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Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik) >> 1. Behörden und Bestände vor 1816 >> 1.2. Geistliche Institute >> 1.2.1. A - D >> 1.2.1.23. Dalheim
(1696) 1870-[1. Hälfte 20. Jh.]
Urkundenabschriften
Form und Inhalt: Dalheim
Heute Dalheim-Rödgen, Stadt Wegberg (Kreis Heinsberg). Adelige Cisterzienserinnen vor 1204 von Herkenrode aus zu Ophoven gegründet, 1258 nach Dalheim verlegt - 1802. Vgl. insgesamt zum Bestand: Friedrich Wilhelm Oediger, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände, Bd. 4, Siegburg 1964, S. 79-80.
Literatur:
Kunstdenkm. VIII 3, Kr. Heinsberg 1906, 14 u. 86 ff.; Redlich, Jül. Berg.
Kirchenpolitik 2I, 1911, 723 f.; Frz. Mayer, Zur Gesch. Des Klosters D. (Die Heimat. Beilage zur Heinsberger Volkszeitung 2, 1922, 81 ff.); - Die häuslichen und wirtschaftlichen Verhältnisse im ehem. Kloster D. (Heimatkal. Für die Heinsberger Lande 1929, .34); Das Kloster D. Und sein Untergang (Niederrhein. Heimatfreund Rheydt 5, 1929, 70 f.); W. Föhl, Über Quellen zur bäuerlichen Sippenkunde, Pächter des Cist. Kl. D. (1696 - 1730) (Volkstum u. Sippenkunde 1, 1939, 56 ff.); J.Belonje, Het adelijke stift D. (De Limburgse Leeuw 6, 1957), auch gesondert; H. Heinrichs, J. Broich, Kirchengeschichte des Wassenberger Raumes, 1958, 215 ff.; vgl. insgesamt: BROUETTE, Émile: Ophoven ou l'histoire d'une erreur, in: Cîteaux. Commentarii Cistercienses 20 (1969), S.201-203.
Archivalien in anderen Beständen:
In Jülich Mannkammerlehen 100b): Abschriften von 7 Urk. 1336, 1382, 1460, 1495, 1507, 1510.
Aus dem analogen Findbuch 120.49.00:
"In dem folgenden Repertorium sind sämtliche bisher bekannt gewordenen Urkunden des Klosters Dalheim zusammengefaßt. Der Hauptteil der Urkunden befindet sich im Archiv zu Klein-Büllesheim (Besitzer: seit 1981 Graf Wolf-Metternich); das Archiv befindet sich wieder auf Schloß Klein-Büllesheim (Stadt Euskirchen). (101 Stück), ein kleinerer im hiesigen Staatsarchiv (58 Stück, davon 36 Urkunden als Leihgaben des Grafen Schaesberg zu Thannheim (vgl. den Vertrag, Dienstregistratur D I, 2, Bd. I [= BR 2094 Nr. 249], Bl. 74, ebenda, Bl. 53 die Liste). Ein geringer Rest ist in die Pfarrarchive zu Birgelen und Ophoven gelangt. - Die vor dem Datum stehenden schwarzen Nummern in Maschinenschrift stellen die fortlaufenden Nummern aller Urkunden in chronologischer Folge dar. - Die roten Nummern rechts neben dem Datum sind die fortlaufenden Nummern des Bestandes des Staatsarchivs Düsseldorf. - Die zum Archiv Klein-Büllesheim gehörenden Urkunden sind rechts über dem Regest mit ”Kl. - Büllesheim“ Bezeichnet. Die fortlaufende Nummer dieser Urkunden im Klein - Büllesheimer Archiv ist rechts neben dem Vermerk ”Kl. - Büllesheim“ in grüner Tinte eingetragen."
Folgende Urkunden befinden sich im Archiv Schloss Büllesheim oder in anderen privaten Archiven (jeweils angegeben):
[1218]
Regest: Kl.- Büllesheim. - Die Äbtissin Jutta zu Herkenrode und B. zu Ophoven, beide Klöster des Cistercienserordens, geben bekannt, dass die Nonnen zu Ophoven nach Aufgabe ihrer bisherigen Ordensregel sich dem Cistercienserorden angeschlossen haben und mahnen Geistliche und Laien zur Unterstützung des Klosters. Or. Pgmt. Ohne Jahr und Tag. Von den beiden Siegeln ist Nr. 1 in der oberen Hälfte, Nr. 2 ganz erhalten. - Kl.-Büllesheim.
1222
Regest: Kl.- Büllesheim. - Erzbischof Engelbert von Köln nimmt das Cistercienserinnenkloster St. Marie in Ophoven und seine jetzigen und künftigen Besitzungen unter des hl. Petrus und seinen eigenen Schutz, Außerdem bestätigt er dem Kloster den Besitz der Novalzehnten im Dekanat Wassenberg, die einst der verstorbene Bischof Albert diesem geschenkt hat. Diese Schenkung ist in der Generalsynode, dann durch Guido, Bischof von Praeneste, den früheren Erzbischof zu Köln Adolf und endlich durch das Kapitel von St. Lambert in Lüttich bestätigt worden. Or. Pgmt. Das Siegel fehlt. - Kl.-Büllesheim.
1231
Regest: Kl.- Büllesheim.- Der Edelherr Goswin von Born bekundet, dass er den Zehnten zu Blerick, den er von dem Grafen zu Los zu Lehn trug, für 100 Mark dem Cisteroiserinnenkloster zu Ophoven verkauft und zugleich das Patronat über die dortige Kirche dem Marienaltar zu Ophoven geschenkt habe. Zum Ersatz für das Lehen hat er dem Grafen seine Länderei zu Born zu Lehen aufgetragen. Or. Pgmt. - Kl.-Büllesheim.
1231 April 17
Regest: Kl. - Büllesheim.- Bischof Johann von Lüttich bestätigt den Verkauf des Zehnten zu Blerick durch den Edelherrn Goswin v. Born an das Kloster Ophoven auf Fürbitte des Grafen Arnold v. Los und Chiny, der den Zehnten von dem Bistum zu Lehen getragen und ihn weiter an Goswin übertragen hatte. Der Graf hat auf sein Lehnrecht zu Gunsten des Klosters verzichtet. (feria quinta post... Jubilate). Or. Pgmt. mit Siegelrest. - Kl.-Büllesheim.
1234 Februar 15
Regest: Papst Gregor ermahnt die Gläubigen in den Kirchenprovinzen von Köln, Trier und Mainz zur tatkräftigen Unterstützung des Cistercienserinnenklosters Dalheim, da die Nonnen ihr bisheriges Kloster zu Ophoven, da dieser Ort als zu groß und volkreich für ein Cistercienserinnenkloster nicht geeignet ist, verlassen und den Bau eines neuen Klosters in Dalheim begonnen haben, aber nicht genügende Mittel für den Bau besitzen. Allen Wohltätern des Klosters verleiht der Papst einen zwanzigtätigen Ablass. (XV kal. Martii, pont. a. septimo). Or. Pgmt. Zwei gleichlautende Ausfertigungen. An beiden fehlt die an gelb-roter Seidenschnur befestigt gewesene Bulle. - Kl.-Büllesheim.
1237 September 25
Regest: S. Propst und das Kapitel von St. Peter in Udelnberg bezeugen, dass ihre Zwistigkeit mit dem Kloster Dalheim über den Zehnten zu Linne (Lynne) und dessen Bezirk beigelegt ist. (fer. Sexta ante fest. B. Michaelis). Or. Pgmt. Siegelrest. - Kl.-Büllesheim.
