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Familienarchiv von Pröpper (zu Hülchrath) RW 1145 (Bestand)
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Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik) >> 5. Nichtstaatliches und nichtschriftliches Archivgut >> 5.5. Nachlässe, Familien- und Hofesarchive >> 5.5.1. Familien- und Hofesarchive >> 5.5.1.4. P - S >> 5.5.1.4.9. Familienarchiv von Proepper (zu Hülchrath)
(1459-) [16. Jh.]-1900
Archiv; Familiensachen (von Pröpper, Cludius, Derkum, von Gruben, Hoen, Orley, Wasserfall); diverse Personen; Güterwesen; Haushalt, Finanzen; Politik, Geschichte; Religion; Sprachen; Kunst; Musik; Literatur; Haus-, Küchenwirtschaft; Verschiedenes
Form und Inhalt: Familiengeschichte
Die Pröpper - so Fahne - sollen ursprünglich "Gröpper" geheißen haben und als katholische Glaubensflüchtlinge von Schweden nach Deutschland gekommen sein. Plausibler erscheint allerdings eine Herkunft aus dem westfälischen Raum (Münster, Paderborn, Osnabrück, Arnsberg; s. RW 1145 Nr. 1-2).
Am 7. Juli 1715 wurde Heinrich von Pröpper, kurkölnischer Kammerdirektor und Generalkriegskommissar (+ 1719), durch Diplom Kaiser Karls VI. in den Reichsadelstand erhoben. Ein Sohn des Diplomempfängers, Franz Wilhelm, war Begründer der Familienlinie in Belgien und wurde dort zum "Vicomte de Pröpper“ ernannt.
Im Jahr 1794 wurde Schloss Hülchrath von den Franzosen als ehemaliges Domanialgut beschlagnahmt und 1798 öffentlich zur Versteigerung angeboten. Der ansässige Vogt Heinrich Joseph von Pröpper wollte den Besitz für seinen Herrn, den nach Frankfurt geflüchteten Kölner Erzbischof Maximilian Franz von Österreich, durch Ankauf erhalten. Der Kurfürst gab seine Einwilligung zu dem Erwerb und verfügte, dass das Schloss fortan als Eigentum in der Hand der Familie von Pröpper verbleiben sollte. Der Ankauf erfolgte 1803 für 4.925 Francs (s. RW 1145 Nr. 214).
Der Schlossherr Paul Joseph von Pröpper (1765-1848) war von 1816 bis 1839 der erste preußische Landrat des Kreises Grevenbroich. Seine Tochter Ludovica (1810-1898) galt als eine der angesehensten Kochbuchautorinnen des 19. Jahrhunderts. Mit ihrem kinderlosen Tod starb das Geschlecht bereits zur Wende des 20. Jahrhunderts aus.
Das Wappen
... ist im blauen Schild ein silberner Kranich, der auf einem dreihügeligen Berg auf dem linken Fuß steht und in dem rechten einen Stein hält. Die Helmdecken sind rechts blau und silbern, links gold und blau, auf dem Schild stehen zwei gekrönte Helme, der rechte ist mit dem beschriebenen Kranich zwischen zwei Büffelhörnern geziert. Die Büffelhörner sind hinten unten silbern, oben blau und vorne unten golden, oben blau, und stecken in den Mundlöchern zwei halbe silberne, halb rote Siegesfähnlein. Der linke Helm trägt zwischen zwei, vorne unten blauen, oben goldenen, hinten unten silbernen, oben blauen Adlerflügeln, einen gekrönten goldenen Löwen, der in seiner rechten Pranke einen entblößten Degen mit goldenem Griff trägt.
(leicht modernisiert nach Fahne)
Nachkommenliste:
I.
Heinrich (von) Pröpper
* 3. Juni 1653 in Arnsberg (Wedinghausen ?) + 23. Juni 1719 in Bonn; kurkölnischer Kammerdirektor und Generalkriegskommissar; seit 7. Juli 1715 ”Edler“; oo 1673 mit Katharina Margaretha, geb. Cratz, aus Aldenhoven, + 1708 in Bonn
(Die Schwester Maria Mechthild, * 31. Januar 1655 in Arnsberg (?) + 15. November 1738 in Bonn, ist eine Ahnin des Juristen und Historikers Johann Suibert Seibertz (1788-1871); weitere Geschwister und Vorfahren s. Stammbuch Seibertz und RW 1145 Nr. 1-2, 126, 684)
II.
