B01-Bestand Nachlass Gerd Krauss (Bestand)
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NL/45
BR, Historisches Archiv (Archivtektonik) >> Tektonikgruppe B = Nachlässe / Sammlungen / Privatarchive >> B01 Bestandsgruppe Nachlässe >> NL/45 Nachlass Gerd Krauss (Findbuch online)
1889 - 2011
Form und Inhalt: Der Nachlass Gerd Krauss wurde im Juli 2013 von der Witwe Almuth Krauss an das Historische Archiv abgegeben und ergänzt den Bestand an Bühnenbildern und Modellen von Gerd Krauss, die bereits 2010 von der Ausstattung Unterföhring übernommen wurden. Er umfasst Zeichnungen und Bühnenbildentwürfe für die BR-Produktion "Der Komödienstadel", Entwürfe für den BR-Fasching sowie Zeichnungen und Entwürfe ohne direkten Bezug zum BR oder zu BR-Produktionen. Der Nachlass enthält auch Fotografien von Bühnenentwürfen sowie Kritiken, Presseberichte, Programmhefte, Schriftwechsel zu Theaterproduktionen (Theater an der Kö, Kleine Komödie am Max II, Deutsches Theater München) oder zu Fernsehproduktionen im ZDF und NDR oder zum Frankfurter Opernball. 1986 wurde die ZDF-Produktion "Otto Schenk-Special II" in Montreux sogar mit der "Silbernen Rose" ausgezeichnet. Der Nachlass Gerd Krauss umfasst 4 DIN A4-Archivkartons, einen DIN A2-Archivkarton, 20 Umschlagmappen und 14 Posterkartons. Sämtliche Objekte wurden im Bestand "Requisiten, Bühnenbilder, Baupläne" als Realien erfasst und exemplarisch gescannt bzw. fotografiert. Die Zeichnungen sind teilweise als Original vorhanden (gerollt, in länglichen Archivschachteln), teilweise als Kopien, teilweise gefaltet. Zusätzlich enthielt der Nachlass Fotos von fertigen Bühnenbildern und Dekorationen, umgebettet in Archivschachteln. Im Nachlass Gerd Krauss enthalten ist ein Teilnachlass des deutschen Bühnenbildners und Künstlers Erich Kettelhut. Dieser war als Filmarchitekt verantwortlich für Produktionen der Universum Film AG (UFA) aus den 1920er und 1930er Jahren wie "Metropolis", "F.P.1 antwortet nicht" und "Die Herrseherin der Welt". Es handelt sich um Kunstwerke, Produktionszeichnungen, Bühnenentwürfe für Theaterproduktionen, Materialsammlungen zur Architektur und technischen Ästhetik im späten 19. Jahrhundert mit Kunstdrucken von Weltausstellungen in Paris 1889 und 1900. Die Objekte wurden ebenfalls als Realien erfasst unter RE.3921-3961. Der Großteil des Nachlasses Kettelhut findet sich im Besitz der Stiftung Deutsche Kinemathek.