1238 September 8
Regest: Wassenberg.- F. Propst zu Wassenberg und H. Propst zu Heinsberg schlichten als vom Papst delegierte Richter den Streit zwischen dem Kloster Uphoven und Rutger, dem Pfarrverweser (persona) zu Blerick und Berkel über die Teilung des Zehntertrags. (in nativitate b. Marie v.) . Or. Pgmt. Von Siegel 1) ein geringer Rest, von 2) ein größeres Bruchstück erhalten. - Kl.-Büllesheim.
1243 Oktober 21
Regest: Die Äbtissin S. in Ophoven bezeugt, dass die Witwe Beatrix von Wassenberg dem Kloster 10 Mark kölnisch zum Erwerb eines Jahreszinses von 1 Mark geschenkt hat. Davon soll die Hälfte zum Aniversar des Edelherrn Rutger v. Merheim, Vaters der Beatrix, am 24. August, die andere am 3. Dezember zum Aniversar des Edelherrn G(erhard) v. Wassenberg, Gemahls der Beatrix, verteilt werden. Mitsiegeler: Abt Thomas von Val-Dieu (Vallis Dei), (in die XI milium virgium). Or. Pgmt. Unbesiegelt geblieben. - Kl.-Büllesheim.
1249 Januar
Regest: Anselm, Basilius, Johann, Wilhelm, Ingebrand (Engebrandus), Mechthild und Jutta, Kinder des Johann van der Balen und der Heilwich, verkaufen mit Zustimmung ihrer Vormünder Ingebrand und Wilhelm v. Rurich, Gebrüder, Heinrich von Hochtorp und Dietrich Luff, ihrer Oheime, Gerhard von Coerrenzig, Wilhelm v. Glimbach, Wilhelm v. Hochtorp, eines Geistlichen, ihre Blutsverwandten, bei der Balen, nämlich ihren bebauten Hof mit 74 Morgen Ackerland, wovon 56 zehntfrei sind. Zeugen: Der Pfarrer zu Limbricht Lunerke, Godart, ein Priester zu Körrenzig, Dietrich, Scholaster zu Aachen, Adam von der Soersen und sein Bruder Wilhelm, Ingeram von Bergelhoven mit seinen Söhnen Helias, Vogt zu Jülich, Gisbert, Vogt zu Wassenberg, Sibert v. Crumpsheim, Jakob und Heinrich v. Körrenzig. Altes abschriftliches Regest im früheren Archiv der Grafen v. Hompesch zu Bollheim zu Schleiden. Nach v. Oidtman.
1249 August 19
Regest: Bischof Heinrich von Lüttich beautragt den Propst und den Scholaster zu Heinsberg mit dem Schutz des Klosters zu Ophoven, gemäß der inserierten Bulle Papst Gregors IX. d. d. Perusia, 1229 Februar 19. Auch hier ist die XI vor kal. Marcii scheinbar ausgelassen. Or. Pgmt. Siegel nur halb erhalten. Diözesanarchiv Aachen Pfarrarchiv Birgelen. Vgl. Tille - Krudewig, II S. 169.
1252 Dezember 19
Regest: Dalheim.- Gerhard, Herr zu Wassenberg gibt unter Zustimmung seines Sohnes Gerhard dem Kloster Ophoven das Allod Heinenbruch zurück, da dieses zu den von Osto v. Born früher dem Kloster verkauften und geschenkten Gütern gehört und mit Gewalt dem Konvent entfremdet war. Zeugen: Johann, Vogt zu Wassenberg, Sibert v. Hucloven, der ungenannte Sohn des Grafen v. Salm. (sexta die ante natale domini). Or. Pgmt. Siegel ab. Abschrift 16. Jh. in: Jülich, Mannkammerakten 100 b, fol. 134. - Kl.-Büllesheim.
1259 Juli
Regest: Wassenberg.- Hermann, Burggraf zu Wassenberg, seine Frau Alveradis und ihre Kinder bekunden die Beilegung ihres Zwistes mit der Äbtissin und dem Konvent zu Ophoven (Uphoven). Das Kloster kauft die Güter Breidenrode bei Heimenbruch für 50 M. vom Burggrafen, der sie zwecks Übereignung an das Kloster dem Herzog Walram von Limburg übergibt. Es siegeln Herzog Walram von Limburg übergibt. Es siegeln Herzog Walram, Walram v. Jülich, Wilhelm Schillinck, gen. v. Halle. Zeugen: Alexander v. Weiler Wilre) Ritter, Udo Truchsess (dapifer) von Rode (Herzogenrath ?), Gerhard v. Kerrecke, Ritter, Goswin v. Gripenhusen, Ritter, Goswin, dessen Sohn, Sibert v. Commortere, Ritter und Sohn Sibert, DIetrich, Bruder des Burggrafen, Sibert v. Hüchelhoven (Hucloven), Meister Heinrich v. Wassenberg. (mense Julio). Or. Pgmt. 1 Siegel. Oijusauarchiv Dachen Pfarrarchiv Birgelen. Vgl. Tille-Krudewig II S.170
1262 November
1294 Juni 11
Regest: Die Schöffen zu Mastricht Gottfried, Sohn des Florentius, Olbertus und Franco bezeugen, dass Äbtissin und Konvent zu Dalheim sich zur Zahlung einer Leibrente von 20 Lütticher Schillingen zu Weihnacht jeden Jahres an Katharina, Tochter des Lambert Prent, verpflichtet haben. (feria sexta p. Bonfacii). Or. Pgmt. Nur Siegel 3 ist beschädigt erhalten, von 2 kleine Reste,1 und 4 (Konvent) fehlen ganz. - Kl.-Büllesheim
1302 Mai 26
Regest: Edmund v. Domen und seine Frau Mechthild verkaufen dem Kloster Dalheim vor den nicht benannten Schöffen zu Doveren einen Landstreifen von 16 Fuss Breite durch ihr Grundstückt für die Anlage einer Wasserleitung zum Bach Bala und der an diesem Bach gelegenen Konventsmühle. Für die Schöffen von Doveren, die kein Siegel haben, siegeln die Schöffen zu Wasenberg (kein Name!) mit ihrem Gerichtssiegel. Or. Pgmt. Siegel beschädigt. - Kl.-Büllesheim
1306 November 5
Regest: Otto v. Born verkauft mit Zustimmung seines Bruders Wilhelm dem Kloster Dalheim für 80 Mark Brabanter Währung seinen Zehnten zu Blerick auf Personen und Güter mit allem Zubehör. Zeugen: Th. v. Herchen, Tilman Lirpin, Gerhard Udonis, Johann Conradi, Gottfried Wolframi und Gottschalk v. Roderburch, Schöffen zu Roermond. Es siegeln Otto, Wilhelm und ihr Verwandter Ritter Goswin v. Elslo. (sabb. p. f. omnium sanctorum). Or. Pgmt. Siegel 1) am unteren Rande beschädigt, von 2) kleiner Rest, 3) beschädigt. - Kl.-Büllesheim.