Kinder von Heinrich (von) Pröpper und Katharina Margaretha, geb. Cratz:
Franziska von Pröpper
*/+ ???; älteste Tochter; oo mit Wolfgang Schorror, Hofkammerrat und Baukommissar des Kölner Kurfürsten Clemens August zu Bonn
Theodor Arnold von Pröpper
* 1680 in Bonn + 24. Januar 1741 in Liedberg; 1704 Vogt und Kellner zu Liedberg; 1722 kurfürstlicher Rat; oo 1. Ehe) mit Anna Schorer, 2. Ehe) 7. Januar 1719 in Brühl mit Maria Theresia, geb. Hoen, * 10. Juni 1689 (1690 ?) in Brühl + 6. März 1785 in Köln, begraben 8. März 1785 zu Köln, St. Aposteln
Franz Wilhelm von Pröpper
* 1684 in Bonn + 11. April 1736 in Namur; kurfürstlicher Geheimer Rat und Hofkammerdirektor zu Bonn; Gründer der belgischen Linie der ”Vicomtes de Pröpper“; oo 1709 mit Marie [Therese], geb. von Bilquin; hatte 11 Kinder, ein Sohn lebte noch 1775 verheiratet in Namur
Bernhard Heinrich von Pröpper
+ 19. Juli 1724 in Linz; Kanoniker zu Köln, St. Andreas
Maria Margaretha (Theresia Clara ?) von Pröpper
+ 15. Oktober (November ?) 1739; Kanonisse des Klosters Marienberg in Neuss
III.
Kinder von Theodor Arnold von Pröpper und Maria Theresia, geb. Hoen:
Maria Helena Theresia von Pröpper
* 26. (28. ?) Oktober 1719 in Liedberg, getauft zu Glehn + 30. Juli 1791 in Neuss
Anna Catharina Elisabetha Barbara von Pröpper
* 5. (10. ?) Februar 1722, getauft zu Glehn + 6. August 1724
Anna Franziska Augusta von Pröpper
* 29. (30. ?) April 1724 in Liedberg, getauft zu Glehn + 3. Dezember 1774 in Neuss (Kloster Marienberg); 1745 Nonne, 1765 Priorin des Klosters Marienberg in Neuss
Jodocus Moritz Ferdinand von Pröpper
* 16. (20. ?) Oktober 1726 in Liedberg, getauft zu Glehn (?) + 24. (26. ?) Februar 1773 in Köln; zu Köln, St. Aposteln begraben; 1755-1767 Offizier, zuletzt Oberleutnant im Plunkettischen Infanterieregiment
Franz Wilhelm Ferdinand Michael von Pröpper
* 2. (3. ?) Oktober 1728, getauft zu Glehn + 14. (15. ?) Februar 1730
Anna Catharina Josepha von Pröpper
* 8. (10. ?) April 1730 in Liedberg, getauft zu Glehn + 20. März 1803 in Hülchrath; in Neukirchen begraben; 1749 Nonne, 1775 Priorin des Klosters Marienberg in Neuss
Heinrich Joseph von Pröpper
* 9. (10. ?) April 1732 in Liedberg, getauft zu Glehn + 28. Februar 1811 in Hülchrath; 1756-1794 Vogt und Kellner zu Hülchrath und Erprath; 1765 kurfürstlicher Hofrat; kaufte 1803 Schloss Hülchrath; oo 5. Juni 1756 in Adendorf (Köln, St. Paul ?) mit Clara Theresia Franziska, geb. Derkum, * 30. Oktober 1733 in Köln, getauft zu Köln, St. Paul + 31. März 1777 in Hülchrath
Franz Matthias Emanuel von Pröpper
* 20. (22. ?) Mai 1735, getauft zu Glehn + 28. September 1755 in Bonn; Fähnrich im Leibregiment des Kölner Kurfürsten Clemens August zu Bonn
IV.
