Der Verwalter des Kl. Wormeln, Balthasar Frischen, bezieht sich auf die Urkunde von 1707 März 8, laut der Freifrau Margarethe von Westerholt, geb. von Oer, vom Kloster 300 Rtlr geliehen, wofür sie sechs Malter halb und halb auf den Zehnten vor Wormeln verschrieben hat1). Diese Kornrente soll jetzt aufgekündigt werden. Die Äbtissin akzeptiert, dass auf das Kapital von 300 Rtlr. nicht mehr Kornzinsen, sondern stattdessen Geldzinsen, und zwar jährlich 15 Tlr auf Petri Stuhlfeier (22. Februar) nach Wormeln gezahlt werden. Verwalter Frischen sagt zu, die sechs Malter aus dem Zehnten vor Wormeln zwischen Michaelis (29. September) und Martini (11. November) an den Verwalter in Warburg anteilmäßig liefern zu lassen. Der Aussteller kündigt Unterschrift und Besiegelung an.
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Der Verwalter des Kl. Wormeln, Balthasar Frischen, bezieht sich auf die Urkunde von 1707 März 8, laut der Freifrau Margarethe von Westerholt, geb. von Oer, vom Kloster 300 Rtlr geliehen, wofür sie sechs Malter halb und halb auf den Zehnten vor Wormeln verschrieben hat1). Diese Kornrente soll jetzt aufgekündigt werden. Die Äbtissin akzeptiert, dass auf das Kapital von 300 Rtlr. nicht mehr Kornzinsen, sondern stattdessen Geldzinsen, und zwar jährlich 15 Tlr auf Petri Stuhlfeier (22. Februar) nach Wormeln gezahlt werden. Verwalter Frischen sagt zu, die sechs Malter aus dem Zehnten vor Wormeln zwischen Michaelis (29. September) und Martini (11. November) an den Verwalter in Warburg anteilmäßig liefern zu lassen. Der Aussteller kündigt Unterschrift und Besiegelung an.
B 614u, 134 - Band: Regest
B 614u Kloster Wormeln - Urkunden
Kloster Wormeln - Urkunden >> 2. Regesten aus Akten
1716 Januar 30
Vermerke: Wormeln Akten 134, Ausfertigung, Papier, Unterschrift des Frischen und Petschaftsabdruck in rotem Siegellack, ferner Unterschrift des oerschen Verwalters Johann George Lange und dessen Petschaftsabdruck in rotem Siegellack.
1) Siehe diese Nr. 402.
1) Siehe diese Nr. 402.
Urkunde
Ausstellort: Wormeln
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:12 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.2. Fürstbistum Paderborn (Tektonik)
- 1.2.2.3. Stifte und Klöster (Tektonik)
- Kloster Wormeln (Tektonik)
- Kloster Wormeln / Urkunden (Bestand)
- 2. Regesten aus Akten (Gliederung)