1310 Februar 3
Regest: Ritter Lambert v. Rotheym beurkundet, dass Ermegardis, Witwe des Brusen zu Myhl (Mila) dem Kloster Dalheim eine Rente von 5 Malter Roggen, fällig am 2. Oktober verkauft hat. Die Rente kann durch Zahlung von 3 Mark für jedes Malter wieder eingelöst werden. (fer. 6. p. purificationem b. Marie). Or. Pgmt. Siegel leicht beschädigt. - Kl.-Büllesheim
[1310]
1314 März 10
Regest: Äbtissin Johanna und der Konvent Dalheim bezeugen, dass Adelheid v. Rotheim für 6 Mark und 12 Denare Brabanter Währung (von dem Kloster) eine Rente von 2 Malter Roggen erworben hat, die ihr jährlich nach Heinsberg zu liefern ist. Nach Adelheids Tod soll die Rente für deren Aniversar verwendet werden. (Oculi). Or. Pgmt. Siegel ab. - Kl.-Büllesheim
1317 März 29
Regest: Christian Meysken quittiert dem Kloster Dalheim über 48 Mark. Zeugen: Johann v. Asenrade, Ritter, Heinrich v. Muggenbruch, Heinrich v. Eyrade, beide Priester, Dietrich Kille von Halen, Sibert und Gottfried, Brüder Christians. Siegler: Die drei Schöffen von Roermond Konrad von Ocenrade, Mathias von Arwickle und Dietrich von Mersen. (feria 3. p. Palmas) Or. Pgmt. Von den 3 Siegeln zeigt 1) (beschädigt) eine Schwurhand, 2) (gut erhalten) einen schreitenden, einfach geschwäzten Löwen, 3) (sehr beschädigt) eine Lilie (?). - Kl.-Büllesheim
1321 September 16
1323 März 1
1326 August 24
1326 Dezember 30
Regest: Die Äbtissin zu Dalheim Adelheid v. Rurdorp bezeugt, dass der verstorbene Konrad v. Wilderode dem Konvent 3 Malter Roggen für sein Aniversarium vermacht hat, die jedoch einer Nonne Bertha während ihrer Lebenszeit zustehen sollen. Die Äbtissin weidt diese Kornrente auf 12 Malter Roggen an, die Bela, Witwe des Walwin von Effelt jährlich dem Kloster schuldet. Der Überschuss dieser Rente wird für den Fall der Nichtlieferung der 3 Malter als weiteres Unterpfand bestimmt. Wenn jedoch das Kloster 12 Mark Brabanter Währung wieder zinsbar angelegt hat, wird die neue Rente an Stelle der verpfändeten eingesetzt. (fer. 3. p. nativ. domini nostri). Or. Pgmt. Siegel ab. - Kl.-Büllesheim
1335 Februar 20
1336 Mai 2
Regest: Vor den nicht benannten Schöffen zu Wassenberg vermacht Adelheid, Witwe des Gerhard Scleypoel, dem Kloster Wassenberg Äbtissin: Adelheid - die Hälfte eines Hauses und Gartens außerhalb der Stadt Wassenberg an dem Ort Volce (Volte), die sie von ihren Eltern Dietrich Kigge und Mechtild ererbt hat, bei dem Haus und Hof des Johann Leyperre. Die Witwe behält die Leibzucht. Nach ihrem Tod soll das Jahresgedächtnis für sie, ihren Ehemann, ihre Eltern und ihren verstorbenen Sohn Heinrich begangen werden. Das Kloster trägt bei Lebzeiten der Adelheid die Unterhaltungskosten der Gebäude und Grundstücke zur Hälfte. Die Kinder der Witwe, Johann und Petrus, beide Kleriker, und Adelheid, Frau eines Lambert, willigen in die Schenkung. (secunda die mensis Maii intrantis). Or. Pgmt. Siegel beschädigt. - Kl.-Büllesheim
1335 Mai 2
1339 Januar 24
Regest: Die Äbtissin Adelheid v. Helpenstein und der Konvent zu Dalheim verkaufen der Nonne Sophie v. Odenkirchen (Udenkerken) eine Kornrente von 29 Sümmern, halb Roggen, halb Hafer, fällig am 1. Oktober aus den Gütern, die Dietrich v. Steinkirchen, ein Bruder des Klosters, diesem hinterlassen hat. Als weitere Sicherheit soll der Klosterhof zu Schafhausen (Scheephosen) dienen. Nach Sophies Tod soll die Rente für eine ewige Lampe im Kloster verwendet werden. (in vigilia conversionis b. Pauli). Or. Pgmt. Das Siegel ist rechts beschädigt, das Konventssiegel gut erhalten. - Kl.-Büllesheim
1345 Mai 8
1347 Januar 26
Regest: Die Äbtissin zu Dalheim Adelheid v. Helfenstein bevollmächtigt den Klosterkonversen Rutger zur Erhebung oder auch gerichtlichen Eintreibung einer von dem Antoniterkonvent zu Köln zu leistenden Geldzahlung. (elemosina, legatum, donatio vel distributio!). (in conversionis b. Pauli ap.). Or. Pgmt. Siegel ab. - Kl.-Büllesheim
1348 November 11
Regest: Ritter Segel v. Kessel beurkundet, dass Goswin van gen Husen und dessen Frau Mechtild in Gegenwart der Schöffen zu Swaleybrecht (Schwalenberg) Johann van Hove (de curia), Tilman vam Hove, Gobelin Hoyse und Franco vam Velde (de Campo) sowie des Johann Voes, die sämtlich seine Liten sind, dem Kloster Dalheim eine Rente von 2 Mark Pagament, fällig zum 1. Oktober, verlauft haben. Unterpfand sind 13 Morgen Land, die Seger zinspflichtig sind. (die b. Martini). Or. Pgmt. Siegel gut erhalten. - Kl.-Büllesheim.
1349 Februar 4
1349 November 11
1350 Oktober 28
Regest: Ritter Dietrich v. Wilderade, Amtmann zu Wassenberg, und die Knappen Heinrich Reffart v. Swalm und Heinrich v. Selhem beurkunden als erwählte Schiedsrichter in der Streitigkeit zwischen dem Kloster Dalheim und dem Mathäus v. Titz um einen Acker zu Titz, dass Mathäus auf alle Ansprüche verzichtet hat. Nur Ritter Dietrich siegelt, da die Knappen keine Siegel besitzen. (ipso die Symonis et Jude). Or. Pgmt. Das abhangende Siegel ist stark beschädigt. - Kl.-Büllesheim.
1354 Januar 25
1354 Februar 19
1354 Oktober 18
1358 Februar 18
Regest: Der Richter zu Roermond Johann Averecht und die dortigen Schöffen Johann Springentguet und Johann van Mersen beurkunden, dass Johann van Torben und seine Frau Katherina, Tochter des Wilhelm Vere (=Fährmann?) van Longgenheym, von Andreas, Heinrich Symons son und dessen benannten Kinder ein Haus ind er Hegestrate, neben dem Hause des Johann Koecker, früher Everart Krummels Erbteil von der Großmutter der Kinder Gertrud van Cruchten, für 3 Schillinge flämischer großer Turnose zahlbar Remigii und zu Ostern, in Erbpacht genommen haben. (des achteenden daegs in den Spurkelmaende). Or. Pgmt. Siegelreste. Das Transfix siehe unter 1387 April 27. - Kl.-Büllesheim.
1359 Juni 10
Regest: Die Äbtissin Bela und der Konvent zu Dalheim erteilen ihrem Beichtiger, dem Campener Mönch Johann und ihrem Kleriker Walther von Alphem eine generelle Vollmacht zur Führung von Prozessen. (fer. secunda p. Trinitatem). Or. Pgmt. Siegel beschädigt. - Kl.-Büllesheim
1362 Juni 26
Regest: Die Schöffen zu Wassenberg beurkunden, dass die Kinder Sibrechts op den Kelre und der Adelheid ihrer Schwester Katharina, Nonne zu Dalheim, folgende Hebungen zur Leibzucht überwiesen haben: 1) 5 Malter Roggen Pacht von der Mühle ter Coppelweiden, 2) 8 Sümmer Roggen aus 6 Morgen des Soenken von Tuschenbroich, die nach Katharinas Tod für die Familienmemorie an das Kloster fallen. 3) 3 Malter Hafer aus dem Gut Godart Heut van dem Busche. 4) 14 Sümber Hafer aus dem Gut Godarts van den Busche, der Lysa, des Haerden Tochter zur Frau hat. 5) 6 Mark Jahreszins aus dem Gute des Mathias Hickelken zu Golkrath. Die Rentenbriefe verbleiben den Miterben, doch haben sie, falls notwendig, diese der Katharina zu Eintreibung der Zinsen, bei Verlust ihres eigenen Erbrechtes im Falle der Verweigerung, zeitweise auszuhändigen. Or. Pgmt. Sigel verletzt. Transfix: 1441 März 26. s. dort. - Kl.-Büllesheim.