Kinder von Heinrich Joseph von Pröpper und Clara Theresia Franziska, geb. Derkum:
[Augusta Maria Franziska von Pröpper
* 31. August 1756 in Hülchrath + ??? (klein)]
Clemens August von Pröpper
* (30. August ?) 1757 + ??? (klein)
Maria Theresia [Walburga] von Pröpper
* 28. (29. ?) Oktober 1758 in Hülchrath + 12. April 1829
Ferdinand [Maria Xaver] von Pröpper
* 28. Oktober (7. September ?) 1760 in Hülchrath + 29. Dezember 1834 ebda.
Helene Henriette von Pröpper
* 5. Juli (Juni ?) 1762, getauft zu Köln, St. Aposteln (?) + 2. Dezember 1843; oo 1790 mit Amtsverwalter bzw. Bürgermeister Heinrich Joseph Wilms
Paul Joseph [Nicolaus Maria Anton] von Pröpper
* 9. Januar 1765 in Hülchrath + 4. August 1848 ebda.; 1816-1839 königlich preußischer Landrat des Kreises Grevenbroich; oo 12. Februar 1810 in Heilbronn mit Friederike Bertha [Ludovika], geb. Cludius, * 1. Februar 1788 in Heilbronn + 5. Februar (März ?) 1862 in Hülchrath
Josephine [Maria Elisabeth] von Pröpper
* 1767 (28. Oktober 1766 ?) in Hülchrath + 1. Februar 1773 (?)
Anna Catharina [Gottfrieda] von Pröpper
* (12. Januar ?) 1769 in Hülchrath + ??? (klein)
Franz August [Maria Ignaz] von Pröpper
* (29. Dezember ?) 1770 in Hülchrath + 1772 (?)
Marianne [Maria Anna Carolina Josepha Walburga] von Pröpper
* (25. ?) Juni 1772 in Hülchrath + 8. Dezember 1855 ebda.
Anna Clara [Franziska Maria Norbertina] von Pröpper
* 6. Januar 1774 (15. Januar 1775 ?) in Hülchrath + 16. März 1845
Jacob Joseph [Maria Benjamin] von Pröpper
* 1. April (31. März ?) 1777 + 26. September 1858 in Hülchrath, begraben 29. September 1858; die Zwillingsschwester Katharina starb nach der Nottaufe mit der Mutter im Kindbett
V.
Kinder von Paul Joseph von Pröpper und Friederike Bertha [Ludovika], geb. Cludius:
Ludovica (Lovica) [Anna Christina Theresia Henrika Maria Paulina] von Pröpper
* 5. Dezember 1810 in Heilbronn + 1898; Kochbuchautorin; Mitbesitzerin von Schloss Hülchrath
[Ludwig] Ferdinand [Heinrich Joseph Friedrich Clothar] von Pröpper
* 17. Januar 1815 in Heilbronn + 23. April 1883 in Hülchrath; königlich preußischer Hauptmann a. D., Herr auf Hülchrath; 1863-1883 Bürgermeister von Hülchrath; letzter Pröpper im Mannesstamm
Maria Anna [Henrica Balduina] von Pröpper
* 7. August 1818 in Hülchrath + 1897; Mitbesitzerin von Schloss Hülchrath
Anm.: Die Lebensdaten vorgenannter Personen weichen in der Literatur und in vorliegenden Quellen teilweise voneinander ab. Vermutlich wurden oftmals Zeitpunkt von Geburt und Taufe bzw. Tod und Begräbnis durcheinandergebracht. Varianten sind hier in Klammern angegeben.
Zum Bestand
1874 wurde Schloss Hülchrath mit dem zugehörigen Garten- und Ackerland von den letzten Angehörigen der Familie von Pröpper an den Fürsten Alfred von Salm-Reifferscheid-Dyck veräußert. Nach Ludovica von Pröppers Tod (1898) schien sich keiner der weitläufigen Verwandten für den Büchernachlass und das Familienarchiv zu interessieren und somit verblieben diese Unterlagen wohl zunächst in Dyck’schem Besitz.
