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Placidus [von Droste], Abt von Fulda, bekundet für sich und seine
Nachfolger, dass er dem Getreuen des Klosters und Vogt in Müs (Müeß),
Johann Bal...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1691-1700
1691 März 16
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel in Holzkapsel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: So geschehen Fuldt den 16ten Martii anno 1691
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Placidus [von Droste], Abt von Fulda, bekundet für sich und seine Nachfolger, dass er dem Getreuen des Klosters und Vogt in Müs (Müeß), Johann Balthasar (Baltzer) Romeißen, sowie dessen Ehefrau, seinen Erben und Nachfolgern, das freie Amtshaus des Klosters in [Bad] Salzschlirf mit allem Zubehör verkauft hat. Dazu gehören auch zahlreiche unterschiedlich große Äcker, Beete und Wiesen, deren Lage im Folgenden genau beschrieben wird. Die Verkaufssumme beträgt 800 Gulden. Bei der Aushändigung des Kaufbriefs soll Johann Romeißen zunächst 400 Gulden bezahlen, an den Festen des hl. Petrus [Juni 29]1692 und 1693 dann jeweils 200 Gulden, was auf dem Kaufbrief vermerkt werden soll. Als jährlichen Erbzins für diesen Verkauf erhält das Kloster einen Gulden, gerechnet zu 42 Böhmischen [Groschen], der nach [Bad] Salzschlirf zu entrichten ist. Johann Romeißen und seine leiblichen Angehörigen (leibß descendenten) sind verpflichtet, die dem Kloster nach fuldischem Lehnsrecht üblichen Dienste zu leisten, darunter den Jagddienst und den Burgfriedensdienst. Die üblichen Zahlungen des Lehnzinses werden Johann Romeißen jedoch anfänglich erlassen; er und seine Angehörigen sind außerdem von allen anderen weiteren Lasten wie Kontributionszahlungen und Einquartierungen befreit, wie es für Bedienstete des Klosters üblich ist. Falls er jedoch das genannte Gut verkauft oder verpfändet, soll der zuständige Vogt die Befreiung von diesen Lasten wieder rückgängig machen. Ankündigung der Unterfertigung. Ankündigung des Siegels der fuldischen Rentkammer. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Johann Guth (Güth) quittiert von eigener Hand (Johann Güth manu propria), dass die in der Urkunde von 1691 März 16 genannte Kaufsumme von 800 Gulden mit Wirkung von 1693 April 8 (So gegeben undt geschehen Fuldt den 8ten April 1693) vollständig bezahlt wurde.
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Placidus manu propria [unter der Plica])
Vermerke (Urkunde): Siegler: Abt Placidus
Böhmische Groschen werden auch als Prager Groschen bezeichnet.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.