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Die heilige Elisabeth
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NZfM 78 (2.11.1911), S. 612: "Der zweite Abend brachte eine szenische Aufführung der HEILIGEN ELISABETH. Warum zog man dieses zarte, reine Werk vor das grelle Rampenlicht? Was man da zu sehen bekam, war oft recht peinlich. Geradezu töricht wirkte der Kinderchor im Vorspiel mit den Drehungen bei den freien Takten. Die kleine Elisabeth war natürlich viel zu alt. [...] Dass man den wunderschönen Schluss: die Heiligsprechung und das Gebet der Bischöfe einfach gestrichen hatte [...] war, gelinde gesagt, ein Unfug. [...] Die Chöre waren im allgemeinen studiert; aber gleich der Anfang klang matt. [...] Das Orchester war nicht zart genug abgestimmt. Schon das Blech im Vorspiel hätte besser phrasirt sein müssen. Die Tempi waren oft vergriffen. [...] Zum Schluss sei noch die Tatsache festgenagelt, dass es die Stadt WEIMAR nicht für nötig erachtet hatte, ihren einstigen grossen Mitbürger durch einen Kranz zu ehren, den man am Denkmal hätte niederlegen können. Vom Hofe wohnte niemand einer der Festlichkeiten bei. Sapienti sat." [Ernst Ludwig Schellenberg] Weimarische Zeitung Nr. 250, 24. Oktober 1911, S. 2 [über die Aufführung der LEGENDE VON DER HEILIGEN ELISABETH]: Die Aufführung war eine szenische und fand das Wohlgefallen des Rezensenten: „Der Hoftheater=Intendanz ist es zu danken, daß sie für die Lisztfeier das Oratorium von der HEILIGEN ELISABETH in der szenischen Aufführung wählte. An keinem seiner Werke hing LISZT mehr als an dieser Legende, die er in Weimar begann und auf der Wartburg anläßlich der 800=Jahrfeier selbst dirigierte. Und keins der Werke spricht auch so für den Meister und sein inniges und tiefes musikalisches Empfinden wie diese Legende; sie eignet sich vortrefflich gerade zu einer Huldigungsfeier für den Meister. [...] Die Legende wurde von dem gut besetzten und festlich geschmückten Hause mit reichem Beifall aufgenommen. Die Hoftheater=Intendanz hat mit ihrer Aufführung die große Tradition gewahrt und dem Komponisten eine würdige Feier bereitet. Es ist der Beweis geliefert, daß die szenische Darbietung der HEILIGEN ELISABETH, trotz der einfachen Handlung, schöne Erfolge zeitigen kann, und man kann annehmen, daß die Legende nicht nur eine Rolle in den Konzertsälen spielen wird.“