einheitlich im Format DIN A4 erstellten Exemplare des Pressespiegels ist im Unterschied zu einer formal völlig disparaten Zeitungsausschnittsammlung erheblich kostengünstiger zu leisten. Die 1991 übernommenen Unterlagen wurden dem 1977 gebildeten Bestand EA 1/107 angeschlossen. Weil dieser Bestand weder entmetallisiert noch in Boxen verpackt war und weil der Bestand keinen Zuwachs mehr erfahren wird, entschloss man sich zu einer Neugliederung in abschließender Ordnung nach dem Aktenplan von 1964; der Aktenplan ist diesem Findbuch angeschlossen (S. 7 ff). Die 1977 gebildeten Titel wurden größtenteils übernommen, die neuen Titel unter Verzicht auf Enthält- und Darin-Vermerke knapp gehalten. Eine Konkordanz zwischen alten und neuen Bestellnummern für die Archivalien des Altbestandes ist dem Findbuch beigegeben (S. 197 ff). Auf einen Index konnte verzichtet werden, da der beigegebene Aktenplan eine gezielte Recherche erlaubt. Den inhaltlichen Schwerpunkt bilden die Hauptgruppen O bis 4, d.h. die allgemeinen Angelegenheiten der Bundes- und Landesorgane bzw. -politik einschließlich der Parteien sowie die Innenverwaltung und die kulturellen Angelegenheiten. Hier sind zahlreiche Themen angesprochen, während aus dem Bereich der Wirtschaft die Dokumentation der Auseinandersetzungen um das geplante Kernkraftwerk Wyhl hervorzuheben ist. Die Erschließung und Verzeichnung der 1991 abgegebenen Unterlagen sowie die Verpackung des Gesamtbestands besorgte im Jahr 1993 der Archivangestellte Josef Berwanger unter Anleitung des Unterzeichneten, Frau Dagmar Hannig und Frau Gisela Filipitsch erfassten die Datensätze und sorgten für die EDV-Bearbeitung des Findbuchs. Der Bestand umfasst nunmehr 827 Nummern in 30,8 lfd. m. Stuttgart, im November 1994 Dr. Roland Müller
827 Büschel (30,8 lfd. m)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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13.11.2025, 2:39 PM CET