1369 Mai 26
1373 Mai 31
1376 Mai 6
1379 November 25
1383 Februar 22
1383 Juli 25
1387 April 27
1395 Mai 17
[14. Jh.] Oktober 28
1405 Juni 23
1409 Juli 16
Regest: Vor den Schöffen zu Horst Jakob Ludinck und Gerhard (Gherit) Steynken nehmen die Witwe des Goeswyc Steinkens und deren Töchter Baetse von der Äbtissin zu Dalheim Margaretha von Bekkenhuysen mit Zustimmung des dortigen Konvents den Munnyckhoeff für 11 Malter Roggen (Pachttermin: St. Andreas) in Erbpacht. Bei Verkauf oder Vererbung von Todes wegen zu einer Hand ist außerdem die Hälfte des Pachtkorns, zu zwei Händen eine ganze Jahrpacht zu entrichten. Für den zweiten Schäffen siegelt sein Oheim Alart Ludinck. (des dinxdaghes nae s. Margarieten dages virginis). Or. Pgmt. Von Siegel 1) ein kleiner Rest, von 2) die linke Hälfte erhalten. - Kl.-Büllesheim
1412 Mai 22
Regest: Alart Ludynck und sein Sohn Johann bekennen, dass der schmale Zehnte zu Horst, den ihnen die Äbtissin zu Dalheim Margarethe v. Beedkenhuyssen auf ihre eigene Lebenszeit für 11 enkel Wilhelmsgulden, fällig Allerheiligen, verpachtet hat, bei Nichtzahlung eines Zinses bis zum nächsten Termin an die Äbtissin zurückfallen soll, der übrigens die Beitreibung des Rückstandes durch Pfändung auf die Güter der Pächter zusteht. Es siegelt Alart. (op hogetyt Pinxten). Or. Pgmt. Das abhangende Siegel ist gut erhalten. - Kl.-Büllesheim
1413 Juli 16
1416 Mai 18
1416 Dezember 21
Regest: Abt Johann und der Konvent zu Altenberg nehmen von der Äbtissin (Name nicht erwähnt) und dem Konvent zu Dalheim die diesen gehörende Mühle an der Bahlen (Baelen) im Kirchspiel Körrenzig (Koresick) auf 300 Jahre vom Datum der Urkunde an für 6 Malter Roggen jährlich, lieferbar am Remigiustag, in Pacht. Zur Mühle gehören zwei Landstücke. (die b. Thome ap.) Or. Pgmt. Die zwei Siegel sind etwas beschädigt. - Kl.-Büllesheim.
1417 Juli 5
1420 Dezember 8
1421 November 14
1423 Mai 28
1424 September 21
1426 Januar 9
1429 Januar 17
1429 April 27
1434 September 11
Regest: Zegher, Zeghers son van Hoyenberg van der Horst, sühnt sich mit der (nicht namentlich erwähnten) Äbtissin und dem Konvent zu Dalheim, denen er Fehde angesagt hatte. Vermitller der Sühne waren von Zeghers Seite: die Knappen Johann van Oyem, Geraert van der Westerbeck, Jakob Peter Kopkens son und Jakob Johann Kopgens son, und von Seiten des Klosters: Gerhard Steynken und Peter, Rentmeister der Äbtissin. Siegler waren: die Knappen Johann von Ysshem und Johann von Oyem. (des neesten saeterssdaech nae Onser vrauwen dage concepcio) Or. Pgmt. Die Siegelstreifen zeigen keine Spur früherer Besiegelung. - Kl.-Büllesheim
1436 April 22
1439 Mai 31
Regest: Peter van Roitheym verzichtet für sich und seine Frau Baitze auf alle Forderungen und Ansprüche gegen die (nicht namentlich erwähnte) Äbtissin und den Konvent zu Dalheim. Es siegeln Wilhelm van Vlodorp, Erbvogt zu Roermond, zeitiger Drodt zu Wassenberg, und die Schöffen von Wassenberg mit ihrem Amtssiegel. (des neesten sondages na pynxstdage). Or. Pgmt. Siegel 1) leicht beschädigt, 2) gut erhalten. - Kl.-Büllesheim
1437 Juni 4
1438 September 15
1438 November 30
1439 April 4
1439 Juli 3
1441 März 26
Regest: Johann Sass pachtet von dem Kloster Dalheim auf 12 Jahre Land an dem Bruymbeeck für 8 Sümbern Roggen, fällig November 30. Es siegelt Junker Peter von Eggenraede. (des sonnendags na Onser 1. Vrauwen dage to halfvasten). Transfix mit Siegel an Urkunde Nr. 37. - Kl.-Büllesheim
1449 Juli 21
1451 Mai 24
Regest: Vor den (nicht namentlich erwähnten) Schöffen zu Wassenberg nehmen Gerart van Schaipkusen und seine Frau Grietken von dem Kloster Dalheim (Äbtissin nicht genannt) folgende Grundstücke auf 100 Jahre und 1 Tag in Pacht: 1) Die koemeyde, groß etwa 19 Morgen, zwischen Steinkirchen und dem Hofe zo Warde (zer Vaert nach Rückaufschrift), Anlieger: Kloster, Ditger Oeden, Peter Hylken), 2) 1/2 Morgen, genannt "dat kempken", Anlieger: Ditge Oeden, Kloster, Henne van Loeme. Pachtzins 1/2 Bonner Wiesen, Anlieger: Kloster, Heyne in den Bongart, Coenke Schryver van Byrgelen. Letzteres Land ist Lehnsgut der Äbtissin. Genannt ist Rentmeister Aert in ghyn Haenbroick und 2 Laten, Henne van Genauwen und Henne mit der Coen. Or. Pgmt. Das Schöffensiegel fehlt, ebenso ein zweites (vermutlich das der Äbtissin), das dritte (Siegel des Konvents) ist beschädigt. - Kl.-Büllesheim
1451 Dezember 13
1452 Februar 24
1457 März 12
Regest: Vor den (nicht namentlich erwähnten) Schöffen zu Wassenberg übertragen Johann Cupenbynder und seine Frau Eva auf ihrer beider Todesfall alle ihre Güter der Äbtissin Katharina und dem Konvent zu Dalheim, da sie als Bruder und Schwester eine Pröve erhalten. (op s. Gregorius dach). Or. Pgmt. Siegel leicht beschädigt. - Kl.-Büllesheim
1457 April 25
1457 September 17
1462 Dezember 20
Regest: Vor den (nicht benannten) Schöffen zu Titz nehmen Engelmans und seine Frau Adelheid von der Äbtissin zu Dalheim Katharina Roiss(en) und dem Konvent den Hof zu Spiel (Speille) mit 54 Morgen Land, Anlieger: Breymker Acker, Nyt v. Birgel, Machabaerkloster in Köln, Johann v. Palant, Pastor zu Spiel, Hof Grevenich, für 19 rhein. Gulden, eventuell noch 5 dem Hofe jetzt entfremdete Morgen für 1/2 rhein. Gulden, zahlbar 1. Oktober, in Erbpacht. Die Erbpächter setzten 3 Morgen Land (Anlieger: Kloster Dalheim, Ritter Hoen van dem Pesch, Junker Johann v. Güsten) zum Unterpfand. (s. Thomas avent). Or. Pgmt. Das Schöffengerichtssiegel ist beschädigt.
