Alexander Kelble aus Marbach, wegen mehrerer strafbarer Handlungen zu Stuttgart gef., jedoch auf Fürbitte und angesichts seiner Jugend und seiner Kriegsdienste gegen die Türken der peinlichen Strafe mit den Auflagen enthoben, sein Leben lang keine Zechen mehr zu besuchen, auch außer einem abgebrochenen Brotmesser keine Wehr mehr zu tragen, es sei denn mit obrigkeitlicher Erlaubnis, und sich mit den Geschädigten gütlich oder rechtlich zu vergleichen, verspricht eidlich, dies zu befolgen, und schwört U. A. Kelble hatte vor kurzem zu Stuttgart im Weinrausch mutwillig Streit angefangen und versucht, etliche zu schlagen, obwohl ihm mehrmals Frieden geboten wurde. Er fing ferner im gemeinen Haus mutwillig Streit an und versuchte, die Türen einzutreten. Den "Gesellen", der ihn darauf des Hauses verwies, schmähte er, verwundete ihn erheblich und forderte ihn auf, sich mit ihm zu schlagen. Außerdem hatte er noch einen anderen "Gesellen" und eine Dirne verwundet und den Dirnen mit bloßer Wehr gedroht; dazu hatte er auch Gotteslästerung begangen.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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