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Altkreis Büren 1816 bis 1945 >> 06. Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Polizeiwesen, Zivil-, Feuer- und Katastrophenschutz (siehe vereinzelt auch Klassifikationspunkt 18.01.) >> 06.02. Polizeiwesen (siehe vereinzelt auch Klassifikationspunkte 01.01.14., 02.11., 10.04., 14.01. und 14.04.01.01.15.) >> 06.02.02. Eigentliche Aufgabenwahrnehmung (siehe vereinzelt auch Klassifikationspunkte 01.01.13., 06.01.02.07., 06.01.02.10., 06.01.02.11., 06.03.02., 09.04.10., 14.04.01.03., 16.03.03.06., 16.03.06., 17.03.02.08. und 17.05.03.04.)
1884 - 1887
Enthält v.a.: Verfügungen und Erlasse der Regierung Minden, des Provinzialschulkollegiums in Münster und verschiedener preußischer Ministerien Enthält u.a.: Landesweite Fahndung nach verschiedenen Sozialdemokraten, Sozialisten, Anarchisten, Ausländern und Verbrechern (u.a. dänischer Infanteriekapitän a.D. Christian Friedrich Conrad von Sarauw bzw. Otto Rohde, früherer Führer der österreichischen Anarchisten Josef Peukert, russischer Nihilist Leo Tichomiroff [Lew Alexandrowitsch Tichomirow], polnischer Afrikareisender Scholz-Rogozinski [Stefan Szolc-Rogozinski], Johann Christoper bzw. Johann Christoph Neve, Herausgeber und Redakteur der sozialdemokratischen Wiener Zeitung "Gleichheit" Dr. Victor Adler); Maßnahmen gegen Auswanderungswerbung (u.a. Trappistenkloster Marienhill in Südafrika, Hamburger Kolonisations-Verein [Colonisations-Verein von 1849 in Hamburg]); Steckbriefe des dänischen Infanteriekapitäns des dänischen Ingenieurkapitäns Otto bzw. Wilhelm Rohde, des dänischen Hauptmanns Wilhelm Tobiesen, des ehemaligen Kapitäns der russischen Landgendarmerie in Polen Wonin, des anarchistischen Schneiders Richetzky, Ricewski, Reitschesski bzw. Reitschessky aus Stratow; ablehnende Stellungnahme der Oberin der Franziskanerinnen in Salzkotten zur Einrichtung von Krankenlagern im Fall einer Mobilmachung; Beschuldigungen des Domänenrentmeisters Leifeld gegen den Kreissekretär Malkowsky; Einleitung eines Strafverfahrens gegen Leifeld wegen unangemessenen Verhaltens gegenüber dem Landrat von Oeynhausen und Beleidigung des Amtmanns Happel; Verhalten des Kreissekretärs Malkowsky in verschiedenen Verwaltungsangelegenheiten (Aloysius bzw. Alois Dierks bzw. Dirks in Steinhausen, Witwe des Ackerwirts Schüth in Brenken, Eheleute Ackerwirt Gerhard Stöwer in Büren, Dr. Spanken [in Büren], Pharmazeut bzw. Apothekergehilfe Albert Tiemann bzw. Thiemann, Schankwirtschaft Wellen); Bitte des Amtmanns von Dewall um Rückversetzung in das Amt Atteln; Wiederbesetzung der Bürener Pfarrstelle mit dem Kaplan Wiesel bzw. Wirsch aus Geseke, dem Kaplan Rötteken aus Hagen oder dem Kaplan Roderfeld bzw. Rederfeld aus Halberstadt; Aufstellung der im Fall der Mobilmachung seitens der Kreise Büren, Bielefeld, Halle, Herford, Höxter, Lübbecke, Minden, Paderborn, Warburg und Wiedenbrück zu stellenden Reit-, Stangen- und Vorderpferde; Beschwerde der Gemeindevorsteher des Amtes Atteln über den Amtmann von Dewall; Wiederverpachtung der bisher von den Oberamtmännern Köster und Kerstens gepachteten Domänen Dalheim und Elisenhof; Meldung zum Verbleib der mutmaßlichen Mörder des im Jahr 1880 erschossenen Försters von Wrede (Johann Hagemeyer bzw. Hagemeier aus Willebadessen und August Hippel bzw. Hibbeln aus Kleinenberg [oder "Wildschütz" Hermann Klostermann?]); Exerzitien des