1473 November 23
Regest: Vor den Schöffen zu (Rur)-Kempen (genannt: Dietrich van Romen, Arnold van dem Stade, Jakob in der Moelen) verkaufen Johann Korffs und seine Frau Jutta der Äbtissin Katharina Roesen und dem Konvent zu Dalheim für den Kaplan am St. Bernhards-Altar eine Erbrente von 1 1/2 rhein. Gulden, oder 37 1/2 kölnischen Weisspfennigen, fällig St. Andreas. Unterpfand: Haus und Hof an der Hoeger bruggen (Anlieger: Peter Schulkens und Rektor der Kapelle zu (Rur)-Kempen. Es siegelt das Schöffengericht zu Heinsberg. (op s. Clements dach). Or. Pgmt. Siegel beschädigt. - Kl.-Büllesheim
1476 November 10
1477 Februar 19
Dezember 20
Regest: Christina van Kessel, genannt van Sleverkoeven bestimmt, dass ihre Enkelin Styne, Tochter des Daym van Nyenkirchen und einer Tochter Christinens, für eine Forderung von 35 Gulden nach C”s Tode die Hälfte ihrer fahrenden Habe erhalten soll, die andere Hälfte fällt an die Schwester Stynes Gertrud, die auch Styne gegebenfalls beerben soll. Siegler: Daem, Johann van Barle und Lenss van Sleverkoeven, Schwäger der Christine. (up s. Thomas avent). Or. Pgmt. Siegel ab. - Kl.-Büllesheim
1482 Juni 2
1484 Februar 3
1486 Juni 23
1486 Juni 27
1486 Oktober 23
1488 Juli 25
1489 Oktober 12
1491 Mai 19
1495 Oktober 1
1501 Oktober 24
1508 Oktober 1
1508 Dezember 21
1515 Juli 24
1515 November 24
Regest: Vor den nicht benannten Schöffen zu Wassenberg verkaufen Mette Reners und ihr Sohn Rener der Äbtissin Irmgard van Nyvenhem und dem Konvent zu Dalheim 1 Malter Roggen Rente, lieferbar zum St. Andreastermin. Unterpfand sind 7 Morgen Land im Kirchspiel Birgelen (Anlieger: Meister Johann up den Kelre, Arnd Schryver, Thys Schryver und die Hoestraite). (Up s. Kathrynen avent). Or. Pgmt. Siegel beschädigt. - Kl.-Büllesheim
1523
1534 November 29
1534 November 30
1537 April 23
1538 Januar 20-22
1552 Oktober 8
Regest: Vor dem Gericht zu Horst (Lambert Vyghen, dagellycks rychter, Jakob van Mirlair und Jakob van Reysenbeck, Schöffen) verpflichten sich Wynand van Bruck und Frau Neese auch für ihre Erben in dem Gut Oesteryck zur Unterhaltung einer Steges (Brücke) hinter dem Stall des Peter Bolle van Pyr. Es siegelt der Schöffe Jan van Renss. Or. Pgmt. Siegel gut erhalten. - Kl.-Büllesheim
1565 September 23
1663 Januar 24
1671 Februar 23
1678 Dezember 18
1695 April 12
Regest: Eingabe der Priorin zu Dalheim Beatrix von Grevenbroeck an den Rat zu Branbant betr. Leibrente von 50 Rtlrn. Or. Pgmt. Pfarrarchiv Birgelen. Vgl. Tille-Krudewig, II S. 170.
Folgende Urkunden befanden sich als Dep. Schaesberg im Bestand Kloster Dalheim:
vgl. Vertrag vom 20.1.1948 (Dienstregistratur D I, 2, Bd.1 [= BR 2094 Nr. 249], Bl. 74, die Liste ebenda, Bl. 53). Die Urkunden wurden nach Kündigung des Depositalvertrags am 17.12.2018 durch den Eigentümer wieder abgeholt; vgl. NRWDOS-Vorgang 2017/02481.
Datum:Altsignatur:
1231AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 8 - Der Edelherr Goswin v. Born verkauft mit Zustimmung seines Lehnherrn, des Grafen v. Los, dem Kloster zu Ophoven (Uphoven) seinen von dem Grafen lehnrührigen Zehnten zu Blerick (Biereke) und Berkel (Bercle) und trägt zum Ersatz sein Allod zu Born dem Grafen zu Lehen auf. Mitsiegler ist der avunculus G's, Propst Arnold zu St. Gereon. Zeugen: Die Edelherren R. und G. von Millen (Millene) und Reiner Hun von Hehgthe, Vogt daselbst (zu Millen?). Or. Pgmt. Das Siegel Goswins ist gut erhalten, das des Propstes an der rechten Seite beschädigt.
1232 Februar 19AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 9 - Ophoven.- Heinrich, Herr von Helpenstein verkauft dem Konvent zu Ophoven (Uphoven) einen Teil seiner Besitzungen zu Dalheim. Mit Zeugen: Ein Ritter Homad o. Dovenroch, Sibert v. Hückelhoven, Reiner Droste v. Hülchrath, Arnold v. Rotheym, Wilh. Schilling (solidus), Gottfr. der Rote (rufus). (in quadragesima). Or. Pgmt. Die Urkunde zeigt zwei Siegeleinschnitte, doch hängt nur ein Siegel (das Heinrichs) an.
1232AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 10 - Graf Arnold von Los und Chiny (Chinei) bestätigt den Verkauf der Zehnten zu Blerick und Berkel durch seinen Lehnsmann Otto v. Born an das Kloster Ophoven und verzichtet auf seinen Lehnsanspruch zu Händen des Oberlehnsherrn, des Bischofs von Lüttich. Or. Pgmt. Das Reitersiegel mit Rücksiegel ist am unteren Rande beschädigt
1234AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 12 - Bischof Johann von Lüttich bestätigt als Oberlehnsherr den Verkauf den Verkauf des Zehnten zu Blerick (Bleirke) und Berkel (Berkle) durch Goswin, Edelherrn v. Born an das Kloster Ophoven (Uphoven). Or. Pgmt. Siegel gut erhalten.
1236 MärzAA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 13 - Köln.- Erzbischof Heinrich von Köln nimmt das Kloster zu Dalheim mit seinen Besitzungen, besonders den früheren Gütern des Heinrich v. Helpenstein (Helpinstein) in seinen Schutz. (mense martio). Or. Pgmt. Mit ziemlich gut erhaltenen Siegel an grün-gelber Seidenschnur.
1239AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 14 - Erzbischof Konrad beauftragt den Dechanten A. und den Chorbischof G. an St. Georg in Köln mit dem Schutz des Klosters Ophoven gemäß der im Wortlaut inserierten Bulle des Papstes Gregor IX. von 1229 Februar 19. Or. Pgmt. Siegelrest. Bemerkung: Im Transsumpt ist die Tagesnummer XI vor kal. Martii ausgelassen, auch ist der Name des Erzbischofs C. eingeschmuggelt, der im Or. fehlt und für 1229 H. (Heinrich) hätte lauten müssen.
1242 März 21AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 15 - Wassenberg.- Gerhard, Herr von Wassenberg, schenkt dem Konvent zu Dalheim zum Jahresgedächtnis für seinen Vater (Gerhard) eine, in drei Terminen zahlbare Rente von 1 Mark aus der Mühle zu Orsbeck (Ursbeke). Zeugen: Heinrich v. Wassenberg, Propst zu St. Kunibert, Friedrich Propst zu Wassenberg, Johann, Priester, Magister Hildebrand, Kanoniker zu Wassenberg, ferner die Ritter Adolf, Sohn des Herzogs v. Limburg, Wilhelm Schilling (Solidus), Dietrich v. Brakel, Arnold v. Rotheim. (in die Benedicti). Or. Pgmt. Das anhängende Reitersiegel ist am oberen Rand beschädigt.
1244 MärzAA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 16 - Köln.- Konrad, Minister der erzbischöflichen Kirche zu Köln verleiht den Besuchern der Klosterkirche zu Dalheim am Sonntag Misericordia als dem Jahrestage der Dedikation, sowie den Wohltätern des Klosters einen Ablass. (mense Martio). Or. Pgmt. Siegel zur Hälfte erhalten.
