Die Schwestern Elsgen und Katharina Oligschläger hatten ihren Anteil am Runkelhof (Runkertshof, Ronkertshof) zu Odendorf (Amt Tomberg; Rhein-Sieg-Kr.) sowohl für eine Schuld von 1432 Rtlr. aus einem Handelsgeschäft mit Johann Adelgast wie auch für eine Jahrrente von 130 Rtlr. für Johann Robert Bohr und dessen Ehefrau als Sicherheit gesetzt. Die RKG-Appellation richtet sich dagegen, daß gegen den Anspruch (der Erben) Bohrs auf bevorrechtigte Berücksichtigung wegen der höheren Summe die Forderung Adelgasts auf Immission in den Hof anerkannt worden war.
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Die Schwestern Elsgen und Katharina Oligschläger hatten ihren Anteil am Runkelhof (Runkertshof, Ronkertshof) zu Odendorf (Amt Tomberg; Rhein-Sieg-Kr.) sowohl für eine Schuld von 1432 Rtlr. aus einem Handelsgeschäft mit Johann Adelgast wie auch für eine Jahrrente von 130 Rtlr. für Johann Robert Bohr und dessen Ehefrau als Sicherheit gesetzt. Die RKG-Appellation richtet sich dagegen, daß gegen den Anspruch (der Erben) Bohrs auf bevorrechtigte Berücksichtigung wegen der höheren Summe die Forderung Adelgasts auf Immission in den Hof anerkannt worden war.
AA 0627, 577 - B 1542/5003
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1679-1683 (1598-1680)
Enthaeltvermerke: Kläger: Erbin des Johann Robert Bohr, Bürgers und Kaufhändlers zu Köln: seine Witwe Ursula Oligschläger (Olenschläger), (Kl.) Beklagter: Testamentarische Erben des Johann Adelgast (Adelgais, Adelgeist), Bürgers und Kaufhändlers zu Köln und Frankfurt ?: Dr. Anton Kolb (Kolff), Andreas Geißlinger (Geyslinger) und Peter Gärtner (Gertner), Handelsmann, alle Köln, (Bekl.: Johann Adelgast) Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Conrad Albrecht 1679 - Subst.: Lic. Friese Prokuratoren (Bekl.): Dr. Gotthard Johann Marquart 1679 - Subst.: Dr. Vergenius Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Dingstuhl (Schultheiß und Schöffen) Odendorf 1643- 1644 - 2. Jül. Stadt- und Hauptgericht (Schultheiß und Schöffen) Euskirchen 1644 - 3. Jül.-berg. Hofgericht zu Düsseldorf 1645-1678 - 4. RKG 1679-1683 (1598-1680) Beweismittel: Bd. 1: Facti species mit Votum des jül.-berg. Hofgerichtsreferenten, 1679 (29-33). Witwe Bohr verkauft dem Ferdinand Philipp Kasimir von Sturm zu Vehlingen (Kr. Rees) ihren zu Odendorf gelegenen Hof, 1677 (42). Bd. 2: Acta priora. Zeugenbefragung, 1660-1662 (570-578, 611-632, 638-661, 734-738). Beschreibung: 2 Bde., 16 cm; Bd. 1: 2 cm, 59 Bl., lose; Q 1 - 12a, 13 - 20, 1 Beilage; Bd. 2: 14 cm, 749 Bl., geb.; Q 12b; Deckblatt des Protokolls nur fragmentarisch erhalten. Siehe RKG Köln 480 (B 1541/ 5002) und RKG Köln 140 (A 189/285).
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:34 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)