Die Pfleger Leo Rot und Wilhelm Friedrich Heintzel sowie der Hofmeister Johann Höpp des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch 261/2, 254] verleihen dem Müller in Langenau [Alb-Donau-Kreis] Matthäus Fetzer ein Feldlehen des Spitals in Nerenstetten [Alb-Donau-Kreis], das Leuckerlehen genannt wird und das er bisher auf Lebenszeit bewirtschaftet hat, auf seine Bitte hin zu Erbrecht. Er verpflichtet sich, das Lehen weiterhin in gutem Kulturzustand zu halten und nichts davon zu veräußern. Dem Spital hat er davon jährlich 2 Imi Roggen und 2 Imi Hafer nach Ulm zu liefern. Er und seine Erben können ihr Erbrecht an dem Lehen verpfänden, verkaufen oder vertauschen, aber nur an Personen, die auch den Pflegern und dem Hofmeister genehm sind. Kommt es auf diese oder auf eine andere Weise zu einem Besitzerwechsel, dann hat der bisherigen Inhaber dem Spital ein Zehntel des Werts des Lehens als Weglöse und der neue Besitzer dieselbe Summe als Handlohn zu entrichten. Bei unsachgemäßer Bewirtschaftung und Säumigkeiten in der Lieferung der Abgaben können Pfleger und Hofmeister das Lehen einziehen.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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