1245 AprilAA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 17 - Köln.- Konrad erneuert als Erzbischof den Ablass für Dalheim, mit Erweiterung für die Besucher der vier Marienfeste. Or. Pgmt. Siegelbruchstück.
1245 April 28AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 18 - Lyon.- Ausfertigung der bei Pothast Nr. 11640 verzeichneten Bulle Papst Innocenz IV. für den Cistercienzerorden. Or. Pgmt. Mit Bulle an gelb-roter Seidenschnur.
1245 AprilAA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 19 - Köln.- Erzbischof Konrad von Köln wiederholt seine Urkunde für Ophoven von 1239 (Nr. 14), doch werden diesmal Propst, Prior und Scholaster zu Heinsberg mit der Ausführung der inserierten Bulle beauftragt. Or. Pgmt. Siegel an rot-grüner Seidenschnur zur Hälfte erhalten. Bemerkung: Das Datum der inserierten Bulle ist diesmal richtig angegeben, das sinnlose C. als Initiale des Erzbischofs von 1229 (!) dagegen beibehalten.
1245 Mai 13AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 20 - Bei Wassenberg.- Gerhard, genannt (dictus) Herr v. Wassenberg, verzichtet auf seine Lehnsansprüche auf die Güter, die Hermann v. Titz dem Kloster Ophoven (Uphoven) verkauft hat, unter der Bedingung, dass das Kloster auf 12 Schillinge kölnisch verzichtet, die dem Kloster von Gerhards Vater vermacht sind, und dass es jährlich am 17. September von den Gütern 6 Schilling entrichtet. Mitsiegler ist der Herzog von Limburg. Zeugen: die Ritter Walter v. Givenich, Goswin v. Orsbeck (-beke) Wilhelm Schilling (-lenc), Dietrich v. Brakel (en), Alard v. Tuschenbruck, Johann gen. Knode, Rutger v. Effeld (-felte). (mense Maio, in die s. Servatii). Or. Pgmt. Von dem Siegel des Herzogs ist ein größerer Rest erhalten, das zweite ist an den Rändern beschädigt.
1248 Juli 4AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 23 - Lyon.- Papst Innocenz IV. gestattet der Äbtissin und dem Konvent zu Ophoven (Oppehoven), alle den Klosterschwestern zustehenden beweglichen und unbeweglichen Güter zu beanspruchen und zu behalten. (Lugduni, IIII nonas Julii, pontificatus anno sexto). Or. Pgmt. Bulle von gelb-roten Seidenfäden ab.
1248 Juli 4AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 24 - Lyon.- Papst Innocenz IV. gestattet dem Kloster in den Bezirken der dem Kloster zustehenden Pfarrkirchen den Zehnten auch von dem bisher unbebauten Land zu erheben. (Datierung wie vor). Or. Pgmt. Die Bulle ist erhalten.
1248 Juli 4AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 25 - Lyon.- Papst Innocenz IV. bestimmt, dass, da die Zahl der Schwestern im Kloster Ophoven schon allzu groß sei, um sie aus den kärglichen Mitteln desselben zu erhalten, künftighin solche auf päpstliche Verleihung hin nur dann aufgenommen zu werden brauchen, wenn die Provision auf diese Bulle ausdrücklich Bezug nimmt. (Datierung wie vor). Or. Pgmt. mit Bleibulle. Auf der Rückseite Notiz des 16. Jahrhunderts über die Zahl der Nonnen.
1255 November 11AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 26 - Die Äbtissin B. und der Konvent zu Ophoven (Uphoven) bezeugen, dass Heinrich Longus, Bürger zu Lewis (Löwen?) und seine Frau Reinwidis testamentarisch den drei Töchtern ihres verstorbenen Sohnes Heinrich ihren Landbesitz be Rachenhoven (Rackcour) bei Lüttich unter Vorbehalt der Leibzucht vermacht haben. Da eine dieser Töchter auf Fürbitte ihres Onkels, des Abts G. von Val-Dieu, als Nonne in das Kloster aufgenommen ist, hat Reinwidis auf ihre Leibzucht an dem Drittel des Landes verzichtet. Äbtissin und Konvent, die das entfernte Land nicht selbst bebauen können, überlassen jedoch gegen Zahlung von 10 Mark Lütticher Währung an Reinwidis und deren Sohn Otto die Leibzucht auf beider Lebenszeit. Nach dem Tode der Reinwidis kann das Kloster seinen Anteil verkaufen, muss jedoch dem Otto dann jährlich zum 2. Februar 5 modiosspelt liefern. Mitsiegler ist der Abt. (in festo b. Martini). Or. Pgmt. Chirogramm. Beide Siegel sind gut erhalten.
[1260]AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 28 - Herzog Walram v. Limburg bestätigt nach Erhalt von 4 M. Silber den durch das Kloster Dalheim getätigten Ankauf des Zehnten zu Körrenzig (Chorencick) von einem Quno, Sohn der Rimildis und ebenso den Ankauf von 3 1/2 Morgen Land be seinem Lehnhof zu "Kepheim" gelegen, von dem früheren Besitzer Heinrich von Bergelhoven, Sohn Burchards, für eine weitere Zahlung von 2 Mark. Zeugen: Udo v. Rode, Truchsess (dieser auch Mitsiegler) und der Schultheiss Rudolf. Undatiert. Or. Pgmt. Das herzogliche Siegel mit Rück-Sgl. ist gut erhalten, das zweite beschädigt. Zur Datierung: Walram war Herzog von 1247-1280.
1260 FebruarAA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 29 - Beatrix, genannt Äbtissin zu Ophoven und der Konvent zu Dalheim versprechen dem Gottfried von Münster (de Monasterio), Kanonikus zu St. Mariengraden in Köln, dem sie den Hof in Kirchtroisdorf (Trotsdorp) für 240 Mark kölnisch abgekauft haben, wobei 24 angezahlt sind, die Zahlung der Restkaufsumme in drei Raten bis zum 24. August. Als Bürgen mit der Verpflichtung zum Einlager stellen sie die Ehefrau Jutta von Hückeswagen und Volquin, Brauer bei St. Caecilien in Köln. Die Edelfrau muss 2 Männer an ihrer Statt ins Einlager schicken. Der Verkäufer stellt als Bürgen für die Gewähr des Kaufes binnen Jahr und Tag den Ritter Johann v. Kerpen (Carpena) und den Knappen Hermann v. Eppendorp. Siegler: der Konvent und Gottfried. (mense Februarii). Or. Pgmt. Von Siegel 1) nur Rest, 2) beschädigt.
1273 Dezember 1AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 30 - Wassenberg.- Ritter Gottfried v. Ulenbusch bezeugt, dass der langwierige Streit zwischen seinem Verwandten, den Brüdern Wilhelm v. Rurdorf und Heinrich, wegen der von Heinrich an das Kloster Dalheim verkauften Güter durch Zahlung einer Abfindung von 20 Mark an Heinrich beigelegt ist. Zeugen: Die Wassenberger Schöffen Goswin upme Kelre, Walter v. d. Molen, Willekin, Gerhard Schmied, Thomas Villeboc, Arnold v. Lennare, Heinrich Sekelin, Herman Riemenschneider, Sibert v. Comortere und Sohn Heinrich, Sibert v. Hucloven, Magister Heinrich v. Wassenberg, Johann, Vogt zu Orsbeck. (crast. b. Andree). Or. Pgmt. Siegel Gottfrieds ab. Das der Stadt Wassenberg beschädigt.
