Boberach, Heinz (Bestand)
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BArch N 1521
call number: N 1521
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> B
1951 - 2005
Geschichte des Bestandsbildners: Lebensdaten
21.11.1929 geboren in Köln-Lindenthal
als Sohn des kaufmännischen Angestellten Wilhelm Boberach und seiner Ehefrau Margarete, geb. Heuvelmann
1940-1944 Oberschule für Jungen in Köln-Lindenthal
1945-1950 Städtisches Gymnasium Köln
1950-1954 Studium der Geschichte und lateinischen Philologie an den Universitäten Köln und Bonn
14.7.1955 Wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen vor dem Wissenschaftlichen Prüfungsamt Köln
1957-1959 Archivreferendariat im Bundesarchiv Koblenz und an der Archivschule Marburg
1959 Promotion mit der Arbeit „Wahlrechtsfragen im Vormärz. Die Wahlrechtsanschauung im Rheinland 1815-1849 und die Entstehung des Dreiklassenwahlrechts"
1959-1985 Archivar im Bundesarchiv Koblenz, zuletzt als Leitender Archivdirektor
(maßgebliche Beteiligung am Ausbau der zunächst noch geringen Bestände des Archivs durch Übernahme zahlreicher Aktenbestände aus Reichs- und preußischen Behörden sowie verschiedener Nachlässe; wichtige unterstützende Funktion für die Anklage im Ausschwitz-Prozess als auch bei anderen Verfahren gegen NS-Verbrecher)
1974 Stellvertreter des Präsidenten des Bundesarchivs Hans Booms
1985 Eintritt in den Ruhestand
weiterhin vielfältige Publikations- und Editionstätigkeit
21.8.2008 gestorben in Koblenz
Publikationen und Editionen
Auszug
Jugend unter Hitler, 1988; 1993
Beiträge zur Rheinischen Landesgeschichte und zur Zeitgeschichte, 2001
Archivar zwischen Akten und Aktualität, 2004
Meldungen aus dem Reich. Die geheimen Lageberichte des Sicherheitsdienstes der SS 1938-1945. 17 Bände und 1 Registerband, Pawlak, Herrsching 1984/5
mit Horst Zimmermann, Publizistische Quellen zur Geschichte der Revolution von 1848 und ihrer Folgen, 1996
mit Werner Röder, Patrik von zur Mühlen, Ingrid Schulze-Bidlingmaier, Quellen zur deutschen politischen Emigration 1933 - 1945, 1997
mit Joseph Hansen, Rheinische Briefe und Akten zur Geschichte der politischen Bewegung 1830-1850, 1998
Richterbriefe. Dokumente zur Beeinflussung der deutschen Rechtsprechung 1942-1944 (Schriften des Bundesarchivs 21), 1975
mit Rolf Thommes, Hermann Weiß, Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates, 1997
mit Eckhart G. Franz, In der Gemeinschaft der Völker, 1984
Inventar archivalischer Quellen des NS- Staates I: TEIL 1, 1991
mit Oldrich Sladek u.a., Inventar archivalischer Quellen des NS-Staates. Die Überlieferung von Behörden und Einrichtungen des Reichs, der Länder und der NSDAP, 1994
mit Christiana Abele u.a., Inventar staatlicher Akten zum Verhältnis von Staat und Kirchen 1933-1945: Band 1-3, 1999
mit Christian Schädlich, Klaus Weinhauer, Otto Wiehmann, Inventar zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung in den staatlichen Archiven der Bundesrepublik Deutschland. Bd 2/2. Staatsarchiv Hamburg, 1999
mit Carsten Nicolaisen, Ruth Papst, Handbuch der deutschen evangelischen Kirchen 1918 bis 1949. Organe-Ämter-Verbände-Personen, Band 1: Überregionale Einrichtungen, 2010
Bearbeitungshinweis: Nach einem Gespräch mit RefL Dr. Real bot Dr. Heinz Boberach im Januar 2001 dem Bundesarchiv seinen Nachlass zur Übernahme an. Ein erster Teil wurde am 15.2.2001 in seiner Koblenzer Wohnung abgeholt; 17 weitere Kartons folgten am 28. März. Ein dritter Teil wurde dem Bestand im Februar 2004 hinzugefügt.
Mit Vertrag vom 13. März 2001 wurde die Übereignung des Bestandes an das Bundesarchiv Koblenz festgelegt.
Der Bestand enthält vor allem Unterlagen zu Boberachs Tätigkeit in verschiedenen Kommissionen, bei Stiftungen und in Arbeitsgemeinschaften, wie beispielsweise der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für kirchliche Zeitgeschichte oder der Herbert-und-Elsbeth-Weichmann-Stiftung. Darüber hinaus sind Unterlagen zu Boberachs Publikationen bzw. Herausgeberschaften, wie zum Beispiel „Jugend unter Hitler", „Meldungen aus dem Reich" oder „Inventar zur Geschichte der Arbeiterbewegung" überliefert. Boberach hat als Redner, Autor und Bearbeiter gewirkt, aber auch als Herausgeber, Gutachter und Berater. Dies bezeugt sein Nachlass.
Im Februar 2014 wurde der Bestand im Rahmen eines Praktikums gesichtet und erstverzeichnet. Dabei wurden auch erste Kassationen (v.a. Doppelstücke und Kopien ohne Bearbeitungsspuren) und Ordnungsarbeiten durchgeführt.
Im August 2015 konnte die Bearbeitung des Bestandes abgeschlossen werden; die Erschließungsdaten sind über BASYS-S, sowie online über invenio, abrufbar.
