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Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, und Hartmann [Burggraf
von Kirchberg], Koadjutor und Bestätigter von Fulda, bekunden, dass sie
ihrem Mar...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1501-1510
1510 Februar 22
Ausfertigung, Pergament, zwei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel (Siegel Nr. 1 leicht beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der geben ist nach Cristi unnsers lieben Herren geburt funffzehenhundert und zehen iare auf Freytag kathedra Petri
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, und Hartmann [Burggraf von Kirchberg], Koadjutor und Bestätigter von Fulda, bekunden, dass sie ihrem Marschall und Rat, Albrecht von Trümbach (Trubenbach), in Anbetracht der Tatsache, dass er seit mehr als 30 Jahren im Dienst von Abt und Kloster steht, das Amt Haun (Hune) auf Lebzeiten verpfändet haben. Albrecht erhält den achten Teil von Haun mit allem Zubehör, wie er ihn bislang innegehabt hat, für einen jährlichen Zins von 30 rheinischen Gulden guter, gewichtiger Frankfurter Währung, zahlbar an Kathedra Petri [Februar 22]. Albrecht soll [die Burg] mit den notwendigen Wächtern und Torwächtern besetzen. Abt und Koadjutor haben ihm dazu zwei weitere Ämter in dem Umfang, wie Albrecht sie zuvor besessen hat, verpfändet: den sechsten Teil von Haun, den sie von Georg (Jorg) und Philipp von Haun gekauft haben; den achten Teil von Haun, den sie zur Hälfte von Georg und Philipp von Haun gekauft und zur Hälfte von Giso [?] (Gipse) von Haun als Pfand (in pfandtsweise) innehaben. Albrecht hat ihnen und ihren Nachkommen die Abgaben der zwei Ämter jährlich an Kathedra Petri nach Fulda oder Mackenzell zu liefern. Was von seinem Amt nach Lehnrecht vom sechsten Teil und an Küchenspeise und nach Lehnrecht vom achtel Teil an Abgaben anfällt, darf Albrecht nach seinem Gutdünken nutzen. Albrecht oder die von ihm eingesetzten Amtsleute sollen Abt und Koadjutor über die Amtsrechnungen Register übergeben. Die Hintersassen (armen leute) in den Ämtern soll er nicht mit unangemessenen Pflichten belasten. Albrecht hat sich verpflichtet, Abt und Koadjutor zeitlebens zu dienen. Er erhält für seinen Dienst auf ihre Kosten drei oder vier gerüstete Pferde; die genaue Zahl muss noch geklärt werden; ihm werden seine Unkosten während des Dienstes erstattet, und er erhält angemessene Kleidung. Wenn er seinen Dienst nicht mehr [persönlich] verrichten kann, soll er zur Verwaltung der Ämter einen berittenen Knecht in Fulda einstellen. Dem Knecht werden von Abt und Koadjutor die Unkosten, die ihm während des Dienstes entstehen, erstattet. Der Knecht erhält zudem die Hofkleidung, die die anderen berittenen Knechte des Klosters erhalten. Siegelankündigung. (siehe Abbildung: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers 1, Avers 2)
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.