Jörg Salman von Oppeltshofen ("Obpoltzhoffen") und Ehefrau Agatha Schweinpergin bekennen, daß Gerwig [Blarer], Abt zu Weingarten, ihnen sowie ihrem jüngsten Sohn bzw., wenn sie keinen Sohn haben, der jüngsten Tochter auf Lebenszeit Hof und Gut in Oppeltshofen verliehen hat. Auf diesem saß zuvor der Vater bzw. Schwiegervater der Aussteller, ¿Hans Salman, lehensweise. Die Beliehenen müssen das Gut persönlich in Hubers Weise bewirtschaften und in gutem Zustand halten. Sie dürfen nichts veräußern. Eichen und andere fruchttragende Bäume dürfen nicht gefällt werden. Dem Abt entrichten die Beliehenen jährlich auf St. Martins Tag bzw. zu den üblichen Zeiten an Zins und Hubgeld 7 lb 13 ß d sowie je 4 Scheffel Fesen und Hafer Ravensburger Währung bzw. Maßes, 4 Hühner, 1 Fasnachthenne, des weiteren muß eine Weinfahrt ohne Futter vom (Boden)See geleistet werden. Vom Acker auf der "Etne" müssen, wenn er angebaut ist, 4 Vierteile Korn gegeben werden, von den Jucharten Ackers in Richtung Ravensburg 4 Scheffel Korn. Bei Nichteinhaltung der Leihebedingungen oder im Todesfall fällt das Gut heim, ebenso bei Eingehen einer Ungenossamenehe oder wenn die Beliehenen mit Leib und Gut flüchtig werden. Es muß dann mit Dritteil, Heu- und Strohrichte zurückgelassen werden. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht nicht.
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Jörg Salman von Oppeltshofen ("Obpoltzhoffen") und Ehefrau Agatha Schweinpergin bekennen, daß Gerwig [Blarer], Abt zu Weingarten, ihnen sowie ihrem jüngsten Sohn bzw., wenn sie keinen Sohn haben, der jüngsten Tochter auf Lebenszeit Hof und Gut in Oppeltshofen verliehen hat. Auf diesem saß zuvor der Vater bzw. Schwiegervater der Aussteller, ¿Hans Salman, lehensweise. Die Beliehenen müssen das Gut persönlich in Hubers Weise bewirtschaften und in gutem Zustand halten. Sie dürfen nichts veräußern. Eichen und andere fruchttragende Bäume dürfen nicht gefällt werden. Dem Abt entrichten die Beliehenen jährlich auf St. Martins Tag bzw. zu den üblichen Zeiten an Zins und Hubgeld 7 lb 13 ß d sowie je 4 Scheffel Fesen und Hafer Ravensburger Währung bzw. Maßes, 4 Hühner, 1 Fasnachthenne, des weiteren muß eine Weinfahrt ohne Futter vom (Boden)See geleistet werden. Vom Acker auf der "Etne" müssen, wenn er angebaut ist, 4 Vierteile Korn gegeben werden, von den Jucharten Ackers in Richtung Ravensburg 4 Scheffel Korn. Bei Nichteinhaltung der Leihebedingungen oder im Todesfall fällt das Gut heim, ebenso bei Eingehen einer Ungenossamenehe oder wenn die Beliehenen mit Leib und Gut flüchtig werden. Es muß dann mit Dritteil, Heu- und Strohrichte zurückgelassen werden. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht nicht.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 1275
fasc. 054 n. 03
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 16. Jahrhundert
1522 März 31 (monntag nach dem sonntag Letare in der vasten)
28,1 x 41,2 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Jörg Salman von Oppeltshofen ("Obpoltzhoffen") und Ehefrau Agatha Schweinpergin
Empfänger: Gerwig [Blarer], Abt zu Weingarten
Siegler: Junker Gwer Schellang, Bürger von Ravensburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Empfänger: Gerwig [Blarer], Abt zu Weingarten
Siegler: Junker Gwer Schellang, Bürger von Ravensburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Salman, Agatha
Salman, Hans
Salman, Jörg
Schellang, Gwer
Schweinberger, Agatha
Bodensee
Oppeltshofen, aufgeg. in Ravensburg RV
Oppeltshofen, aufgeg. in Ravensburg RV; Einwohner
Ravensburg RV
Ravensburg RV; Einwohner
Ravensburg RV; Maß
Ravensburg RV; Währung
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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- Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III (Archival holding)
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- 16. Jahrhundert (Classification)