Eberstein (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 110
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Ältere Bestände (vornehmlich aus der Zeit des Alten Reichs) >> Akten >> Kleinere weltliche Territorien >> Eberstein
Überlieferungsgeschichte
Die vielfach geteilte und im Kondominat regierte Grafschaft Eberstein ging nach und nach an die Markgrafen von Baden über (seit 1387 eine Hälfte, 1673 das Viertel der katholischen Grafen von Gronsfeld und von Wolkenstein, 1802 das Viertel der evangelischen Grafen von Eberstein, das 1660 als Lehen an das Hochstift Speyer zurückgefallen war).
Der im Generallandesarchiv gebildete Pertinenzbestand spiegelt diese komplizierte Herrschaftsgeschichte in seinen verschiedenen Provenienzen wider (Eberstein, Baden-Baden, Württemberg, Wolkenstein u.a.). Zugleich sind zentralbehördliche und lokale Überlieferungen vermischt (vgl. Bestand 37). Wenige Pergament- und Papierurkunden in den Sachakten.
Inhalt und Bewertung
Sehr heterogene Generalakten: Familienstatuten (30 Faszikel mit mehrbändigen Prozeßakten über das Erbe des "blödsinnigen" Grafen Philipp von Eberstein), Schulden (105 Faszikel). Gegenreformation in den Gemeinden des Murgtals.
Spezialia nichtbadischer Orte: Baiersbronn, Eckweisbach und Niederkalbach, Werdenstein (mit Weiersbach, Hoppstädten, Leitzweiler, Heimbach und Freisen). Frankreich: Buschbach, Forbach, Frauenberg, Neuscheuern, Rixingen (Réchicourt-le-chateau), Sarreinsming, Wittringen.
Herrschaftsgeschichte: Die Geschichte der Grafschaft Eberstein ist geprägt von Kondominaten, Teilungen, fürstlichen Vormundschaften und komplizierten Erbgängen, bei denen sich der badische Anteil nach und nach erhöhte. Seit 1387 besaßen die Markgrafen die Hälfte der Grafschaft, 1673 erwarben sie von den Erben der katholischen Ebersteiner, den Grafen von Gronsfeld und von Wolkenstein, ein weiteres Viertel. Bereits 1660, als mit dem Grafen Kasimir auch die evangelische Linie der Grafen von Eberstein ausstarb, war das letzte Viertel - die Hälfte von Gernsbach, Scheuern und Staufenberg - als Lehen an das Hochstift Speyer zurückgefallen. Nach dessen Säkularisierung kam auch dieser Anteil der Grafschaft an Baden.
Überlieferung und Inhalt: Der sehr heterogene Generalaktenbestand spiegelt die komplizierte Herrschaftsgeschichte in seinen verschiedenen Provenienzen wider (Eberstein, Baden-Baden, Württemberg, Wolkenstein u.a.). Zugleich sind zentralbehördliche und lokale Überlieferungen vermischt (vgl. Bestand 37). Die meisten Akten waren geordnet in einem "Archiv Eberstein" mit einem mindestens dreigliedrigen Signaturschema, z.B. Lad[e] 29, 122, B[and]... . Den größten Umfang haben die Familienstatuten (30 Faszikel mit mehrbändigen Prozeßakten über das Erbe des "blödsinnigen" Grafen Philipp von Eberstein und Schulden (105 Faszikel). Unter den Generalia zu Religion betreffen die Gegenreformation in den Gemeinden des Murgtals. Eine geringe Anzahl von Pergament- und Papierurkunden wurden besonders verpackt und in den jeweiligen Sachakten belassen. Spezialia nichtbadischer Orte: Deutschland: Baiersbronn, Eckweisbach und