Das Findbuch ist in zwei Teile gegliedert:
I Dokumente, Programme, Pressekritiken zu Fernseh- und Theaterproduktionen von Gerd Krauss
II Bühnenbilder, Grafiken, Zeichnungen, Entwürfe von Erich Kettelhut und Gerd Krauss (sortiert nach der Laufzeit der Objekte)
Literatur:
- Friedemann, Beyer, Die Gesichter der UFA. Starportraits einer Epoche, München 1992;
- Jacobsen, Wolfgang, Metropolis. Ein filmisches Laboratorium der modernen Architektur, Stuftgart 2000;
- Sudendorf, Werner (Hrsg.), Erich Kettelhut - der Schatten des Architekten, München 2009;
Personenbeschreibung: Gerd Krauss (geboren am 28.5.1941 in Frankfurt, gestorben am 30.6.2012 in Traunstein) war ein deutscher Bühnenbildner und Filmarchitekt. Er studierte an der Werkkunstschule in Offenbach und lernte dort Hein Heckroth kennen, den damaligen Ausstattungschef an den Städtischen Bühnen in Frankfurt. Als Mitarbeiter von Heckroth spezialisierte sich Krauss auf den Bau von Bühnen und Dekorationen für Musiktheater, Opern, Ballette und Schauspiel. Später arbeitete Krauss für Theater in Köln, Düsseldorf, Salzburg und Wien. Für seine Szenenbilder zu Krzysztof Pendereckis Oratorium "Dies lrae" erhielt er 1968 den Prix ltalia. Aus der Zeit in Frankfurt kannte Krauss den Filmarchitekten Erich Kettelhut und kaufte nach dessen Tod 1979 einen Teil seines Nachlasses. Krauss pflegte ab den späten 1960er Jahren zunehmend Kontakte zu Filmregisseuren und begann ab den frühen 1990er Jahren mit Auftragsarbeiten für den Bayerischen Rundfunk. Gerd Krauss entwarf unter anderem die Bühnenbilder für die SR-Produktion "Der Komödienstadel". Erich Kettelhut (geboren am 1.11. 1893 in Berlin, gestorben am 13.3.1979 in Hamburg) war ein deutscher Bühnenbildner und Künstler. Kettelhut lernte Bühnenmalerei an der Städischen Oper Berlin. Ab 1919 begann er, Bühnenbilder und Szenen für Filmproduktionen zu gestalten. ln den 1920er und 1930er Jahren wirkte er als Architekt und Bühnenbildner bei zahlreichen UFA-Produktionen mit, nach dem Zweiten Weltkrieg war er noch bis in die 1960er Jahre als Bühnenbildner und Filmarchitekt tätig.
Das Findbuch ist in zwei Teile gegliedert:
I Dokumente, Programme, Pressekritiken zu Fernseh- und Theaterproduktionen von Gerd Krauss
II Bühnenbilder, Grafiken, Zeichnungen, Entwürfe von Erich Kettelhut und Gerd Krauss (sortiert nach der Laufzeit der Objekte)
Literatur:
- Friedemann, Beyer, Die Gesichter der UFA. Starportraits einer Epoche, München 1992;
- Jacobsen, Wolfgang, Metropolis. Ein filmisches Laboratorium der modernen Architektur, Stuftgart 2000;
- Sudendorf, Werner (Hrsg.), Erich Kettelhut - der Schatten des Architekten, München 2009;
Personenbeschreibung: Gerd Krauss (geboren am 28.5.1941 in Frankfurt, gestorben am 30.6.2012 in Traunstein) war ein deutscher Bühnenbildner und Filmarchitekt. Er studierte an der Werkkunstschule in Offenbach und lernte dort Hein Heckroth kennen, den damaligen Ausstattungschef an den Städtischen Bühnen in Frankfurt. Als Mitarbeiter von Heckroth spezialisierte sich Krauss auf den Bau von Bühnen und Dekorationen für Musiktheater, Opern, Ballette und Schauspiel. Später arbeitete Krauss für Theater in Köln, Düsseldorf, Salzburg und Wien. Für seine Szenenbilder zu Krzysztof Pendereckis Oratorium "Dies lrae" erhielt er 1968 den Prix ltalia. Aus der Zeit in Frankfurt kannte Krauss den Filmarchitekten Erich Kettelhut und kaufte nach dessen Tod 1979 einen Teil seines Nachlasses. Krauss pflegte ab den späten 1960er Jahren zunehmend Kontakte zu Filmregisseuren und begann ab den frühen 1990er Jahren mit Auftragsarbeiten für den Bayerischen Rundfunk. Gerd Krauss entwarf unter anderem die Bühnenbilder für die SR-Produktion "Der Komödienstadel". Erich Kettelhut (geboren am 1.11. 1893 in Berlin, gestorben am 13.3.1979 in Hamburg) war ein deutscher Bühnenbildner und Künstler. Kettelhut lernte Bühnenmalerei an der Städischen Oper Berlin. Ab 1919 begann er, Bühnenbilder und Szenen für Filmproduktionen zu gestalten. ln den 1920er und 1930er Jahren wirkte er als Architekt und Bühnenbildner bei zahlreichen UFA-Produktionen mit, nach dem Zweiten Weltkrieg war er noch bis in die 1960er Jahre als Bühnenbildner und Filmarchitekt tätig.
Krauss, Almuth
1 Findbuch
Bestand
Krauss, Gerd
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
10.06.2025, 10:23 AM CEST