verbotenen Jesuitenordens in Westfalen; aushilfsweise Seelsorge eines Jesuiten in der Pfarrei Lichtenau (Bruder des Gemeindevorstehers Kurte); Mission des Hilfsseelsorgers Störmann vom Franziskanerorden Dorsten in Wünnenberg; Besetzung der Stelle eines Ehrenamtmanns für das Amt Boke-Salzkotten (in Vorschlag: Gutsbesitzer Franz Nacke in Hörste und Freiherr von Ketteler in Thüle); zahlenmäßige Vorgaben für die Einquartierung von Militärpersonen im Kreis Büren; Unterstellung der Vornahme unrechtmäßiger religiöser Handlungen seitens der Franziskanerpater Ambrosius (Heinrich Dreimüller aus Münstereifel) und Hieronymus in Kleinenberg; Amtsenthebung des Rentmeisters Adams in Fürstenberg seitens des Grafen von Westphalen; Verzeichnis der zur Übernahme von Pfarrstellen im Kreis Büren geeigneten Geistlichen (Borgmeier in Thüle, Ehling in Wünnenberg, Fresmeyer [Freesmeier] in Kleinenberg, Hansmeyer [Hansmeier] in Holtheim, Heer in Ahden, Köhnhorn in Lichtenau, Leifels in Atteln, Pieper in Salzkotten, Rinscheid in Brenken, Schulte-Plassmann in Etteln, Schieferecke in Oberntudorf, Schunck [Schunk] in Salzkotten, Wichmann in Husen); Eignung des Hilfsseelsorgers Beele in Helmern [?], des Geistlichen Wippermann in Essentho [?] und des Hilfsseelsorgers Theodor Hake in Fürstenberg; Fahndung nach ausländischen Lehrpersonen; polizeiliche Beurteilung eines Bathe aus Verne; Verdächtigung des Müllers Plass und des Müllergehilfen Heinrich Höschen aus Atteln hinsichtlich Brandstiftung in der Klause des ehemaligen Eremiten Theodosius Stuckradt in Amerungen; Verzeichnis der im Kreis Büren vorhandenen kriegstauglichen Pferde; Beurteilung des Kreiswegeinspektors Niemeyer; Vorgehen gegen die Verbreitung sozialistischer und sozialdemokratischer Schriften; Eignung des Hilfsseelsorgers Butterbrodt aus Niederntudorf für die Pfarrstelle in Kleinenberg und des Pfarrers Ferdinand Heitemeyer aus Oesdorf für die Pfarrstelle in Oesdorf; Vorgaben zur Unterstützung regierungsfreundlicher Parteien in der Presse und in der öffentlichen Verwaltung im Hinblick auf die bevorstehenden Reichstagswahlen; dienstliche Beurteilung des Kreisarztes Dr. Hermann Terstesse; Ergebnis der Wahl der Kreistagsabgeordneten im Kreis Büren im Jahr 1887; Eignung des Ökonom Gockel aus Büren und des Freiherrn von Ketteler aus Thüle für das Amt eines Kreisdeputierten; Meldungen des Dr. Krismann aus Salzkotten und des Dr. Bartscher aus Lichtenau zur freiwilligen Militärkrankenpflege; Schenkung von 100 Reichsmark an die Frau des Wegebauaufsehers Hesse in Wünnenberg seitens des Kreisunternehmers und Wirtes Franz Schemm in Heddinghausen zwecks Bestechung in Wegebauangelegenheiten; Einstellung des Zivilanwärters Hümmelgen anlässlich der krankheitsbedingten Dienstunfähigkeit des Kreissekretärs Malkowsky; Meldung der Namen und persönlichen Verhältnisse der Vorstandsmitglieder der Kriegervereine Büren, Fürstenberg, Herbram, Lichtenau, Meerhof, Oesdorf, Lichtenau, Salzkotten, Siddinghausen, Upsprunge und Westheim sowie des Krieger-, Landwehr- und Reservevereins Verne
Darin: Zeitung "Deutsches Tageblatt" vom 20.01.1887 mit "Reden Sr. Durchlaucht des Reichskanzlers Fürsten v. Bismarck über die Militär-Vorlage. Gehalten in den Sitzungen des Deutschen Reichstages vom 11., 12. und 13. Januar 1887"
Archivale
Der vormalige Titel der Akte lautete "Acta secreta".
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.