VEB (B) Metallwaren und Gerätefabrik Halle (Saale) (Bestand)
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I 557 (Benutzungsort: Merseburg)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 07. Wirtschaft (mit Bergbehörden bis 1990 und Bankwesen) >> 07.06. Maschinen- und Anlagenbau
1946 - 1966
Findhilfsmittel: Findbuch 2017 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Per 1. Jan. 1952 wurde aus der Abteilung Federn- und Metallwarenfabrik des VEM Anlagenbau Leipzig, Außenstelle Halle, der selbständige VEB (K) Federn- und Metallwarenfabrik Halle.
Diesem wurde per 16. April 1953 die Verwaltung der beschlagnahmten und in Volkseigentum übergegangenen halleschen Metallwaren und Gerätefabrik GmbH (Talstraße 28) und der dazugehörigen Pachtfirma Deha-Metallwarenfabrik übertragen. Gleichzeitig erfolgte die Umbenennung des Betriebes in VEB (K) Metallwaren und Gerätefabrik Halle. Das Betriebsgelände befand sich in der Huttenstraße 56/57.
Hergestellt wurden überwiegend Kochtöpfe, Wannen, Aluminumschränke, Polsterfedern, Schöpfkellen und andere Haushaltsgegenstände.
Die Fertigung von Federkernen wurde im Zuge der Produktionsbereinigung auf Anweisung des Rates des Bezirkes Halle per 1. Jan. 1961 ausgegliedert und mit allen dazu gehörigen Maschinen an die Fa. Asmus Inh. A. Kälin nach Bad Suderode übergeben. Die Produktion technischer Federn (Zug- und Druckfedern) ging zeitgleich an den VEB Draht- und Federnfabrik Karl-Marx-Stadt (Chemnitz).
Mit Wirkung vom 6. Mai 1953 wurde dem VEB auch die hallesche Firma Felix Krokert & Co. Plakat und Blechemballagen als unselbständige Betriebsabteilung Schilderdruckerei zugeordnet und ab 1. Okt. 1955 der VEB (K) Besteckwerk Halle (gegr. 1. Jan. 1954), inkl. des vormaligen VEB (K) Waagenbau Halle als Waagenbauabteilung.
Als staatlicher Teilhaber wurde der VEB bei der Privatfirma Siegfriedwerk Arthur Gernert KG eingesetzt (ab 1966 VEB Pumpenwerke Halle), die 1972 als VEB Fensterbau Halle in Volkseigentum überging.
Als übergeordnetes Leitungsorgan fungierten 1952/53 die Industriewerke Sachsen-Anhalt, danach der Rat der Stadt Halle, Abteilung Örtliche Industrie und Handwerk.
Ab 1962 gehörte der VEB der Erzeugnisgruppe 14 "Aluminiumgeschirr" im VEB Union Quedlinburg innerhalb der VVB Eisen-, Blech- und Metallwaren, Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) an.
1964 übernahm der Bezirkswirtschaftsrat Halle die wirtschaftsleitende Funktion über den Betrieb. Damit einhergehend erfolgte dessen Umbenennung in VEB (B) Metallwaren und Gerätefabrik Halle.
1966 ging der Betrieb im VEB Pumpenwerke Halle auf.
Bestandsinformationen: 1986 wurden u.a. 0,95 lfm Akten des VEB Metallwaren und Gerätefabrik durch das Verwaltungsarchiv des VEB Pumpen und Verdichter Halle an das damalige Staatsarchiv Magdeburg übergeben. Von dort gelangte sie 1993 zum neu gegründeten Landesarchiv Merseburg.
1996 übergab die KSB-AG Pumpen und Verdichter (Nachfolgefirma des VEB) ca. 1 lfm über Abgabelisten erfasstes Schriftgut des VEB an das Landesarchiv Merseburg (später Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Merseburg). 2017 wurde im Zuge der Neuerfassung dieses Restbestandes der gesamte Archivgutbestand abschliessend bearbeitet.
Registraturbildner: Per 1. Jan. 1952 wurde aus der Abteilung Federn- und Metallwarenfabrik des VEM Anlagenbau Leipzig, Außenstelle Halle, der selbständige VEB (K) Federn- und Metallwarenfabrik Halle.
Diesem wurde per 16. April 1953 die Verwaltung der beschlagnahmten und in Volkseigentum übergegangenen halleschen Metallwaren und Gerätefabrik GmbH (Talstraße 28) und der dazugehörigen Pachtfirma Deha-Metallwarenfabrik übertragen. Gleichzeitig erfolgte die Umbenennung des Betriebes in VEB (K) Metallwaren und Gerätefabrik Halle. Das Betriebsgelände befand sich in der Huttenstraße 56/57.
Hergestellt wurden überwiegend Kochtöpfe, Wannen, Aluminumschränke, Polsterfedern, Schöpfkellen und andere Haushaltsgegenstände.
Die Fertigung von Federkernen wurde im Zuge der Produktionsbereinigung auf Anweisung des Rates des Bezirkes Halle per 1. Jan. 1961 ausgegliedert und mit allen dazu gehörigen Maschinen an die Fa. Asmus Inh. A. Kälin nach Bad Suderode übergeben. Die Produktion technischer Federn (Zug- und Druckfedern) ging zeitgleich an den VEB Draht- und Federnfabrik Karl-Marx-Stadt (Chemnitz).
Mit Wirkung vom 6. Mai 1953 wurde dem VEB auch die hallesche Firma Felix Krokert & Co. Plakat und Blechemballagen als unselbständige Betriebsabteilung Schilderdruckerei zugeordnet und ab 1. Okt. 1955 der VEB (K) Besteckwerk Halle (gegr. 1. Jan. 1954), inkl. des vormaligen VEB (K) Waagenbau Halle als Waagenbauabteilung.
Als staatlicher Teilhaber wurde der VEB bei der Privatfirma Siegfriedwerk Arthur Gernert KG eingesetzt (ab 1966 VEB Pumpenwerke Halle), die 1972 als VEB Fensterbau Halle in Volkseigentum überging.
Als übergeordnetes Leitungsorgan fungierten 1952/53 die Industriewerke Sachsen-Anhalt, danach der Rat der Stadt Halle, Abteilung Örtliche Industrie und Handwerk.
Ab 1962 gehörte der VEB der Erzeugnisgruppe 14 "Aluminiumgeschirr" im VEB Union Quedlinburg innerhalb der VVB Eisen-, Blech- und Metallwaren, Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) an.
1964 übernahm der Bezirkswirtschaftsrat Halle die wirtschaftsleitende Funktion über den Betrieb. Damit einhergehend erfolgte dessen Umbenennung in VEB (B) Metallwaren und Gerätefabrik Halle.
1966 ging der Betrieb im VEB Pumpenwerke Halle auf.
Bestandsinformationen: 1986 wurden u.a. 0,95 lfm Akten des VEB Metallwaren und Gerätefabrik durch das Verwaltungsarchiv des VEB Pumpen und Verdichter Halle an das damalige Staatsarchiv Magdeburg übergeben. Von dort gelangte sie 1993 zum neu gegründeten Landesarchiv Merseburg.
1996 übergab die KSB-AG Pumpen und Verdichter (Nachfolgefirma des VEB) ca. 1 lfm über Abgabelisten erfasstes Schriftgut des VEB an das Landesarchiv Merseburg (später Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Merseburg). 2017 wurde im Zuge der Neuerfassung dieses Restbestandes der gesamte Archivgutbestand abschliessend bearbeitet.
Laufmeter: 1.5
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST