Im Streit zwischen den Klöstern Marienmünster [Kr. Höxter] und Falkenhagen gen. zum Liliental [Sö Lügde (Stadt Lügde)] um früher getauschte Güter (gude) und Höfe (hoffe) - Kloster Marienmünster hatte Kloster Falkenhagen einen Hof bei Lügde (Lude) im Braker Feld [Sw Lügde an der Emmer (Stadt Lügde)] und Falkenhagen Kloster Marienmünster ein Gut in Entrup (Entorpe) bei Nieheim (Nhym) [W Marienmünster (Stadt Nieheim)] nebst jährlich zu Michaelis aus dem Klostergut in Steinheim [Kr. Höxter] zu liefernden fünf Maltern Korn Steinheimer Maßes, halb Roggen und halb Hafer, überlassen - entscheiden vier Schiedsleute. Für Marienmünster hat Herr Hermann Wegeners, Konventual, Pfarrer in Pömbsen (Pomtzen) [Sw Nieheim (Stadt Bad Driburg)] Abt Johann von Abdinghof [Benediktinerkl. in Paderborn] und Konrad Brinckman, Scholaster und Kanoniker zu Busdorf [Kollegiatstift St. Peter und Andreas in Paderborn], als Schiedsleute gewonnen, seitens Falkenhagen haben Herr Dietrich Boickoldie und Herr Heinrich Bronde Herrn Johann von Imbsen (van Imssen), Kanoniker und Archidiakon der Paderborner Kirche, Propst in Hameln, und Meister Cord Wipperman, alter Offizial und Benefiziat im Dom zu Paderborn, als Schiedsleute gewonnen. Diese Vier bestimmen, daß der Tausch (butenschup) der beiden Klöster nach den darüber aufgesetzten Urkunden Gültigkeit haben und Marienmünster Kloster Falkenhagen zu den bisher fünf Maltern zur angegebenen Zeit zwei weitere Malter Korn Steinheimer Maßes liefern soll, so daß es jetzt insgesamt sieben Malter sind. Die Schiedsleute kündigen ihre Siegel an. Von der Urkunde sind zwei gleichlautende Exemplare geschrieben worden. Zeugen: Herr Johann Blomberch, Priester im Dom zu Paderborn, und Johann Freßen, Stallknecht zu Abdinghof. 1516 sabbato post Divisionis Apostolorum.