Volksdeutsche Mittelstelle (Bestand)
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BArch R 59
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Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Inneres, Gesundheit, Polizei und SS, Volkstum
1922-1945
Geschichte des Bestandsbildners: Umsiedlungen und Wiederansiedlungen wurden durch die vom Reichsführer-SS Heinrich Himmler gegründete und von SS-Obergruppenführer Lorenz geleitete Volksdeutsche Mittelstelle (Vomi) durchgeführt; die Vomi entstand 1936 aus dem beim Stellvertreter des Führers errichteten Volkstumsbüro als eine Zentralstelle zur finanziellen und politischen Betreuung der Volksdeutschen im Ausland; bis Oktober 1939 Adolf Hitler unmittelbar unterstellt, wurde sie nach der Ernennung Himmlers zum Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums (RKF) diesem zugewiesen; im Juni 1941 Umwandlung in ein Hauptamt der SS; zum 9. September 1942 Kompetenzabgrenzung zwischen dem Hauptamt Vomi und dem Stabshauptamt des RKF; die Vomi mit ihren elf Ämtern war zuständig für die Volkstumsarbeit, die Betreuung der in die Abteilungen III und IV der Deutschen Volksliste eingestuften Umsiedler, die Absiedlung, den Transport und die Versorgung der Umsiedler in den Lagern sowie für die Führung der deutschen Volksgruppen; Aufgaben aus dem Bereich der Angelegenheiten des Deutschtums des Reichsministeriums des Innern wurden der Vomi 1943 übertragen.
Bestandsbeschreibung: Die Volksdeutsche Mittelstelle - VOMI - entstand 1936 aus dem beim Stellvertreter des Führers erricheteten Volkstumsbüro als eine Zentralstelle zur finanziellen und politischen Betreuung der Volksdeutschen im Ausland. Bis Oktober 1939 Hitler unmittelbar unterstellt, wurde sie nach der Ernennung Himmlers zum Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums (RKF) diesem zugewiesen. Juni 1941, Umwandlung in ein Hauptamt der SS; zum 09.09.1942 Kompetenzabgrenzung zwischen Hauptamt VOMI und Stabshauptamt des RKF. Die VOMI mit ihren 11 Ämtern war zuständig für die Volkstumsarbeit, Betreuung der in die Abteilungen III und IV der Deutschen Volksliste eingestuften Umsiedler, Absiedlung, Transport und Versorgung der Umsiedler in den Lagern und die Führung der deutschen Volksgruppen. Aufgaben aus dem Bereich der Angelegenheiten des Deutschtums des Reichsministerium des Innern wurden der Volksdeutschen Mittelstelle 1943 übertragen.
Erschließungszustand: Online-Findbuch
Zitierweise: BArch R 59/...
Bestandsbeschreibung: Die Volksdeutsche Mittelstelle - VOMI - entstand 1936 aus dem beim Stellvertreter des Führers erricheteten Volkstumsbüro als eine Zentralstelle zur finanziellen und politischen Betreuung der Volksdeutschen im Ausland. Bis Oktober 1939 Hitler unmittelbar unterstellt, wurde sie nach der Ernennung Himmlers zum Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums (RKF) diesem zugewiesen. Juni 1941, Umwandlung in ein Hauptamt der SS; zum 09.09.1942 Kompetenzabgrenzung zwischen Hauptamt VOMI und Stabshauptamt des RKF. Die VOMI mit ihren 11 Ämtern war zuständig für die Volkstumsarbeit, Betreuung der in die Abteilungen III und IV der Deutschen Volksliste eingestuften Umsiedler, Absiedlung, Transport und Versorgung der Umsiedler in den Lagern und die Führung der deutschen Volksgruppen. Aufgaben aus dem Bereich der Angelegenheiten des Deutschtums des Reichsministerium des Innern wurden der Volksdeutschen Mittelstelle 1943 übertragen.
Erschließungszustand: Online-Findbuch
Zitierweise: BArch R 59/...
Volksdeutsche Mittelstelle (VOMI), 1936-1945
1512 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Literatur: Inventar archivalischer Quellen des NS-Staates, hrsg. von Heinz Boberach, München 1991/1995, Teil 1, S. 174 f., Teil 2, S. 134.
Valdis O. Lumans: Himmler's Auxiliaries. The Volksdeutsche Mittelstelle and the German national minorities of Europe, 1933-1945. Chapel Hill and London 1993.
Melanie Schmitt: Das Umsiedlungslager der Volksdeutschen Mittelstelle in Kloster Sießen, Kreis Saulgau, 1940-1945. Diplomarbeit Univ. Mannheim. Vervielfältigung 2003.
Valdis O. Lumans: Himmler's Auxiliaries. The Volksdeutsche Mittelstelle and the German national minorities of Europe, 1933-1945. Chapel Hill and London 1993.
Melanie Schmitt: Das Umsiedlungslager der Volksdeutschen Mittelstelle in Kloster Sießen, Kreis Saulgau, 1940-1945. Diplomarbeit Univ. Mannheim. Vervielfältigung 2003.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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24.04.2026, 10:58 AM CEST