1274 AugustAA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 31 - Jutta, verwitwete Herrin v. Hückeswagen, spricht das Kloster Dalheim von jeder weiteren Zahlungsverpflichtung frei und erklärt, dass ihr nur die zinslose Bewohnung des Klosterhauses in Köln auf Lebenszeit, sowie die Leibzucht an dem Hofe zu Kirchtroisdorf (Trosdorpe) zustehe. Außer Jutta siegelt der Dominikaner Albert (Magnus) ehemaliger Bischof von Regensburg. (mense Augusto). Or. Pgmt. Die zwei Siegel sind zwar zerbrochen, aber sonst ziemlich gut erhalten.
1303 Oktober 31AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 32 - Ritter Lambert v. Rothem und die Schöffen von Wassenberg (genannt Symon, Thomas) beurkunden, dass Irmgard, Witwe des Bruso v. Myhl (Mila) dem Wassenberger Schöffen Peter der Maler (pictor) 5 Malter Roggen Wassenberger Mass, lieferbar am 2. Oktober und ablösbar mit 3 Mark für jedes Malter, verkauft Mat. Unterpfand sind die Lambert zinspflichtigen Güter der Irmgard. (vig. omnium sanctorum). Or. Pgmt. Siegel 1) (Lambert) gut erhalten, 2) Wassenberger Schöffensiegel (Rest).
1306 Juli 15AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 33 - Gerhard v. Nievenheim (Nivenheym, Nyvenhem) und seine Frau Mechthild von Hamm, sowie ihr Sohn Gottfried verzichten zu Gunsten des Klosters Dalheim auf 7 Schilling kölnisch und 12 Hühner von der Mühle, die früher Gottfried, dem Sohn des Herrn Gottfried v. Nievenheim, gehörte, zugleich auch ihr Allodialrecht an der Kirchenmühle. Siegler waren die Investiten Kv. Bonn-Rheinbach zu Hommersum (Humersheim): Heinrich und zu Haistolzhem (?) Ricolf. (in divisione apostolorum). Or. Pgmt. Siegel ab.
1314 September 12AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 34 - Die Äbtissin Adelheid und der Konvent zu Dalheim gewähren der Nonne Adelheid, Tochter des Konrad Suse, freies Verfügungsrecht über ihre Erbgüter, nachdem diese dem Konvent 4 Malter Korn zur Pitanz vermacht hat. Es siegeln die Äbtissin, der Karmeliter-Prior zu Boppard (kein Name) und Heinrich 4 (nach dem Siegel sherici), ständiger Vikar zu Erkelenz (Erkelent). (fer. 5. p. nativ. b. Marie) Or. Pgmt. Siegel 2) gut erhalten, 1) und 3) beschädigt.
1319 Januar 11AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 35 - Gerhard Cavil zu Titze verkauft dem Gerhard von Beysin eine Rente von 6 Malter Roggen, fällig am 1-8 Oktober und lieferbar in den Dalheimer Klosterhof zu Titz. Unterpfand sind 10 Morgen Allod bei dem Spysbusch genannt eychilmave nach Immerath (Emintrode) zu. Genannt sind folgende Schöffen von Titz: Gottschalk, Sohn des Schffrad, Heinrich, Sohn Siberts, Hermann Schmied (faber), Daniel Gerber (serdol), Peter Goldinner, Rutger von Mer, Hermann von Bettgenhausen (Betginhusin). Für die Titzer siegeln die Schöffen von Rödingen (Rudinh). Or. Pgmt. Das Schöffensiegel von Rödingen ist ziemlich gut erhalten.
1338 September 29AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 37 - Die Äbtissin Adelheid v. Helpenstein und der Konvent zu Dalheim bestimmt die jährlichen Kornrenten, die jährlich am 1. Oktober für die Jahrgedächtnisse folgender Personen aus dem Zehnten zu Karken (Kerc), und in einem Fall auch Geldzins aus dem Hofe zu Schafhausen (Schaphuysen) zu entrichten sind: 1) Gottfried v. Heinsberg-Blankenberg, 2) Johann v. Heinsberg, dessen Sohn, 3) Margaretha v. Petersheim, Äbtissin zu Thorn, 4) Bela v. Caster, Nonne zu Dalheim, 5) Heinrich Boenrot aus Heinsberg, Priester, 6) Dietrich v. Aldenhoven, Ritter, 7) Dietrich v. Weiher (de piscina), Knappe. (fer. quarta p. fest. b. Michaelis ap.). Or. Pgmt. Die beiden Siegel sind beschädigt.
1343 Oktober 24AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 38 - Vor den (unbenannten) Schöffen zu Titz übertragen Wienand von Hupelrath (Huppilroyde) und Frau Druda aus 2 Morgen Land bei dem Land des Brauers Dietrich von Herten den Klosterschwestern Adelheid und Benigna von Titz eine Rente von 1 Malter Roggen. Nach dem Tode des Ehepaars fällt das Land an das Kloster Dalheim, das die Rente den Schwestern weiter zu entrichten hat. Nach dem Ableben der beiden Nonnen ist dafür das Anniversar des Ehepaars zu begehen. (orast. Severini). Or. Pgmt. Das Schöffensiegel ist leicht beschädigt.
1345 Juni 16AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 39 - Die Äbtissin zu Dalheim, Adelheid v. Helpenstein und der Konvent versprechen dem Rektor des dortigen St. Bernhard-Altars Hermann, Sohn des Gobelin Post, folgende Leistungen: 1) tägliche Lieferung von 3 mittae und 2 Quart Bier, 2) Anweisung eines Hauses, das der Konvent in baulichem Zustand halten wird, 3) Austrieb eines Ferkels zur Eichelmast. (die sexta decima mensis Junii). Or. Pgmt. Das Siegel der Äbtissin ist leicht beschädigt, das des Konvents fehlt.
1345 Juli 16AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 40 a- Äbtissin und Konvent zu Dalheim beurkunden, dass der Kanonikus zu Heinsberg Goswin v. Roethem dem Konvent 100 M. Brabanter Währung zur Dotation des St. Bernard-Altars angewiesen hat, wofür der Konvent dem Kaplan des Altars 12 Malter Roggen aus dem Zehnten zu Granboesch verschreibt. Es folgen nähere Mitpriesters. Außer den 100 M. stiften der Klosterbruder Gerhard v. Schafhausen (Schaphusen) 1/2 Mark jährlich zum 1. Oktober, und die Nonne Adelheid v. Dyck (Dyc) 2 Malter Hafer aus dem Zehnten zu Kerreke. Es siegeln Äbtissin, Konvent und Goswin. (sexta decima die mensis Julii). Or. Pgmt. Zwei Ausfertigungen. Siegel 2) nur in Resten, 1) und 3) ziemlich gut erhalten. (Siehe auch Nr. 40 b).