Niederkalbach, Werdenstein (mit Weiersbach, Hoppstädten, Leitzweiler, Heimbach und Freisen). Frankreich: Buschbach, Forbach, Frauenberg, Neuscheuern, Rixingen (Réchicourt-le-chateau), Sarreinsming, Wittringen. Das handschriftliche Findbuch von 1908 (F. X. Mock) wurde 2010 im Rahmen der Konversion älterer Findmittel von Herrn Alfred Becher in SCOPE eingegeben, die Redaktion lag bei den Unterzeichneten. Der Bestand umfasst 357 Nummern in 8 lfd.m. Karlsruhe, im September 2011 Irmgard Stamm, Konrad Krimm
Literatur: Krieg von Hochfelden, Georg: Geschichte der Grafen von Eberstein in Schwaben, Karlsruhe 1836. Hennl, Rainer: Die Herren bzw. Grafen von Eberstein: Aufstieg eines Adelsgeschlechts aus der Ortenau zwischen 1085 und 1278/79, in: Ortenau 77 (1997). S. 153-172. Joos, Clemens: Die Rose von Eberstein: Zur Ebersteiner Wappensage, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 152 (2004). S. 145-164. Andermann, Kurt: »Ein furnem und namhafts Geschlecht in unsern Landen«. Glanz und Niedergang der Grafen von Eberstein, in: Ders. (Hg.), Grafen und Herren in Südwestdeutschland vom 12. bis ins 17. Jahrhundert Kraichtaler Kolloquien 5), Epfendorf 2006, S. 195-215.
Die vielfach geteilte und im Kondominat regierte Grafschaft Eberstein ging nach und nach an die Markgrafen von Baden über (seit 1387 eine Hälfte, 1673 das Viertel der katholischen Grafen von Gronsfeld und von Wolkenstein, 1802 das Viertel der evangelischen Grafen von Eberstein, das 1660 als Lehen an das Hochstift Speyer zurückgefallen war).
Der im Generallandesarchiv gebildete Pertinenzbestand spiegelt diese komplizierte Herrschaftsgeschichte in seinen verschiedenen Provenienzen wider (Eberstein, Baden-Baden, Württemberg, Wolkenstein u.a.). Zugleich sind zentralbehördliche und lokale Überlieferungen vermischt (vgl. Bestand 37). Wenige Pergament- und Papierurkunden in den Sachakten.
Inhalt und Bewertung
Sehr heterogene Generalakten: Familienstatuten (30 Faszikel mit mehrbändigen Prozeßakten über das Erbe des "blödsinnigen" Grafen Philipp von Eberstein), Schulden (105 Faszikel). Gegenreformation in den Gemeinden des Murgtals.
Spezialia nichtbadischer Orte: Baiersbronn, Eckweisbach und Niederkalbach, Werdenstein (mit Weiersbach, Hoppstädten, Leitzweiler, Heimbach und Freisen). Frankreich: Buschbach, Forbach, Frauenberg, Neuscheuern, Rixingen (Réchicourt-le-chateau), Sarreinsming, Wittringen.
Herrschaftsgeschichte: Die Geschichte der Grafschaft Eberstein ist geprägt von Kondominaten, Teilungen, fürstlichen Vormundschaften und komplizierten Erbgängen, bei denen sich der badische Anteil nach und nach erhöhte. Seit 1387 besaßen die Markgrafen die Hälfte der Grafschaft, 1673 erwarben sie von den Erben der katholischen Ebersteiner, den Grafen von Gronsfeld und von Wolkenstein, ein weiteres Viertel. Bereits 1660, als mit dem Grafen Kasimir auch die evangelische Linie der Grafen von Eberstein ausstarb, war das letzte Viertel - die Hälfte von Gernsbach, Scheuern und Staufenberg - als Lehen an das Hochstift Speyer zurückgefallen. Nach dessen Säkularisierung kam auch dieser Anteil der Grafschaft an Baden.