Ende 1905 wurde dem damaligen Königlich Preußischen Staatsarchiv Düsseldorf ein von Ludovica von Pröpper angelegtes Familienalbum (s. RW 1145 Nr. 602; Akz. 15/1905) übersandt. In dem Begleitschreiben vom 15. November 1905 (s. RW 2093 Nr. 374, Bl. 117V-R) schildert Thonemann, Bibliothekar des Fürsten Salm auf Schloss Dyck, die Bedeutung und den Zustand des Familienarchivs wie folgt:
” (...) Es ist zu bedauern, dass niemand sich damit befasst hat, die Geschichte Pröpper seit etwa 1750 zu schreiben, was sie wohl verdient hätte. Der alte Landrat von Pröpper im Kreis Grevenbroich war Adjutant des hessischen Prinzen Ludwig gewesen, der in der Zeit Napoleons I. in Heilbronn lebte, verheiratet mit einem Fräulein Schmidt, welche (durch Vermittlung von Königin Luise ?) durch Friedrich Wilhelm III. geadelt worden ist. Pröpper hatte dem Prinzen viel Geld vorgeschossen und büßte es beim Konkurs des Prinzen ein. Dadurch kam er mit seiner Familie selber in Not. Er wurde aus seinem Amt verdrängt durch den Baron Gudenau, den später wahnsinnig gewordenen Großvater des jetzigen Grafen Mirbach in Harff, indessen so lange von Pröpper lebte, hat Gudenau sehr anständig gehandelt, nämlich die Pension Pröppers aus seiner Tasche um so viel erhöht, als früher das Landratsgehalt gewesen war. Schloss Hülchrath kam durch freihändigen Verkauf in zweiter Hand an den Fürsten Alfred von Salm-Dyck; in das Archiv Dyck sind die Papiere Pröpper genommen, weil eigentlich kein verwandter Interessent vorhanden zu sein schien. Eine verschwägerte Familie Cludius war verwandt mit dem Professor Achenbach in Düsseldorf. Die Tochter Cludius ist zeitweise im Elend gewesen und dann Erzieherin im Haus des spanischen Herzogs von Orsuna geworden, der damals um 1860 seine nicht unberühmte Reise nach Russland und zurück machte. Man sollte wohl Achenbach einmal fragen, bevor er stirbt. Die große Korrespondenz der letzten Frau von Pröpper war in Dyck noch beisammen und wichtig für die große Frauenvereinsbewegung, an deren Spitze die Geheimrätin Siemens in Charlottenburg, Lina Morgenstern, Frau Davidis und Frau von Pröpper standen. Die Papiere Pröpper werden in Dyck untergehen, weil sie von Wandfischchen angegriffen waren und sich wohl niemand ihrer annimmt. Möge denn das Album erhalten bleiben (...)“
Glücklicherweise schien sich die Befürchtung Thönemanns, das Familienarchiv von Pröpper werde langfristig gesehen für die Nachwelt verlorengehen, nicht zu bewahrheiten, denn letztendlich gelangten die (gesamten ?) Unterlagen an besagtes Staatsarchiv Düsseldorf.
Ein Nachweis über den genauen Zeitpunkt der Abgabe seitens des Fürsten Salm konnte anhand der alten Dienstregistratur bisher nicht erbracht werden. Doch müsste die Erwerbung durch das Staatsarchiv eigentlich bis spätestens Ende der 1930er Jahre erfolgt sein, da für die Zeit um 1940 bereits ein provisorisches, handschriftliches Verzeichnis vorliegt (s. RW 1145 Nr. 427). Diese Archivalienauflistung blieb leider unvollständig und wurde - vielleicht aufgrund der Kriegsereignisse u./o. des Vorzugs anderer Projekte - auch zu keinem befriedigenden Ergebnis gebracht.
Mangels Erschließung - das im Lesesaal eingestellte Findbuch (s. RW 1145 Nr. 683) wies nur das v.g. Familienalbum aus; vgl. auch F.W. Oediger, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände Bd. 5, Siegburg 1972, S. 121 - war das Familienarchiv lange Zeit kaum benutzbar.
Erst ca. 70 Jahre später - von April 2011 bis Juni 2012 - erfolgte eine grundlegende Neuverzeichnung durch Staatsarchivamtmann Jörg Franzkowiak. Dabei wurden aus den zumeist lose in 50 Kartons vorliegenden Urkunden und Akten - Laufzeit: (1459-) 16. Jahrhundert bis 1900; Schwerpunkt: 18./19. Jahrhundert - insgesamt 684 Archiveinheiten gebildet.