1345 Juli 16AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 40 b - Äbtissin und Konvent zu Dalheim beurkunden, dass der Kanonikus zu Heinsberg Goswin v. Roethem dem Konvent 100 M. Brabanter Währung zur Dotation des St. Bernard-Altars angewiesen hat, wofür der Konvent dem Kaplan des Altars 12 Malter Roggen aus dem Zehnten zu Granboesch verschreibt. Es folgen nähere Mitpriesters. Außer den 100 M. stiften der Klosterbruder Gerhard v. Schafhausen (Schaphusen) 1/2 Mark jährlich zum 1. Oktober, und die Nonne Adelheid v. Dyck (Dyc) 2 Malter Hafer aus dem Zehnten zu Kerreke. Es siegeln Äbtissin, Konvent und Goswin. (sexta decima die mensis Julii). Or. Pgmt. Zwei Ausfertigungen. An a) ist Siegel 2) nur in Resten, 1) und 3) ziemlich gut erhalten. Ab b) ist Siegel 3) nur in Bruchstücken erhalten. Siegel 1) leicht, Siegel 2) stark beschädigt. // Äbtissin und Konvent zu Dalheim beurkunden, dass der Kanonikus zu Heinsberg Goswin v. Roethem dem Konvent 100 M. Brabanter Währung zur Dotation des St. Bernard-Altars angewiesen hat, wofür der Konvent dem Kaplan des Altars 12 Malter Roggen aus dem Zehnten zu Granboesch verschreibt. Es folgen nähere Mitpriesters. Außer den 100 M. stiften der Klosterbruder Gerhard v. Schafhausen (Schaphusen) 1/2 Mark jährlich zum 1. Oktober, und die Nonne Adelheid v. Dyck (Dyc) 2 Malter Hafer aus dem Zehnten zu Kerreke. Es siegeln Äbtissin, Konvent und Goswin. (sexta decima die mensis Julii). Or. Pgmt. Zwei Ausfertigungen. Siegel 3) nur in Bruchstücken erhalten, Siegel 1) leicht, Siegel 2) stark beschädigt. (siehe auch Nr. 40a)
1350 April 22AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 41 - Vor den unbenannten Schöffen von Wassenberg verkaufen Wilhelm in den Haene und dessen Frau Beitza der Nonne zu Dalheim Sophia v. Odenkirchen (-kirken) und nach deren Tode dem Kloster eine Rente von 1 Mark Wassenberger Pagement aus 5 1/2 Morgen und 10 Ruten Land. (Anlieger: Johann de Curia, Jutta Hen-Oven), unter Zustimmung des Ywan v. Vroenroede, Amtmanns des Herrn v. Randerath. Zeugen sind die Liten: Ludolph in den Haene, Hilbrand in den Hoene, Hermann und Heinrich, Söhne des Hoemoyt. (vig. b. Georgii). Or. Pgmt. das Schöffensiegel ist etwas beschädigt.
1354 Oktober 15AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 43 - Vor den unbenannten Schöffen von Wassenberg verkaufen Johann v. Stocheym und dessen Frau Adelheid der Äbtissin zu Dalheim Bela v. Glembach und den Konvent eine Rente von 20 Goldschilden, fällig vom 1. Oktober - 1. November, aus 36 Morgen Land hinter den Hofe zu Stocheym nach Doveren zu gelegen, und 4 Morgen bei der Schorensteynsheide. Die Leibzucht dieser Rente steht der Nonne Gertrud von Erkelenz(Erklent ) zu, die das Kapitel vorgestreckt hat. Sibert ob den Kelre, Rentmeister des Herrn v. Dalenbroich, stimmt zu. Zeugen: Die beiden Wassenberger Schöffen Heinrich Zecklin und Philipp v. Effelt. (feria quarta p. Dionysii). Or. Pgmt, Schöffengerichtssiegel leicht beschädigt.
1355 Juni 11AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 44 - Die Äbtissin zu Dalheim Bela v. Glimbach und der Konvent beurkunden die letztwilligen Bestimmungen der Gertrud von Erkelenz (Erklent) über die durch sie erworbenen 20 Goldschilde: 8 an den Prediger im Kloster, 6 für ihr Anniversar am 14. Mai, 6 für die Armenspende am Gründonnerstag. (feria quinta p. Palmas). Or. Pgmt. Das Siegel der Äbtissin hängt an, 2) fehlt.
[1358] Februar 1AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 45 - Die Äbtissin von Dalheim Adelheid v. Helpenstein und der Konvent schließen einen Vergleich mit Johann v. Linnep (Lynype), Herrn zu Orsbeck (Ursbeick) und Hermann, Investiten der Kirche oder vierten Kapelle zu Orsbeck. Johann und Hermann verzichten auf den Zehnten von einem Stück früheren Heidelands, früher Raetlant benannt, jetzt der "Nuwe Buysch". Äbtissin und Konvent verpflichten sich zur Lieferung von 3 "vasa" Korn, halb Roggen, halb Hafer, aus dem Sneppenguyt, jährlich zum 1. Oktober,an die Kirche zu Orsbeck. Mitsiegler ist Reyner, Landdechant zu Wassenberg. (in vig. purif. Marie). Or. Pgmt. Alle fünf Siegel sind erhalten, nur 3) stärker beschädigt. In der Jahresdatierung muss ein Schreibfehler vorliegen, da in den übrigen Urkunden nur Bela v. Glimbach als Äbtissin erscheint, vielleicht richtig 1349 (1348).
1382 August 27AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 48 - Die Nonne zu Dalheim Adelheid v. Schönau (Schonouwe) stiftet für ihr Kloster 66 Malter Korn, lieferbar jährlich zum 1. Oktober, aus dem Zehnten zu Horst. Für ihre Lebzeiten behält sie sich 16 Malter vor, die nach ihrem Tode zum Seelgedächtnis verwendet werden sollen. Die Schenkung erfolgt in Gegenwart des Klosterkommissars, des Abtes Wolter van Cronweyz zu Gottesthal (Val-Dieu) und der Äbtissin Byle von Körrenzig (Korentzich). (den sovenzwynchisten dach. Augusti). Or. Pgmt. Siegel 1) fehlt, die der Äbtissin und des Konvents hängen an. Fotokopiert: Filmarchiv Nr. 2.
1537 Mai 21AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 55 - Die Äbtissin zu Dalheim Irmgard v. Nyvenheim verpflichtet sich, der jeweiligen Küsterin jedesmal am 1. Oktober 8 Sümber ("sb.") Rübsaat zu liefern. Mit dem Rüböl sind 2 Lampen, die "Kapitellampe" und die "Dormitorium-(dompter)" Lampe zu unterhalten. Für die von der Äbtissin gestiftete Freitagsmesse und ihr und ihrer Nichte v. d. Anstel Jahrbegängnisse erhält die Küsterin 2 Goldgulden von den gestifteten 18. Für diese Stiftung vonb 18 Gl. wird mit einen Transfixbrief verwiesen, der aber anscheinend nicht überliefert ist. (mandach na Pynxten). Or. Pgmt. Chirograph. Siegelrest.
1537 Dezember 16AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 56 - Die Priorin Christina v. Neukirchen, die Subpriorin Johanna v. Papeler und die übrigen Klosterjungfern von Dalheim stellen anlässlich der Wahl einer neuen Äbtissin, die den einzelen Klosterjungfern (damals 18 an der Zahl) zustehenden Einkünfte an Geld und Naturalien fest. Erwähnt werden Stiftungen einer v. Honselaer (Honsseler) und der Äbtissin Irma v. Nievenheim (Nyvenom). Zeugen und Mitsiegler: Clas v. Mirbach, Vogt zu Wassenberg, Heinrich v. Baexen, Thewis v. d. Culen, Schöffen zu Wassenberg. Or. Pgmt. Alle 4 Siegel (1) Konvent) sind gut erhalten.
1557 November 29AA 0186 Dalheim, Urkunden Nr. 57 - Vor den nicht benannten Schöffen zu Titz nehmen Gyso (Geiß) von Spiel (Speill) und seine Frau Hellenbergh von der Äbtissin zu Dalheim Christina Schillinck und dem Konvent den früher an ihre Vorfahren (vgl. oben 1462 Dezember 20) verliehenen Hof zu Spiel erneut in Erbpacht, nachdem vorher Prozesse vor dem Gericht zu Titz, dem Hauptgericht Jülich und den herzoglichen Räten geführt waren. Die Pachtsumme wird von 19 auf 22 Goldgulden erhöht, auch trägt Gyso dem Kloster 3 Morgen Eigenland auf. Es siegeln der Vogt (zu Jülich) Heinrich v. Berchem und das Schöffengericht Titz. (dingstag vor s. Andreiß tach). Or. Pgmt. Beide Siegel ziemlich undeutlich. Die Entscheidung der Räte (1555 Mai 28) liegt bei.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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