Sorbisches Institut - Serbski Institut / Sorbisches Kulturarchiv - Serbski kulturny archiw
Objekt beim Datenpartner
Nachlass Gotthold Schwela/Bogumił Šwjela, N VII 324
Nachlass Gotthold Schwela/Bogumił Šwjela
Nachlass Gotthold Schwela/Bogumił Šwjela >> 4. Korrespondenz >> 4.2 Briefe von Gotthold Schwela/Bogumił Šwjela
Entstehungsdatum: 1947-1948
Archivale
Obersorbisch
Objekteigenschaften: Handschrift
Inhaltsangabe: Enthält: Sieben Briefe an den damaligen Redakteur der obersorbischen Tageszeitung „Nowa doba“: 1. gegenwärtig in Cottbus, 3.6.1947: Schwela begründet seine Ablehnung des Namens “Nowa Doba” (Neue Epoche) für die einzige sorbische Tageszeitung; warnt vor fremden politischen Ideen und ermahnt zur nationalen Eintracht; 2. Rudolstadt, 11.10.1947: Schwela erläutert seine Absichten und den Inhalt eines niedersorbischen “Casnik”, mahnt zum behutsamen Vorgehen und Geduld bei der Erneuerung der niedersorbischen Sprache; 3. Rudolstadt, 22.10.1947: Schwela erklärt seine Einstellung im Umgang mit der alten Zeit und den Ansichten der Vorfahren; 4. Rudolstadt, 8.12.1947: Schwela befasst sich mit orthografische Prinzipien im Zusammenhang mit der Herausgabe des Casnik; verteidigt den sorbischen Bauern gegen ideologische Diffamierung deutscher Arbeiterparteien als Rückschrittler und Reaktionär; fordert Nowak auf, seine Rhetorik in den Nowa Doba zu mäßigen und im christlichen Sinne zu schreiben; kritisiert die ev. Landeskirche, die sorbische Pfarramtbesetzungen mit fadenscheinigen Argumenten vereitelt; 5. o.O., 7.1.1948: enthält Redaktions- und Vertriebsprobleme mit dem Casnik; 6. Rudolstadt 3.3.1948: enthält Redaktionsprobleme und orthografische Details; 7. o.O., 9.4.1948: enthält ortografische Erläuterung betreffend die Schreibweise des Lexems “amerikanisch” auf sorbisch.
Gattungen: Brief
Rudolstadt - Entstehungsort
Cottbus - Entstehungsort
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Sorbisches Institut Bautzen; Nutzungsanfragen richten Sie bitte per E-Mail an: biblioteka-archiw@serbski-institut.de.
20.02.2026, 08:34 MEZ
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Namensnennung 4.0 International