1417 Januar 22 – Zwischen der osnabrücker Geistlichkeit, vertreten
durch folgende Mitglieder des Domkapitels: Hermannus Peternelle senior, während
der Dechant in Geschäften abwesend ist, Hermannus Dryhus, Johannes de
Slepedorpe, Gerlacus de Haren cantor, Johannes de Haren scolasticus, und
Ludgerus Brummezel und folgende Mitglieder des Kapitels an St. Johann:
Ludolphus de Scaghen senior, während der Dechant gleichfalls in Geschäften
abwesend ist, Ludolphus Bekesette, Gerhardus Dryhus scolasticus und Johannes
Sasse, ferner durch die Domvikare Magister Arnoldus de Rekelinchusen, Johannes
Zedeler und Henricus de Almelo, durch Vikare an St. Johann: Johannes de Anchem,
Amelungus de Varendorpe und Johannes Solter sowie durch einzelne sonstige
geistliche Personen, und der Bürgerschaft der Stadt Osnabrück vertreten durch
den Bürgermeister Hermannus de Melle, die Ratsherren und Schöffen Johannes
Tole, Gerhardus de Leda, Bernhardus Drenker, Gotschalcus de Anchem, Stephanus
de Dyssene sowie andere Bürger findet eine lebhafte Verhandlung statt über die
Frage der Rückkaufbarkeit der Renten. Die Geistlichkeit will an den früher
aufgestellten Artikeln festhalten und die Interpretation derselben in
zweifelhaften Fällen dem Bischofe, Domkapitel und der Stadt Münster
anheimgestellt wissen, während die Bürgerschaft die Frage beantwortet wissen
will, ob alle Renten mit Ausnahme von fünf in ebensoviel Artikeln beschriebenen
Fällen, ohne Unterschied zurückgekauft werden können. Als die Antwort darauf
verweigert wird, ziehen die Vertreter der Stadt mißmutig ab. – Zeugen: Johannes
de Huxaria Pfarrer in Buer, die Priester Conradus de Belhem und Elbertus de
Grest, die Notare Henricus Bekesette und Albertus Suho, sowie Arnoldus de
Wedam, Hermannus de Messchede und Henricus de Mynda Kleriker der Kölner,
Paderborner, Osnabrücker und Mindener Diözese. – Abschrift mit den
Unterschriften der beiden Notare Johannes Welp de Delebrugge, Kleriker der
Paderborner und Johannes Hugo de Tremonia Kleriker der Kölner
Diözese.