Weimarer Zeitung, Nr. 239, 13.10.1857, S. 966: „Das Stück von R. Benedix ist in den Charakteren wie in den Situationen theilweise etwas auf die Spitze getrieben und kommt dabei doch in der ganzen Anlage und Entwickelung kaum über den Kreis des Gewöhnlichen hinaus. Beide Stücke [bezieht sich noch auf „Frauenkampf“ vom 7. Oktober] dienten zugleich zum Gastspiel einer jungen Künstlerin, Frl. Reinecke aus Altona, welche, wie wir vernehmen, die Intendanz für die hiesige Bühne zu gewinnen beabsichtigt. Wir glauben, daß sie damit einen wirklichen Gewinn machen wird. Frl. Reinecke ist nicht nur mit glücklichen Mitteln begabt und eine sehr angenehme Erscheinung, sondern sie zeigte auch in ihrem Spiele Natürlichkeit, Verständniß ihrer Rolle, Grazie der Bewegungen und Empfindung im Ausdruck, so daß sie bei guter Leitung gewiß recht Tüchtiges leisten wird. Das Publicum nahm sie beide Male günstig auf; am Schlusse der „Mathilde“ ward sie gerufen.“