KG Schüren (Bestand)
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FB Schüren
Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen (Archivtektonik) >> 10. Archive bei kirchlichen Körperschaften >> 10.2. KG Kirchengemeinden >> 10.2.03. Kirchenkreis Dortmund
1906-2009
Zur GemeindegeschichteWie Berghofen und Schüren gehörte auch Schüren bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zum Kirchspiel Aplerbeck. Nachdem 1895 Berghofen aus der Kirchengemeinde Aplerbeck, die damals noch zur Kreissynode Unna gehörte, ausgepfarrt worden war, wurden auch im Seelsorgebezirk Schüren die ersten Schritte in Richtung Selbständigkeit unternommen. Nach jahrelangen Verhandlungen beschloss die Kirchengemeinde Aplerbeck zum 1. April 1906 die Errichtung einer 4. Pfarrstelle zur Versorgung des Schürener Gemeindebezirks. Als erster Pfarrer war Karl Richard Braun seit 1906 in Schüren tätig und konnte 1907 das neu errichtete Pfarrhaus in der Niergartenstraße beziehen . Zum 1. November 1914 wurde die Evangelischen der Ortschaft Schüren aus der Kirchengemeinde ausgepfarrt und zu einer selbständigen Kirchengemeinde vereinigt, wobei die 4. Aplerbecker Pfarrstelle als 1. Pfarrstelle auf die neu gegründete Ev. Kirchengemeinde Schüren übertragen wurde. Schon vor der offiziellen Gemeindegründung wurde 1913 ein Gemeindehaus an der Schürener Straße errichtet und diente seitdem als Versammlungsstätte der Schürener Gemeinde. 1922 wurde das Gemeindehaus zur Kirche umgebaut und feierlich eingeweiht. Für die Abhaltung des Konfirmandenunterrichts und als Vereinshaus für die kirchlichen Vereine sowie als Kindergarten stellte die Gewerkschaft Lothringen seit 1923 das Gemeindehaus an der Meinbergstraße zur Verfügung. Das Gemeindehaus wurde 1950 von der Kirchengemeinde käuflich erworben und stand bis zur Einweihung des Gemeindezentrums an der Schürener Straße im Jahr 1973 in Benutzung. Durch den Bau einer Großsiedlung an der Gevelsbergstraße entstand in den 1960er Jahren auch für die Kirchengemeinde Schüren ein neues Tätigkeitsfeld. Um die kirchliche Versorgung des Ortsteils zu gewährleisten, wurde ein Grundstück in der Gevelsbergstraße zum Bau eines Gemeindehauses und eines Pfarrhauses erworben. Zum 1.11.1962 wurde eine 2. Pfarrstelle und zum 1.10.1965 eine 3. Pfarrstelle in der Kirchengemeinde errichtet. Seit 1960 war Pfarrer Ossenkop, Inhaber der 1. Pfarrstelle, zugleich Superintendent des Kirchenkreises Dortmund-Süd und Vorsitzender der Vereinigten Kirchenkreise Dortmund. Als Ossenkop 1978 in den Ruhestand trat, wurde die 1. Pfarrstelle der Kirchengemeinde Schüren aufgehoben , so dass noch zwei Pfarrstellen zur Versorgung der beiden Pfarrbezirke Altschüren und Neuschüren zur Verfügung standen. In direkter Nachbarschaft zur Neuschürener Kirche an der Gevelsbergstraße (früher: Gemeindehaus Schüren-Ost) konnte am 3. Juni 2001 das Hildegard-Maas-Haus, eine Mehrzweckhalle für kirchliche Veranstaltungen, errichtet werden.Zum 1.8.2007 wurde die 2. Pfarrstelle als Stelle bestimmt, in der ausschließlich eingeschränkter pfarramtlicher Dienst (50%) wahrgenommen werden kann. Bearbeitung und Benutzung des BestandesDas Archiv der Ev. Kirchengemeinde Schüren (Ev. Kirchenkreis Dortmund-Süd) wurde 2012 im Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen. Es umfasst insgesamt 175 Verzeichnungseinheiten, die sich über den Zeitraum von 1906 bis 2009 erstrecken.Besonders hervorzuheben sind die umfangreichen Unterlagen über die Jugend-, Männer- und Frauenhilfsarbeit, die einen Teil des reichen Vereinswesens der Kirchengemeinde Schüren dokumentieren. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Unterlagen zur Bautätigkeit der Kirchengemeinde sowie die seit dem Jahr 1925 lückenlos vorhandenen Presbyteriumsprotokolle.Bei der Verzeichnung erhielten die Akten fortlaufende Nummern, die als gültige Archivsignaturen im Findbuch ganz links neben dem jeweiligen Aktentitel aufgeführt sind. Unterhalb des Aktentitels geben die Vermerke "Enthält, Enthält nur, Enthält u.a., Enthält v.a., Enthält auch" eingrenzende oder weiterführende Auskünfte über den Inhalt. Unter "Darin" sind besondere Schriftgutarten wie Druckschriften, Presseberichte, Bauzeichnungen oder Fotos aufgelistet. Ganz rechts schließen sich die Laufzeiten der Archivalien an. Zu beachten sind hier zwei verschiedene Arten von Klammern: ( ) verweisen bei Abschriften auf das Datum des Originals, [ ] kennzeichnen erschlossene Jahresangaben undatierter Schriftstücke. Sofern die Benutzung nicht zu Verwaltungszwecken erfolgt, unterliegen gemäß ᄃ 7 (1) Kirchengesetz zur Sicherung und Nutzung von kirchlichem Archivgut in der Evangelischen Kirche der Union (Archivgesetz - ArchG) vom 6.5.2000 sämtliche Archivalien einer 30-jährigen Sperrfrist (gerechnet nach dem Ende ihrer Laufzeit). Für personenbezogene Akten gelten laut ᄃ 7 (2) ArchG zusätzlichen Schutzfristen. Diese Archivalien dürfen auch nach Ablauf der allgemeinen Sperrfrist erst 10 Jahre nach dem Tod der betreffenden Person eingesehen werden. Ist das Todesdatum nicht feststellbar, bemisst sich diese Frist auf 90 Jahre nach der Geburt. Kassiert wurde nicht archivwürdiges Schriftgut im Rahmen der Aufbewahrungs- und Kassationsordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen vom 20.2.2003 bzw. des Aufbewahrung- und Kassationsplans vom 19.12.2006.Bei der Zitierung des Archivbestandes ist anzugeben: Archiv der Ev. Kirchengemeinde Schüren Nr. ... (hier folgt die Archivsignatur der entsprechenden Archivalie).
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