Überlieferung und Inhalt: Der sehr heterogene Generalaktenbestand spiegelt die komplizierte Herrschaftsgeschichte in seinen verschiedenen Provenienzen wider (Eberstein, Baden-Baden, Württemberg, Wolkenstein u.a.). Zugleich sind zentralbehördliche und lokale Überlieferungen vermischt (vgl. Bestand 37). Die meisten Akten waren geordnet in einem "Archiv Eberstein" mit einem mindestens dreigliedrigen Signaturschema, z.B. Lad[e] 29, 122, B[and]... . Den größten Umfang haben die Familienstatuten (30 Faszikel mit mehrbändigen Prozeßakten über das Erbe des "blödsinnigen" Grafen Philipp von Eberstein und Schulden (105 Faszikel). Unter den Generalia zu Religion betreffen die Gegenreformation in den Gemeinden des Murgtals. Eine geringe Anzahl von Pergament- und Papierurkunden wurden besonders verpackt und in den jeweiligen Sachakten belassen. Spezialia nichtbadischer Orte: Deutschland: Baiersbronn, Eckweisbach und Niederkalbach, Werdenstein (mit Weiersbach, Hoppstädten, Leitzweiler, Heimbach und Freisen). Frankreich: Buschbach, Forbach, Frauenberg, Neuscheuern, Rixingen (Réchicourt-le-chateau), Sarreinsming, Wittringen. Das handschriftliche Findbuch von 1908 (F. X. Mock) wurde 2010 im Rahmen der Konversion älterer Findmittel von Herrn Alfred Becher in SCOPE eingegeben, die Redaktion lag bei den Unterzeichneten. Der Bestand umfasst 357 Nummern in 8 lfd.m. Karlsruhe, im September 2011 Irmgard Stamm, Konrad Krimm
Literatur: Krieg von Hochfelden, Georg: Geschichte der Grafen von Eberstein in Schwaben, Karlsruhe 1836. Hennl, Rainer: Die Herren bzw. Grafen von Eberstein: Aufstieg eines Adelsgeschlechts aus der Ortenau zwischen 1085 und 1278/79, in: Ortenau 77 (1997). S. 153-172. Joos, Clemens: Die Rose von Eberstein: Zur Ebersteiner Wappensage, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 152 (2004). S. 145-164. Andermann, Kurt: »Ein furnem und namhafts Geschlecht in unsern Landen«. Glanz und Niedergang der Grafen von Eberstein, in: Ders. (Hg.), Grafen und Herren in Südwestdeutschland vom 12. bis ins 17. Jahrhundert Kraichtaler Kolloquien 5), Epfendorf 2006, S. 195-215.
372 Archivalieneinheiten (Nr. 1-358)
Bestand
Krieg von Hochfelden, Georg: Geschichte der Grafen von Eberstein in Schwaben, Karlsruhe 1836.
Hennl, Rainer: Die Herren bzw. Grafen von Eberstein: Aufstieg eines Adelsgeschlechts aus der Ortenau zwischen 1085 und 1278/79, in: Ortenau 77 (1997). S. 153-172.
Joos, Clemens: Die Rose von Eberstein: Zur Ebersteiner Wappensage, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 152 (2004). S. 145-164.
Andermann, Kurt: »Ein furnem und namhafts Geschlecht in unsern Landen«. Glanz und Niedergang der Grafen von Eberstein, in: Ders. (Hg.), Grafen und Herren in Südwestdeutschland vom 12. bis ins 17. Jahrhundert Kraichtaler Kolloquien 5), Epfendorf 2006, S. 195-215.
Hennl, Rainer: Die Herren bzw. Grafen von Eberstein: Aufstieg eines Adelsgeschlechts aus der Ortenau zwischen 1085 und 1278/79, in: Ortenau 77 (1997). S. 153-172.
Joos, Clemens: Die Rose von Eberstein: Zur Ebersteiner Wappensage, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 152 (2004). S. 145-164.
Andermann, Kurt: »Ein furnem und namhafts Geschlecht in unsern Landen«. Glanz und Niedergang der Grafen von Eberstein, in: Ders. (Hg.), Grafen und Herren in Südwestdeutschland vom 12. bis ins 17. Jahrhundert Kraichtaler Kolloquien 5), Epfendorf 2006, S. 195-215.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