Kläger: "Die 48 Regenten und Verweser" des Landes Dithmarschen, Beklagte: Berthold Petersen, Bürger zu Hadersleben, für sich, seinen Bruder Claus, für Elisabeth Peters, Witwe des Wieben Peters, und deren Tochter Margarethe, Prozessvertreter: Lizentiat der Rechte Christoph von Schwabach, Dr. Johann Portius, Dr. Leopold Dick, Dr. Melchior Schwarzenberger, Streitgegenstand: Streit um die Vollstreckung einer Schadensersatzforderung gegen die Regenten des Landes Dithmarschen; Hinweis der Erben des Wieben Peters, dass die Regenten vor holsteinischen Gerichten eine Verurteilung des Wieben Peters wegen Landfriedensbruchs und Raubs zum Tode erreichen wollten, er aber freigesprochen und ihm Schadensersatz zugebilligt wurde. Wieben Peters erwirkte dann ein "mandatum de exequendo" beim RKG, wurde aber während der Rechtshängigkeit der Sache angeblich auf Befehl der Regenten zusammen mit Hans Petersen getötet
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Kläger: "Die 48 Regenten und Verweser" des Landes Dithmarschen, Beklagte: Berthold Petersen, Bürger zu Hadersleben, für sich, seinen Bruder Claus, für Elisabeth Peters, Witwe des Wieben Peters, und deren Tochter Margarethe, Prozessvertreter: Lizentiat der Rechte Christoph von Schwabach, Dr. Johann Portius, Dr. Leopold Dick, Dr. Melchior Schwarzenberger, Streitgegenstand: Streit um die Vollstreckung einer Schadensersatzforderung gegen die Regenten des Landes Dithmarschen; Hinweis der Erben des Wieben Peters, dass die Regenten vor holsteinischen Gerichten eine Verurteilung des Wieben Peters wegen Landfriedensbruchs und Raubs zum Tode erreichen wollten, er aber freigesprochen und ihm Schadensersatz zugebilligt wurde. Wieben Peters erwirkte dann ein "mandatum de exequendo" beim RKG, wurde aber während der Rechtshängigkeit der Sache angeblich auf Befehl der Regenten zusammen mit Hans Petersen getötet
LASH, Abt. 390 Nr. 115 a
Abt. 390 Reichskammergericht zu Speyer bzw. Wetzlar
Abt. 390 Reichskammergericht zu Speyer bzw. Wetzlar >> 1 Prozessakten
1544-1559
Enthält: RKG-Kommission 1544, RKG 1548-1559; Aktenstücke aus dem Streit der Parteien 1542-1544 zunächst vor dem Lodding im Amt Rendsburg, aus der Appellation der Dithmarscher Regenten an den Göding auf dem Jahrschen Balken bei Hohenwestedt; Schreiben des Kaisers an das RKG 1545 (nach Q 20); Prozesskostenaufstellung und Schadensersatzforderung der Erben des Wieben Peters 1550 (Q 8); Vollmacht des Berthold Petersen für Simon Wolder 1548 (Q 6b)
Verzeichnung
siehe auch Abt. 390 Nr. 115b, 341; siehe auchBrinkmann (E I 56)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.01.2026, 12:49 MEZ