1.) Die Hälfte der Burg Fürstenstein [Burg auf der Gemarkung Albungen, Stadt Eschwege, Werra-Meißner-Kr.]; 2.) ein Achtel und ein Vierundzwanzigst...
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Urk. 14, 4072
A I u, Diede zum Fürstenstein sub dato
Vgl. altes Findbuch (R Nr. 1354), s.v. Dieden zum Fürstenstein, Nr. 3
Urk. 14 Aktiv- und Passivlehen [ehemals: Urkunden A I u]
Aktiv- und Passivlehen [ehemals: Urkunden A I u] >> Aktivlehen >> Personenbetreffe D >> Da-Di >> Diede zum Fürstenstein >> 1700-1749
1738 Februar 04
Lehnsrevers
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: 1.) Die Hälfte der Burg Fürstenstein [Burg auf der Gemarkung Albungen, Stadt Eschwege, Werra-Meißner-Kr.]; 2.) ein Achtel und ein Vierundzwanzigstel der Burg Fürstenstein mit ihren Behausungen und Hofstätten, die dazu gehören, nämlich: 2a.) ein Haus, wenn man von vorn in Burg geht, auf der linken Seite an der Mauer bis zur Behausung, die Christian Keudell (Kerstan Koydel) pfandweise vom Landgrafen von Hessen innehatte; 2b.) ein Haus zwischen der Kemenate des [verstorbenen] Christian Keudell und der anderen Hofstätte des [verstorbenen] Christian Keudell mit allem Zubehör der beiden Häuser, insbesondere: 3a.) ein Wasser von der Berka bis hinunter in das (Cleb) zur Hälfte, welches Wasser die Diede bereits zur Hälfte vom Landgrafen von Hessen zu Lehen getragen hatten; 3b.) ein Hof im Dorf Albungen [Stadtteil von Eschwege, Werra-Meißner-Kr.] bei [dem Hof des] (Tyller); 3c.) zwei Acker Land und ein halbes Höfchen, das zu dem Wasser [unter Nr. 3a.)] gehört; 3d.) die Hälfte an der (Stormeßraide); 3e.) der (Gesteder Stein); 3f.) ein Gehölz unter der Schellenburg [Wüstung auf der Gemarkung der Stadt Bad Sooden-Allendorf, Werra-Meißner-Kr.]; 3g.) das Gehölz unter dem Weg und zur Hälfte auch über dem Weg, auf dem man zur Fähre geht; 3h.) ein Gehölz, das an die Werra angrenzt, und zwei Äcker in Richtung der Burg [Fürstenstein]; 3i.) eine kleine Weide in der Aue; 3k.) Anteile an Gülten und Zinsen, anfallend zu Altenhain [Wüstung auf der Gemarkung der Stadt Bad Sooden-Allendorf, Werra-Meißner-Kr.] (zum Heynichen) und zu Emmicherode [Wüstung auf der Gemarkung der Stadt Bad Sooden-Allendorf, Werra-Meißner-Kr.], welche zur Burg Fürstenberg gehören; 3l.) insgesamt 141,5 Acker und viereinhalb Höfe, deren Lage im Einzelnen beschrieben wird; 3m.) ein Gehölz an dem Pfad, der zur alten Tränke an dem (Stormeßraide) führt; 4.) 13 Acker in dem Steingraben; 5.) sechs Acker, wo man in den Grund geht in Richtung Bettelsdorf [Wüstung auf der Gemarkung Motzenrode, Gem. Meinhard, Werra-Meißner-Kr.] unterhalb (benedder) des Wegs der Salzmannsteig; 6.) die (Wielandesgrube); 7.) der (Brunnenwerde); 8.) fünf Acker in Richtung Albungen auf der Werra; 9.) ein Gehölz [in Richtung Albungen auf der Werra] im Umfang von drei Hufen; 10.) eine Fischweide an dem Stade zu Eschwege [Stadt, Werra-Meißner-Kr.]; 11.) das Niedergericht zu Niddawitzhausen [Stadtteil von Eschwege, Werra-Meißner-Kr.]; 12.) von jedem Haus zu Niddawitzhausen zwei Hühner; 13.) ein Malter, drei metzen Korn und ein Malter, eine Metze zwei und zweifünftel Schüsseln Hafer, 14 Michaelshähne, sieben Fastnachtshühner, zehn Albus, zwei Heller Geld, eine Gans und drei Metzen Mohn zu Eltmannshausen [Stadtteil von Eschwege, Werra-Meißner-Kr.]; 14.) als Ersatz für die früheren Zinse und Güter der Diede zu Eltmannshausen, Emmicherode, (Ingenthal) vor der Gemeinde Niederhone und Frankershausen