Berthold Bischof von Bamberg (Babenbergen.) bekundet, daß die
Streitigkeiten mit dem Brudersohn (fratruelem) Emich Grafen von Leiningen
(Liningen) mit Rat der Freude ausgeräumt worden sind. Emich hat auf alle
Rechte und Klagen verzichtet, die ihm vom + Vater oder aus eigenen
Ansprüchen zustehen. Berthold hat ihm bis zum Fest Johannes des Täufers
(24.06.) 300 Pfund Heller zu zahlen oder von seinem Hof zu Ruchheim
(Rucheim) und den dortigen Gütern aus der nächsten Ernte 100 Malter Korn zu
liefern; diese Gülte ist von Berthold oder dem Inhaber des Hofes so lange
fällig, bis Emich oder seinen Erben die 300 Pfund gezahlt sind. Danach kann
Berthold über den Hof frei verfügen. Es siegeln (1) Berthold, sein Onkel
(avunculi) (2) Friedrich Bischof von Speyer (Spiren.), sein Bruder (3)
Walram Dompropst zu Worms (Wormacien.), (4) Hugo Domkantor zu Speyer und (5)
Eberhard von Offenbach (-bah). Zeugen: Friedrich Bischof von Speyer, Walram
Dompropst zu Worms, Hugo Domkantor zu Speyer, Eberhard von Offenbach, Johann
von Metz (de Metis), Rüdiger (Rugger) von Monsheim (Muns-), Eberhard von
Mühlhofen (Mul-), Gottfried von Mertesheim (Mertens-) und
andere.