684 Einheiten; 50 Kartons
Bestand
German
Ergänzungsüberlieferung:
1. im Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland:
1.1. Kurköln, Urkunden:
Nr. 5532) Verkauf des in Brühl zwischen Stadtmauer und Burbacher Hof gelegenen Hauses "Zum Übereist" durch Henricus Jodocus Hoen, Oberkellner zu Brühl, und dessen Schwester Anna Katharina Hoen an Kurfürst Clemens August, 1732 April 5
Nr. 5533) Hierzu erteilte Vollmacht des Schwagers Theodor Arnold Pröpper, dessen Frau Maria Theresia, geb. Hoen, sowie der Brüder Joseph Clemens und Ferdinand Hoen, 1732 April 9
1.2. Kurköln, Lehen II:
Nr. 13) Belmen (Kreis Grevenbroich) oder Belmeringen, Hof im Amt Hülchrath, nebst Gütern zu Garzweiler und Gusdorf; Belehnte: u.a. Pröpper (1720-1785)
Nr. 95) Höningen (Kreis Grevenbroich; Amt Hülchrath), adliges Haus; Belehnte: u.a. von Pröpper (1792)
1.3. Kurköln II:
Nr. 399) Kurfürstlicher Befehl durch Statthalter Hugo Franz Graf zu Königsegg an Beamte zu Erprath und Hülchrath betr. höhere Proviantabgabe an Hofkammerrat und Oberkriegskommissar Heinrich Pröpper, 1692
Nr. 1656) Verpachtung der nahe der Baumschule gelegenen 4 Morgen Benden gen. Pröppersbenden, 1763-1786
Akten des Kellners zu Erp- und Hülchrath Heinrich Joseph von Pröpper: Nr. 2218) Protokolle der Kellnerei und Vogtei (auch für Erprath), 1784-1794, 1795-1806 - Nr. 2219) Monatstabellen (auch für Erprath), 1786-1793 - Nr. 2229-2231) Schriftwechsel mit der Hofkammer, 1787-1793 - Nr. 2233) Vogtprotokolle betr. Kirchspiel Gustorf, 1759
1.4. Kurköln III:
K II Nr. 46) Nikolaus Klein und Halbwinner Werners gegen Pröpper, Vogt zu Hülchrath, wegen zu leistender Dienste mit Gespann, 1777
1.5. Kurköln IV:
Nr. 911) Belmen oder Beckmering, Hof im Amt Hülchrath, (1640), 1695-1763, u.a. Belehnung der Erben Pröpper, 1762-1763
Nr. 949) Höningen, adliges Haus im Amt Hülchrath, u.a. Verkauf desselben an den Kölner Kaufmann Hamm bzw. den Hülchrather Vogt Heinrich Joseph von Pröpper, 1763/64
Nr. 1351) Ankauf von Landstücken der Witwe Maria Theresia Pröpper und des Hofrates Kleinholtz am Endernicher Weg zum Ausziegeln für den Neubau der Galerie und des Stalls, Verkauf derselben, 1747-1753
Nr. 1354) Verpachtung von zur Bonner Fortfikation eingezogenen Gründen vor dem Stern- und Kölntor an den Hofkammerrat Heinrich Pröpper, 1699
Nr. 1408) Von dem Pächter des dem Stift Bonn gehörigen Mülheimer Hofes zu Endenich Honecker beanspruchte Viehtrift auf den Pröppersbenden, 1762-1767
Nr. 1436) Verpachtung der Mahr an den Hofkammerdirektor Heinrich Pröpper, 1717 und 1721, Abtretung der Mahr durch den Liedberger Vogt Theodor Arnold Pröpper, 1722
Nr. 1465) Ankauf der Pröpperschen Benden an der Baumschule von den Erben Pröpper, 1754-1779
Nr. 1469) Erbpächtige Gärten, Erbverpachtung der Gartenplätze auf den Wällen, in den Werken und Stadtgräben Bd. V, 1780-1787, betr. u.a. H.J. von Pröpper
Nr. 1711) Verpachtung des Kälberwieschens zu Hülchrath; Pächter: u.a. der Vogt von Pröpper, 1760
Nr. 1860) Admodiationskontrakte der Kellnerei Liedberg, 1685-1745; Pächter: u.a. Theodor Arnold Pröpper, 1717
Nr. 3247-3328) Rechnungen usw. des Vogtes und Kellners zu Erp- und Hülchrath H.J. von Pröpper, 1756-1794
Nr. 3624-3646) Admodiationsrechnungen der Kellnerei Liedberg des Vogts, Kellners und Admodiators Theodor Arnold Pröpper, 1718-1740; in Nr. 3646) auch Vergleich mit der Witwe Pröpper wegen Restanten aus der Rechnung von 1740, 1753
1.6. Kurköln VII:
Nr. 65/6) Kurfürstliches Militär, Bestallungen, u.a. Oberauditor H. Pröpper, 1691
Nr. 65/11) Musterung der Miliz durch den Generalkriegskommissar von Pröpper, Februar 1692
Nr. 83/2) Korrespondenz mit dem Oberkriegskommissar von Pröpper und dem Generalleutant von Bernsau, August 1692-Dezember 1693, u.a. Kanonikat an St. Aposteln in Köln für den Sohn Pröpper (Bl. 54), Reise Pröppers nach Den Haag wegen Überlassung eines Regimentes, Dezember 1693 (Bl. 96)
Nr. 87/4) Militaria, u.a. Bestallung des H. Pröpper zum Oberkriegskommissar, 1691
Nr. 91/8) Instruktion für den Oberkriegskommissar von Pröpper zu Verhandlungen mit Brandenburg, November 1693
Nr. 100/6) Korrespondenz mit dem Landkommissar Pröpper, 1692-1714
1.7. Kurköln XIII:
Nr. 759) Witwe Pröppers u.a. gegen Stephan Peter Krücken und Ehefrau wegen Schuldforderung betr. Pensionszahlung (Schöffengericht Giesenkirchen), 1745-1747
1.8. Bonn, St. Cassius:
Urkunden Nr. 680, 707, 721, 726-727) Belehnung von Pröpper (de Hun) mit Burghaus, Hof und Gütern zu Graurheindorf, (1690), 1710, 1742, 1754-1755
Akten Nr. 86, fol. 1-3) Verkauf von Wiesenland beim Schloss zu Poppelsdorf nächst der sogenannten Baumschule durch die Erben des Hofkammerdirektors von Pröpper an Kurfürst Clemens August zur Erweiterung der angelegten Viehweide, 1754
1.9. Reichskammergericht:
Nr. 203) Wilhelm Ernst Freiherr von Brachel zu Angelsdorf gegen H. Pröpper, kurkölnischen Hofkammerrat und Oberkriegskommissar, wegen Ansprüchen an Lehen- und Allodialgütern zu Belmen (Belmerich; Kreis Grevenbroich), 1703-1717, 1808, (1608-1716)
Nr. 4436) Franz Wilhelm von Pröpper, Hofkammerrat, namens seiner Frau Marie Therese Biliquin, gegen Theodor Arnold von Pröpper, Vogt auf Schloss Liedberg, Bruder des Appellanten, wegen ehe- und erbrechtlicher Fragen, 1734, (1708-1738)
Nr. 5661) General Adolf Sigismund Graf (Berghe) von Trips [...] gegen M.T. Pröpper, Witwe des kurkölnischen Hofkammervogtes und Kellners zu Liedberg, und andere wegen Ansprüchen an Haus Laach (Amt Bergheim) und den Gatzweiler Hof, 1751-1804, (1729-1758)
1.10. Lande zwischen Maas und Rhein:
Nr. 436) Bezahlung der Bürger Strunck, Winters und Pröpper, die dem Kantonsverwalter Neesen zu Zons bei der Eintreibung der Frucht- und Fouragelieferungen geholfen haben, November 1795-Dezember 1795
Nr. 1822) Rechnungen der Kellnerei Erprath und Hülchrath mit vom Bürger Pröpper angefertigten Verzeichnissen, 1794-1795
Nr. 2065) Rechnungen des Heinrich Joseph Pröpper, ehemaligen Einnehmers des Amtes Hülchrath, Akten der Domänendirektion zu Bonn, November 1797- Dezember 1797
1.11. Roerdepartement:
Nr. 1229 II) Strittige Sachen, Reklamationen, Gesuche im Kanton Elsen, (1805) 1807-1813, u.a. Gesuch der Erben Pröpper aus Hülchrath um Bestätigung, dass dem Konvent Marienberg in Neuss die Kaufsumme für Ländereien Ländereien in Ramrath entrichtet wurde
Nr. 3038) u.a. Rechnungslegung des ehemaligen kurkölnischen Empfängers des Amtes Hülchrath Heinrich Joseph Pröpper für die Zeit vom 15. Prairial V bis 24. Floréal VI (3. Juni 1797-13. Mai 1798)
Nr. 3462) Domänenbüro Dormagen: Fiskalprozesse, (1692, 1746, 1791) 1808, 1811-1813, u.a. gegen den ehemaligen Hofrat Pröpper in Hülchrath wegen Land aus dem Besitz des Klosters Marienberg zu Neuss
Nr. 3681) Korrespondenz, (1790-) 1800-1801, u.a. Gesuch des alten Domänenempfängers von Hülchrath Pröpper um Entschädigung für nicht erhaltenes Brennholz
Nr. 3684) Korrespondenz, 1806, u.a. Verbleib der Archive (= Registraturen) der alten Domänenempfänger Lichtschlag (Grevenbroich) und Pröpper (Hülchrath), Reklamation des alten Empfängers von Hülchrath Heinrich Joseph Pröpper von Holz als Entschädigung für die ihm seitens des Kurfürsten von Köln schuldig gebliebene Summe (mit Quittung des Kammerpräsidenten von Spiegel zum Desenberg über die Ablieferung des Kellnereilagerbuchs an die Kammerregistratur, 1794)
1.12. RW 1191 (Sammlung Ludwig Hügen):
Nr. 25) Übertragung von Renten und Gefällen der Kellnerei Liedberg durch Kurfürst Clemens August von Köln auf den Vogt und Kellner zu Liedberg Theodor Arnold Pröpper, 1740 September 12
1.13. BR 4 (Regierung Düsseldorf, Präsidialbüro):
Nr. 271) Dienstliche Verhältnisse der höheren und Subalternbeamten, der Beamten der Regierungshauptkasse und der Landräte, 1817-1837, betr. u.a. Paul Joseph von Pröpper (Bl. 44 f.)
1.14. BR 25 (Landratsamt Grevenbroich):
Nr. 102) Landratsstelle und Landratsamt, 1816-1883
Nr. 106) Abdankung und Pensionierung des Landrates von Pröpper, Wahl eines neuen Landrates, 1839-1855
2. in anderen Archiven:
2.1. im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin:
I. HA Rep. 89 Nr. 10428) Versorgungs-/ Unterstützungsgesuch: Pröpper, Paul Joseph Nicolaus Maria Anton von (geb. 1765), Landrat des Kreises Grevenbroich, Regierungsbezirk Düsseldorf, wohnhaft in Hülchrath, (1787), 1840
Aus dem Zentralen Staatsarchiv der DDR, Merseburg, wurde übernommen:
2.6.2 (Oberexaminationskommission) Nr. 2680, S. 13) Lebenslauf Paul Joseph von Pröpper - Anm.: (Veraltete) Fundstelle nach Romeyk, Leitende Verwaltungsbeamte der Rheinprovinz 1816-1945, S. 674; jetzt: I. HA Rep. 125, Nummer ???
2.2. im Landeshauptarchiv Koblenz:
Best. 403 (Oberpräsidium der Rheinprovinz) Nr. 5872) Adelsakte: Pröpper, Paul Joseph von, Landrat zu Grevenbroich, 1827-1829 (Umfang: 16 Seiten)
2.3. im Historischen Archiv der Stadt Köln:
Ms. W *95) Übungsheft des Schülers Ferdinand Maria Xaver von Pröpper am Montanergymnasium, 1772-1776 (vgl. Ausstellung "600 Jahre Universität Köln", Köln 1988, Katalog Nr. 91, RBA 208 578)
2.4. im Kreisarchiv Neuss:
Fünf eigenhändige Rezeptsammlungen der Ludovica von Pröpper
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.