Supplicationis Auseinandersetzung um Eröffnung des Erbes ihrer Schwester
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(1) 3862
Wismar W 218 (W W n. 218)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 11. 1. Kläger K
(1749-1766) 13.06.1766-15.06.1766
Kläger: (2) Barbara Catharina Köckert, Witwe des Protonotars Scheffel und Christian Friedrich Fabricius als Bevollmächtigter der Maria Magdalena Scheffel, im Stralsunder St. Annen und Brigitten Kloster
Beklagter: Anna Elisabeth Berg, Ehefrau des Peter Eggerdes, Ältermann der Brauerkompanie zu Stralsund und Heinrich Vollhard Berg, Advokat zu Rostock als Kinder der verstorbenen Margaretha Dorothea Köckert, verehelichte Berg
Fallbeschreibung: Die Schwester der Kl., Anna Emerentia Köckert, Witwe des Assessors Hermann Balthasar Westphal, hat im Jahre 1749 ihren beiden Schwestern, den Kl.innen, ihre gesamte Habe geschenkt und sich selbst nur die Nutzung auf Lebenszeit vorbehalten. Die Kl. bitten, die Bekl. als Intestaterben der am 28.05.1766 Verstorbenen offiziell von deren Tod zu informieren und sie zur Entsiegelung des Erbes vorzuladen. Das Tribunal genehmigt am selben Tag die Entsiegelung des Sterbhauses am 14.06. und beauftragt den Kanzlisten Lehmann mit dem Protokoll. Am 16.06. berichtet Protonotar Sander von der Entsiegelung, am 23.06. reicht die Witwe Scheffel einen Agnitionsschein der Bekl. ein und bittet, diesen ad acta zu nehmen. Am selben Tag bitten die Bekl. um Entsiegelung eines der Verstorbenen gehörenden Kastens mit Schuldscheinen, den die Witwe Scheffel an sich genommen hat und benennen ihre Bevollmächtigten für diesen Akt. Am 23.06. setzt das Tribunal denselben Tag zur Entsiegelung des Kastens an und beauftragt Protonotar Sander damit, der am 25.06.1766 seinen Bericht erstattet
Instanzenzug: 1. Tribunal 1766
Prozessbeilagen: (7) Erbdisposition der Anna Emerentia Köckert vom 25.10.1749; Auszug aus dem Schreiben des Peter Eggerdes vom 07.06.1766; Vollmacht des Heinrich Vollhard Berg zur Entsiegelung der Mobilien der Verstorbenen vom 04.06.1766; von Protonotar Balthasar Gustav Sander aufgenommenes Protokoll der Versiegelung des Sterbhauses vom 28.05.1766; Vollmacht der Maria Magdalena Köckert für Chr. F. Fabricius vom 10.06.1766; von Kanzlist Jochim Christoph Lehmann aufgenommenes Inventar der Habe der Anna Emerentia Köckert vom 14.06.1766; Agnitionsschein der Bekl. vom 16.06.1766; Vollmachten der Bekl. für Dr. Joachim Christoph Ungnade und den Wismarer Ratsherrn Fabricius vom 17.06.1766
Beklagter: Anna Elisabeth Berg, Ehefrau des Peter Eggerdes, Ältermann der Brauerkompanie zu Stralsund und Heinrich Vollhard Berg, Advokat zu Rostock als Kinder der verstorbenen Margaretha Dorothea Köckert, verehelichte Berg
Fallbeschreibung: Die Schwester der Kl., Anna Emerentia Köckert, Witwe des Assessors Hermann Balthasar Westphal, hat im Jahre 1749 ihren beiden Schwestern, den Kl.innen, ihre gesamte Habe geschenkt und sich selbst nur die Nutzung auf Lebenszeit vorbehalten. Die Kl. bitten, die Bekl. als Intestaterben der am 28.05.1766 Verstorbenen offiziell von deren Tod zu informieren und sie zur Entsiegelung des Erbes vorzuladen. Das Tribunal genehmigt am selben Tag die Entsiegelung des Sterbhauses am 14.06. und beauftragt den Kanzlisten Lehmann mit dem Protokoll. Am 16.06. berichtet Protonotar Sander von der Entsiegelung, am 23.06. reicht die Witwe Scheffel einen Agnitionsschein der Bekl. ein und bittet, diesen ad acta zu nehmen. Am selben Tag bitten die Bekl. um Entsiegelung eines der Verstorbenen gehörenden Kastens mit Schuldscheinen, den die Witwe Scheffel an sich genommen hat und benennen ihre Bevollmächtigten für diesen Akt. Am 23.06. setzt das Tribunal denselben Tag zur Entsiegelung des Kastens an und beauftragt Protonotar Sander damit, der am 25.06.1766 seinen Bericht erstattet
Instanzenzug: 1. Tribunal 1766
Prozessbeilagen: (7) Erbdisposition der Anna Emerentia Köckert vom 25.10.1749; Auszug aus dem Schreiben des Peter Eggerdes vom 07.06.1766; Vollmacht des Heinrich Vollhard Berg zur Entsiegelung der Mobilien der Verstorbenen vom 04.06.1766; von Protonotar Balthasar Gustav Sander aufgenommenes Protokoll der Versiegelung des Sterbhauses vom 28.05.1766; Vollmacht der Maria Magdalena Köckert für Chr. F. Fabricius vom 10.06.1766; von Kanzlist Jochim Christoph Lehmann aufgenommenes Inventar der Habe der Anna Emerentia Köckert vom 14.06.1766; Agnitionsschein der Bekl. vom 16.06.1766; Vollmachten der Bekl. für Dr. Joachim Christoph Ungnade und den Wismarer Ratsherrn Fabricius vom 17.06.1766
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:28 MEZ