Hauptverhandlungen.- Verfahrensrechtliche und verfahrenstechnische Maßnahmen zur Vorbereitung und Durchführung: Bd. 1
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BArch R 3016/105
BArch R 3016 Volksgerichtshof
Volksgerichtshof >> R 3016 Volksgerichtshof >> Strafrecht und Strafrechtsgang, u.a. einschließlich Strafvollzug, sowie Polizei >> Hauptverhandlungen.- Verfahrensrechtliche und verfahrenstechnische Maßnahmen zur Vorbereitung und Durchführung
Dez. 1934 - Apr. 1945
Enthält u.a.:
Gründliche Beweiswürdigung in den Urteilsgründen und sorgfältige Abfassung der Niederschriften der Zeugenaussagen zwecks erschwerter Rechtsmitteleinlegung; Gewährleistung und Widerrufung der polizeilichen Aussagen der Angeklagten;
Lenkung der Rechtsprechung im Krieg, u.a. Einführung der sogenannten Vor- und Nachschau bei den höheren Justizbehörden;
Zuziehung militärischer Sachverständiger der Abwehr zu Landesverratsprozessen;
Benachrichtigung von Staats- und Parteidienststellen über bevorstehende Hauptverhandlungen;
Verlesung von Gutachten;
Gewährleistung des Öffentlichkeitsausschlusses;
Vermeidung der Bezeichnung "polnischer Staatsangehöriger" in Urteilen des VGH;
Schnellste Urteilsabsetzung und Beschleunigung der technischen Arbeiten in den Senaten und Geschäftsstellen;
Besetzung der Senate mit ehrenamtlichen Richtern;
Festlegung geeigneter Verhandlungsorte im Hinblick auf die militärische Lage sowie die Verkehrslage;
Unterbringung des VGH in Potsdam nach der Zerstörung des Berliner Amtsgebäudes;
Nichtverfolgung von Gestapo- und Kripoangehörigen wegen Misshandlung von Untersuchungshäftlingen bei den Vernehmungen;
Ermittlungs- und Zeugentätigkeit von Gestapoangehörigen in Prozessen des VGH;
Beschleunigte Aburteilung von Angehörigen tschechischer Widerstandsgruppen.- "Tschechensachen";
Aussetzung der Prozesse gegen die österreichischen und bayerischen Legitimisten sowie gegen den Attentäter Georg Elser auf Grund einer Anordnung Adolf Hitlers;
Gutachten der NSDAP-Kreisleiter in Defaitistensachen;
Auslegung des Begriffes der "öffentlichen Äußerung" bei Defaitistensachen;
Tätigkeit des Besonderen Senats des VGH bei außerordentlichem Einspruch des Oberreichsanwalts;
Verhandlungen gegen Nacht- und Nebel-Häftlinge im Straflager Papenburg;
Undurchführbarkeit von Hauptverhandlungen in Torgau und Waldheim (Sachsen) wegen der Annährung feindlicher Verbände;
Verfahren gegen den Schauspieler Paul Hörbiger wegen seiner Verbindung mit Wiener Kommunisten.- Schreiben des Präsidenten des VGH vom 10. Apr. 1945 an Reichspropagandaminister Goebbels
Gründliche Beweiswürdigung in den Urteilsgründen und sorgfältige Abfassung der Niederschriften der Zeugenaussagen zwecks erschwerter Rechtsmitteleinlegung; Gewährleistung und Widerrufung der polizeilichen Aussagen der Angeklagten;
Lenkung der Rechtsprechung im Krieg, u.a. Einführung der sogenannten Vor- und Nachschau bei den höheren Justizbehörden;
Zuziehung militärischer Sachverständiger der Abwehr zu Landesverratsprozessen;
Benachrichtigung von Staats- und Parteidienststellen über bevorstehende Hauptverhandlungen;
Verlesung von Gutachten;
Gewährleistung des Öffentlichkeitsausschlusses;
Vermeidung der Bezeichnung "polnischer Staatsangehöriger" in Urteilen des VGH;
Schnellste Urteilsabsetzung und Beschleunigung der technischen Arbeiten in den Senaten und Geschäftsstellen;
Besetzung der Senate mit ehrenamtlichen Richtern;
Festlegung geeigneter Verhandlungsorte im Hinblick auf die militärische Lage sowie die Verkehrslage;
Unterbringung des VGH in Potsdam nach der Zerstörung des Berliner Amtsgebäudes;
Nichtverfolgung von Gestapo- und Kripoangehörigen wegen Misshandlung von Untersuchungshäftlingen bei den Vernehmungen;
Ermittlungs- und Zeugentätigkeit von Gestapoangehörigen in Prozessen des VGH;
Beschleunigte Aburteilung von Angehörigen tschechischer Widerstandsgruppen.- "Tschechensachen";
Aussetzung der Prozesse gegen die österreichischen und bayerischen Legitimisten sowie gegen den Attentäter Georg Elser auf Grund einer Anordnung Adolf Hitlers;
Gutachten der NSDAP-Kreisleiter in Defaitistensachen;
Auslegung des Begriffes der "öffentlichen Äußerung" bei Defaitistensachen;
Tätigkeit des Besonderen Senats des VGH bei außerordentlichem Einspruch des Oberreichsanwalts;
Verhandlungen gegen Nacht- und Nebel-Häftlinge im Straflager Papenburg;
Undurchführbarkeit von Hauptverhandlungen in Torgau und Waldheim (Sachsen) wegen der Annährung feindlicher Verbände;
Verfahren gegen den Schauspieler Paul Hörbiger wegen seiner Verbindung mit Wiener Kommunisten.- Schreiben des Präsidenten des VGH vom 10. Apr. 1945 an Reichspropagandaminister Goebbels
Volksgerichtshof (VGH), 1934-1945
Akte
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 12:58 MESZ
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