Wiligrader Bruderkreis Mecklenburgischer Pastoren (Bestand)
Show full titleLandeskirchliches Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland
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40.05 Wiligrader Bruderkreis Mecklenburgischer Pastoren Wiligrader Bruderkreis Mecklenburgischer Pastoren Wiligrader Bruderkreis Mecklenburgischer Pastoren
Landeskirchliches Archiv der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland (Archivtektonik) >> 4 Vereine und nichtlandeskirchliche Stellen >> 40 Vereine und Stiftungen
1931-1934
Bestandsbeschreibung: Der Wiligrader Bruderkreis wurde 1931 auf Schloss Wiligrad bei einer Freizeit von Vikaren mit dem Landesbischof Heinrich Rendtorff spontan gegründet. Die Gründung ging auf die Erlebnisse der letzten Jahre zurück, die der Landesbischof als Krisis bezeichnete. Man versprach aus der Gemeinschaft heraus eine Erneuerung der Kirche und der Gemeinde. Heinrich Rendtorff wurde als Leiter ernannt.
Es wurde ein Rundbrief herausgegeben und regelmäßige Freizeiten organisiert. Der Bruderkreis war in Kleingruppen organisiert, die sich regelmäßig zu theologischen Fragestellungen austauschten und dann Bericht erstatteten.
Mit dem aufkommenden der Glaubensbewegung Deutsche Christen und dem Beginn der Nationalsozialistischen Herrschaft ging ein Bruch durch den Bruderkreis. Während die einen sich den Deutschen Christen anschlossen, waren die anderen gegen ein Einmischen des Staates und lehnten den neuen Landesbischof Walther Schultz ab. So spaltete sich die Bruderschaft. Es verblieb eine Gruppe von DC-Pastoren in Wiligrad, wo ein Schulungszentrum eingerichtet wurde. Später wurde das Schulungszentrum nach Rühn verlegt und der Kreis firmierte fortan als „Rühner Kreis“. Hier entstand innerhalb des NS-Pastorenbundes eine Oppositionsgruppe gegen Landesbischof Schultz („Rühner Putsch“). Mit der Zeit verlor der Kreis Mitglieder und Bedeutung. Die abgespalteten Brüder formten die Kessiner Bruderschaft.
Es wurde ein Rundbrief herausgegeben und regelmäßige Freizeiten organisiert. Der Bruderkreis war in Kleingruppen organisiert, die sich regelmäßig zu theologischen Fragestellungen austauschten und dann Bericht erstatteten.
Mit dem aufkommenden der Glaubensbewegung Deutsche Christen und dem Beginn der Nationalsozialistischen Herrschaft ging ein Bruch durch den Bruderkreis. Während die einen sich den Deutschen Christen anschlossen, waren die anderen gegen ein Einmischen des Staates und lehnten den neuen Landesbischof Walther Schultz ab. So spaltete sich die Bruderschaft. Es verblieb eine Gruppe von DC-Pastoren in Wiligrad, wo ein Schulungszentrum eingerichtet wurde. Später wurde das Schulungszentrum nach Rühn verlegt und der Kreis firmierte fortan als „Rühner Kreis“. Hier entstand innerhalb des NS-Pastorenbundes eine Oppositionsgruppe gegen Landesbischof Schultz („Rühner Putsch“). Mit der Zeit verlor der Kreis Mitglieder und Bedeutung. Die abgespalteten Brüder formten die Kessiner Bruderschaft.
0,1 lfd. Meter
Archivbestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.10.2025, 12:16 PM CEST
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