wurden von den Diede folgende Lehnsstücke gestellt: 14a.) drei Hufen und einige Häuser zu Jestädt [Ortsteil der Gem. Meinhard, Werra-Meißner-Kr.], von denen drei Reichstaler, 24 Albus und fünfeinhalb Heller Geld, ein Malter, drei Metzen Korn, ein Malter, drei Metzen Hafer, eine halbe Schüssel Mohn, drei und 5/16 Gänse, drei Hühner und zwölf und ein Sechstel Hähne als Zins anfallen; 14b.) anderthalb Hufen Land zu Berneburg [Stadtteil von Sontra, Werra-Meißner-Kr.] im Amt Sontra, das die Funcken als Afterlehen innehaben; 14c.) eine Hufe Land mit Zubehör zu Reichensachsen [Ortsteil der Gem. Wehretal, Werra-Meißner-Kr.], von der jährlich vier Albus, drei Hühner und sechs Hähne von drei Häusern als Zins anfallen sowie einige Dienste zu leisten sind; 14d.) acht Metzen Hafer zu Rockensüß [Ortsteil der Gem. Cornberg, Lkr. Hersfeld-Rotenburg]; 14e.) Zinse zu Hitzelrode [Ortsteil der Gem. Meinhard, Werra-Meißner-Kr.], nämlich zwei Reichstaler, drei Albus und vier Heller Geld, neun Malter, acht Metzen partim und 26 Hühner; diese ersetzten Lehensstücke hat der jeweilige Älteste der Diede zu spezifizieren; 15.) Gülten und Zinse zu Langenhain [Ortsteil der Gem. Wehretal, Werra-Meißner-Kr.]; 16.) für das Burglehen gegenüber der St. Nikolauskirche zu Eschwege, das die Diede mit Zustimmung des Landgrafen an Dr. med. Johann Gottfried Beuter verkauft hatten, zehn Acker Land in der Nähe von Eschwege, welche die Diede dem Landgrafen wiederum zu Lehen aufgetragen hatten; 17.) ein Hof zu Eschwege, gelegen vor dem Berg, in dem 1471 Hans Diede wohnte, den ehemals Georg von Buttlar besessen hatte; für diesen Hof hatte Hans Diede seinen Anteil am Burglehen gegenüber der St. Nikolauskirche zu Eschwege [siehe Nr. 19)] dem Einkommen [Geschoß] der Stadt Eschwege zugewiesen; 18.) drei Vierdung auf dem Rathaus zu Eschwege; 19.) acht Mann des Landgrafen von Hessen zu Albungen sowie sechseinhalb Albus Erbzins, elfeinhalb Malter Korn und elfeinhalb Malter Hafer von den Propsthufen zu Albungen; 20.) ein Malter, fünf Metzen Korn und ein Malter, fünf Metzen Hafer aus den Einkünften des Amts Albungen; 21.) fünfeinhalb Hühner, vier Hähne, zweieinhalb Schock Eier und viereinhalb Gänse aus dem Propstgut zu Albungen; die Lehnsstücke Nr. 19 bis 21 waren durch einen Vertrag der Diede mit dem Landgrafen von Hessen vom 5. April 1583 an die Diede gelangt; die Diede hatten dem Landgrafen für diese Lehnsstücke ihren Anteil am Dorf (Ristungen), einem Pertinenzstück von Füstenstein, übergeben. - Von der Belehnung ist eine Hofstätte auf der Burg Fürstenstein ausgenommen, die sich der Landgraf von Hessen vorbehält. Die Hofstätte liegt, wenn man von vorn in die Burg hineingeht, auf der rechten Seite auf der Ecke. Die Burg soll den Landgrafen von Hessen offen stehen.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Christian Heinrich Thalmann, Prokurator und (advocatus ordinarius) in Kassel
Vermerke (Urkunde): Siegler: Christian Heinrich Thalmann, Prokurator und (advocatus ordinarius) in Kassel
Belehnte/r: Karl Philipp, Hans Eitel, Dietrich, Johann Friedrich und Liborius Konrad Diede zum Fürstenstein, Söhne des verstorbenen Georg Ludwig Diede zum Fürstenstein, kurbraunschweigisch-lüneburgischen und fürstlich sachsen-eisenachischen Geheimen Rats und Obrists
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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10.06.2025, 09:13 MESZ
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