Zitierweise: BArch N 1521/...
21.11.1929 geboren in Köln-Lindenthal
als Sohn des kaufmännischen Angestellten Wilhelm Boberach und seiner Ehefrau Margarete, geb. Heuvelmann
1940-1944 Oberschule für Jungen in Köln-Lindenthal
1945-1950 Städtisches Gymnasium Köln
1950-1954 Studium der Geschichte und lateinischen Philologie an den Universitäten Köln und Bonn
14.7.1955 Wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen vor dem Wissenschaftlichen Prüfungsamt Köln
1957-1959 Archivreferendariat im Bundesarchiv Koblenz und an der Archivschule Marburg
1959 Promotion mit der Arbeit „Wahlrechtsfragen im Vormärz. Die Wahlrechtsanschauung im Rheinland 1815-1849 und die Entstehung des Dreiklassenwahlrechts"
1959-1985 Archivar im Bundesarchiv Koblenz, zuletzt als Leitender Archivdirektor
(maßgebliche Beteiligung am Ausbau der zunächst noch geringen Bestände des Archivs durch Übernahme zahlreicher Aktenbestände aus Reichs- und preußischen Behörden sowie verschiedener Nachlässe; wichtige unterstützende Funktion für die Anklage im Ausschwitz-Prozess als auch bei anderen Verfahren gegen NS-Verbrecher)
1974 Stellvertreter des Präsidenten des Bundesarchivs Hans Booms
1985 Eintritt in den Ruhestand
weiterhin vielfältige Publikations- und Editionstätigkeit
21.8.2008 gestorben in Koblenz
Publikationen und Editionen
Auszug
Jugend unter Hitler, 1988; 1993
Beiträge zur Rheinischen Landesgeschichte und zur Zeitgeschichte, 2001
Archivar zwischen Akten und Aktualität, 2004
Meldungen aus dem Reich. Die geheimen Lageberichte des Sicherheitsdienstes der SS 1938-1945. 17 Bände und 1 Registerband, Pawlak, Herrsching 1984/5
mit Horst Zimmermann, Publizistische Quellen zur Geschichte der Revolution von 1848 und ihrer Folgen, 1996
mit Werner Röder, Patrik von zur Mühlen, Ingrid Schulze-Bidlingmaier, Quellen zur deutschen politischen Emigration 1933 - 1945, 1997
mit Joseph Hansen, Rheinische Briefe und Akten zur Geschichte der politischen Bewegung 1830-1850, 1998
Richterbriefe. Dokumente zur Beeinflussung der deutschen Rechtsprechung 1942-1944 (Schriften des Bundesarchivs 21), 1975
mit Rolf Thommes, Hermann Weiß, Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates, 1997
mit Eckhart G. Franz, In der Gemeinschaft der Völker, 1984
Inventar archivalischer Quellen des NS- Staates I: TEIL 1, 1991
mit Oldrich Sladek u.a., Inventar archivalischer Quellen des NS-Staates. Die Überlieferung von Behörden und Einrichtungen des Reichs, der Länder und der NSDAP, 1994
mit Christiana Abele u.a., Inventar staatlicher Akten zum Verhältnis von Staat und Kirchen 1933-1945: Band 1-3, 1999
mit Christian Schädlich, Klaus Weinhauer, Otto Wiehmann, Inventar zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung in den staatlichen Archiven der Bundesrepublik Deutschland. Bd 2/2. Staatsarchiv Hamburg, 1999
mit Carsten Nicolaisen, Ruth Papst, Handbuch der deutschen evangelischen Kirchen 1918 bis 1949. Organe-Ämter-Verbände-Personen, Band 1: Überregionale Einrichtungen, 2010
Bearbeitungshinweis: Nach einem Gespräch mit RefL Dr. Real bot Dr. Heinz Boberach im Januar 2001 dem Bundesarchiv seinen Nachlass zur Übernahme an. Ein erster Teil wurde am 15.2.2001 in seiner Koblenzer Wohnung abgeholt; 17 weitere Kartons folgten am 28. März. Ein dritter Teil wurde dem Bestand im Februar 2004 hinzugefügt.
Mit Vertrag vom 13. März 2001 wurde die Übereignung des Bestandes an das Bundesarchiv Koblenz festgelegt.
Der Bestand enthält vor allem Unterlagen zu Boberachs Tätigkeit in verschiedenen Kommissionen, bei Stiftungen und in Arbeitsgemeinschaften, wie beispielsweise der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für kirchliche Zeitgeschichte oder der Herbert-und-Elsbeth-Weichmann-Stiftung. Darüber hinaus sind Unterlagen zu Boberachs Publikationen bzw. Herausgeberschaften, wie zum Beispiel „Jugend unter Hitler", „Meldungen aus dem Reich" oder „Inventar zur Geschichte der Arbeiterbewegung" überliefert. Boberach hat als Redner, Autor und Bearbeiter gewirkt, aber auch als Herausgeber, Gutachter und Berater. Dies bezeugt sein Nachlass.
Im Februar 2014 wurde der Bestand im Rahmen eines Praktikums gesichtet und erstverzeichnet. Dabei wurden auch erste Kassationen (v.a. Doppelstücke und Kopien ohne Bearbeitungsspuren) und Ordnungsarbeiten durchgeführt.
Im August 2015 konnte die Bearbeitung des Bestandes abgeschlossen werden; die Erschließungsdaten sind über BASYS-S, sowie online über invenio, abrufbar.
Zitierweise: BArch N 1521/...
Boberach, Heinz, 1929-2008
104 Aufbewahrungseinheiten; 0,0 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST