Eheverschreibung des Grafen Hermann Adolf zur Lippe für Gräfin Amalie zur Lippe mit Zustimmung ihrer Brüder, der Grafen Kasimir, Wilhelm, Moritz, Friedrich, Georg und Augustus zur Lippe. Das Heiratsgeld ist von der Ritter- und Landschaft am 12.12.1659 auf 6.000 Taler festgelegt, die Widerlage beträgt auch 6.000 Taler. Davon soll die Gräfin jährlich 600 Taler aus dem Amt Horn beziehen. Das Wittum beträgt 4.532 Reichstaler Rente aus dem Amt Horn, dessen Haus der Witwe eingeräumt werden soll. Regelung des Rückfalls der Gelder. Verfügungsrecht der Gräfin über den beweglichen Besitz und die 200 Taler Zinsen von der Morgengabe zu 2.000 Talern. Zusage der Einholung der Kaiserlichen Bestätigung. Siegelankündigung des Grafen Hermann August zur Lippe, seiner Vettern und Schwäger. Unterschriften der Grafen Hermann Adolf, Kasimir, Wilhelml, Fridrich, Georg und Augustus zur Lippe. Ausgestellt in Detmold. Ausfertigung in drei Pergamentlagen, verbunden durch weiß-rot-braune Kordel, daran 7 Siegel in Holzkapseln: 1) des Grafen Hermann Adolf zur Lippe, daran an zwei Kordelsträngen vorne 3 Siegel, davon eines nicht ausgeführt, die beiden anderen identische Ringsiegel F.G.V.E.H.Z.L. im Halbrund über dem bekrönten lippischen Wappenschild, hinten 3 Siegel, davon das erste Siegel wie die beiden des vorderen Kordelstranges, das zweite Siegel zeigt den bekrönten lippischen Wappenschild zwischen Palmzweigen. Das dritte Siegel, Ringsiegel des Grafen Kasimir zur Lippe-Brake, zeigt die Umschrift CGVEHZL und den lippischen Wappenschild mit Helm, Helmdecken in Helmzier.